Die besten Wettanbieter mit Lucky-31-Wetten
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Stand: Oktober 16, 2026 – geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Eine Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette auf fünf Auswahlen. Sie bündelt 31 Einzelwetten: fünf Einzelwetten, zehn Zweier-Kombinationen, zehn Dreier-Kombinationen, fünf Vierer-Kombinationen und eine Fünfer-Kombination. Wer 1 € pro Linie setzt, wettet 31 €. Wer 5 € pro Linie anvisiert, gibt 155 € in einem Schein aus, bevor der erste Ball rollt. Das macht das Format für Wettende interessant, die mit kleinen Einzelbeträgen eine breite Absicherung suchen, und teuer, wenn die Auswahlen nicht halten: Eine einzige falsche Quote drückt den Gesamtschein, weil die Systemreihen auf dem fehlerhaften Tipp beruhen.
Der entscheidende Unterschied zu einer klassischen Kombiwette: Auch wenn vier von fünf Tipps verlieren, wird etwas ausgezahlt, sofern zumindest die Einzelwette auf den vermeintlich schwächsten Tipp sitzt. Genau diese Streuung treibt den Gesamteinsatz nach oben und erklärt, warum die Anbieter im Footer „Systemwette“ führen, das Slot-Programm dahinter aber handwerklich genau das zusammenbaut, was die 31 Wetten definieren.
Was die Lucky 31 von anderen Full-Cover-Wetten unterscheidet
Aufbau und Wettenzahl
Das System „ALL“ deckt bei fünf Auswahlen fünf Kombinationsebenen ab. Die Reihenfolge ergibt sich aus der kombinatorischen Logik: Eine Auswahl liefert genau eine Einzelwette, je zwei Auswahlen bilden eine Zweier-Kombination, je drei eine Dreier-Kombination, je vier eine Vierer-Kombination und alle fünf zusammen die Fünfer-Kombination. Daraus folgen 5 + 10 + 10 + 5 + 1 = 31 Wetten.

Die ODDSET-Systemtabelle dokumentiert diese Zahl ausdrücklich: Für fünf gewählte Tipps weist das System „ALL“ 31 Wetten aus, also die Summe aus Einzelwetten, allen internen Systemen und der Gesamtkombi. Anbieter, die das Format anbieten, errechnen Gesamteinsatz und Auszahlung über denselben Aufbau. Wer mit einem Quotenrechner arbeitet, gibt fünf Quoten ein und erhält sofort den Maximalauszahlungswert bei fünf korrekten Tipps sowie die Teilauszahlungen bei vier oder drei richtigen.
Lucky 31, Lucky 15 und der heiße Tipp „Trixie“ teilen das Prinzip, aber nicht die Linienzahl.
Lucky 31 vs. Lucky 15
Die Lucky 15 arbeitet auf vier Auswahlen, nicht auf fünf. Sie bündelt 15 Wetten: vier Einzelwetten, sechs Zweier-, vier Dreier- und eine Vierer-Kombination. Die Lucky 31 erweitert die Lucky 15 um eine fünfte Auswahl und erhöht die Linienzahl von 15 auf 31, fast eine Verdoppelung. Wer von der 15er-Variante auf die 31er-Variante wechselt, verdoppelt ungefähr den Gesamteinsatz, ohne die Gewinnmechanik grundsätzlich zu ändern. Genau diese Größenordnung – Faktor zwei – sollte im Kopf sein, wer im Wettschein das Auswahlschema ändert.
Wer mit kleineren Bankrolls arbeitet, bleibt bei der Lucky 15: 15 Linien zu 1 € bedeuten 15 € Einsatz, 31 Linien zu 1 € bereits 31 €. Wer ein Sicherheitsnetz für mehrere Auswahlen aufbauen will, ohne sich bei jeder Einzelwette neu zu entscheiden, wählt die Lucky 31. Wer noch breiter streuen will, geht zur Lucky 63 (sechs Auswahlen, 63 Wetten) oder zur Heinz-Wette (sechs Auswahlen, 57 Wetten).
Wettmärkte, die sich für eine Lucky 31 eignen
Full-Cover-Formate leben davon, dass mehrere Begegnungen parallel laufen, nicht hintereinander. Fußball, Tennis und Handball liefern den Stoff: ein Bundesliga-Samstag mit sechs bis acht Spielen, ein Masters-1000-Turnier parallel zu Bundesliga und Champions League, ein Handball-Wochenende mit vier bis fünf Bundesliga-Partien. Buchmacher koppeln die Märkte aus unterschiedlichen Sportarten, solange die Einzelquoten oberhalb der Mindestgrenze liegen. Wer innerhalb einer Begegnung bleibt, baut sich entweder eine Kombiwette oder nutzt den Wetten-Konfigurator des Anbieters, der Auswahlen aus demselben Spiel bündelt.
Lizenz und Recht: Warum die Whitelist entscheidend ist
GGL-Erlaubnis und § 9 GlüStV
Eine Sportwetten-Erlaubnis in Deutschland erteilt seit dem 1. Juli 2021 die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Die Rechtsgrundlage ist § 9 Abs. 8 GlüStV 2021: Nur Anbieter, die auf der Whitelist stehen, dürfen in Deutschland Sportwetten online anbieten. Der Whitelist-Snapshot vom 2. Oktober 2026 weist 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis aus, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei reine Pferdewetten-Inhaber. Jeder Eintrag nennt das Datum der ersten Erlaubnis und gegebenenfalls von Folgeerlaubnissen, aber kein Enddatum. Eine Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre ab Erteilung und kann verlängert werden.
Wichtig für die Einordnung: Eine .de-Domain ist kein Lizenznachweis. Auch ein Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Siegel sagt nichts über die deutsche Erlaubnis aus. Wer bei einem Anbieter wettet, der nicht auf der Whitelist steht, spielt im Sinne des § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubt. Die Strafnormen finden sich in §§ 284, 285 StGB: Veranstalten bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe, Werben bis zu einem Jahr, Mitwirken bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Die Frage, ob zivilrechtlich Einsätze bei nicht-lizenzierten Anbietern zurückgefordert werden können, ist seit dem Vorlagebeschluss des BGH vom 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) beim Europäischen Gerichtshof anhängig. Die Schlussanträge des Generalanwalts Nicholas Emiliou vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 halten eine Rückzahlungspflicht grundsätzlich für möglich, mit einer Ausnahme: Hat die Aufsicht zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen, entfällt der Anspruch. Auf ein solches Urteil zu spekulieren, ist keine Anlagestrategie, weil der EuGH den Schlussanträgen nur in Teilen folgt.
Sportwettensteuer: 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage
Die Sportwettensteuer ist in den §§ 16–25 Rennwett- und Lotteriegesetz (RennwLottG) geregelt. Der Steuersatz beträgt 5,3 % auf eine Bemessungsgrundlage, die der Einsatz abzüglich der Steuer selbst ist. Das ergibt rund 5,03 % des tatsächlich gezahlten Einsatzes, nicht 5,3 % des Bruttoeinsatzes. Die Steuer schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Tipper (§ 19 RennwLottG). Der Anbieter entscheidet, ob und wie er sie an die Wettenden weiterreicht.

Aus der Praxis der zehn Vergleichsanbieter ergibt sich ein gespaltenes Bild: Sportingbet weist in den Wettregeln ausdrücklich eine „5 % Steuer auf den Bruttogewinn“ nach § 17 RennwLottG aus, zieht also bei gewonnenen Wetten 5 % vom Bruttogewinn (Einsatz × Quote) ab. ODDSET spricht von einem „Quotenabschlag“ von 5 % auf den Bruttogewinn. Winamax bewirbt im Footer seiner Website „0 % Wettsteuer“, beruft sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten vorne lag. Was die jeweilige Auszahlung am Ende schmälert, steht in den AGB des Anbieters, nicht im Werbebanner. Eine persönliche Steuer auf Wettgewinne existiert auf Ebene der Tipper in Deutschland nicht, sodass für die Frage, was nach einer Lucky-31-Auszahlung übrig bleibt, allein der Anbieter-Abzug zählt.
Spielerschutz: OASIS, LUGAS, Einzahlungslimit und Verifizierung
Wer bei einem GGL-lizenzierten Anbieter spielt, akzeptiert ein Schutzsystem, das im GlüStV 2021 verankert ist. Die wichtigsten Bausteine:
OASIS ist die bundesweite Spielersperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV. Anbieter prüfen bei Registrierung und Login, ob eine Sperre vorliegt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr.
LUGAS ist das Limit- und Aktivitätsdatei-System nach § 6c und § 6h GlüStV. Es begrenzt die Einzahlungen über alle Anbieter hinweg auf 1.000 € pro Kalendermonat, sofern keine individuelle Erhöhung genehmigt wurde. Eine Erhöhung auf bis zu 10.000 € ist möglich, in Ausnahmen auf 30.000 €, jedoch nur für aktive Spieler und nur mit nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, nicht durch Selbsterklärung. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen frühestens nach sieben Tagen. Parallel-Spiel auf mehreren Konten desselben Anbieters ist verboten; die Aktivitätsdatei erkennt das.
Verifizierungspflicht nach § 6a GlüStV: Vor vollständiger Verifizierung darf ein Anbieter maximal 72 Stunden Spielbetrieb mit einer Einzahlungsgrenze von 100 € und ohne Auszahlungen zulassen. Danach gilt das KYC-Verfahren, andernfalls endet der Testbetrieb.
Panikbutton nach § 6i Abs. 3: Eine 24-Stunden-Sofortsperre auf Knopfdruck. Keine Auszahlungen, keine Wetten, keine Werbemails.
Ein-Konto-Regel: Pro Anbieter ein Konto mit voller Verifizierung. Mehrfachkonten zur Umgehung von Limits verstoßen gegen die AGB und können zur Kontoschließung führen.
Zahlungen nach § 6b Abs. 4: Nur Konten, die auf den Namen des Spielers lauten und bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut geführt werden. Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten sind ausgeschlossen. Das ist der Mechanismus, der Bitcoin, Ethereum und ähnliche Zahlungsmittel im lizenzierten Markt aussperrt.
Spielergelder nach § 6b Abs. 6–7: Treuhandkonto mit Insolvenzschutz. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Das schafft mehr Freiheit bei Einzahlungen, aber keine deutsche Anlaufstelle bei Streit und keinen Zugriff auf das Sperrsystem. Wer aus einem anderen EU-Land auf einen lizenzierten deutschen Anbieter zugreift, fällt nicht unter das deutsche Schutzregime.
Livewetten und das Programm: was erlaubt ist
§ 21 Abs. 4 GlüStV lässt Livewetten während laufender Sportereignisse nur auf den Endausgang oder auf seltene Ereignisse im Spiel zu: nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja; nächster Punkt im Tennis und nächster Korb im Basketball nein. Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren sind ausgeschlossen, was Verbandsligen unterhalb der 3. Liga im Fußball betrifft. Esports ist nach GGL-Praxis kein Sport im Sinne des Gesetzes, sodass lizenzierte Esports-Wetten in Deutschland nicht bestehen. Virtuelle Sportwetten sind regulatorisch nicht etabliert. Cash Out kennt der GlüStV nicht; ob ein Anbieter die Funktion anbietet, regelt sein eigenes Hausrecht.
Verantwortungsvolles Spielen mit einer Full-Cover-Wette
Warum eine Lucky 31 das Budget stärker belastet als gedacht
Eine Full-Cover-Wette wirkt im ersten Moment wie eine clevere Risikostreuung. Sie streckt die Auswahl auf viele Linien und beschert selbst dann Teilauszahlungen, wenn nicht alle Tipps sitzen. Der Hebel liegt aber in der Multiplikation: Fünf Auswahlen ergeben 31 Linien, jede mit dem eigenen Linieneinsatz. Wer 5 € pro Linie tippt, gibt 155 € aus. Wer 10 € pro Linie anvisiert, liegt bei 310 €. Eine einzige Wette kann damit mehr kosten als das durchschnittliche Monatsbudget, das der GlüStV mit 1.000 € als Obergrenze für alle Anbieter zusammen ansieht.
Wer die Monatsobergrenze ernst nimmt, sollte die Linienanzahl im Verhältnis zum verbleibenden Budget setzen: Drei Lucky-31-Scheine zu 155 € summieren sich auf 465 €, vier zu 155 € bereits auf 620 €. Das passt noch in den Korridor, lässt aber keinen Puffer für andere Wetten im selben Monat.
Das Einzahlungslimit und der 72-Stunden-Testbetrieb
Wer neu ist, kommt in den Genuss des 72-Stunden-Testbetriebs nach § 6a GlüStV: maximal 100 € Einzahlung, keine Auszahlungen, am Ende entweder KYC-Verifizierung oder Sperre. Wer direkt mit dem vollen Wettangebot starten will, muss den vollständigen Identitätsnachweis vorlegen. Ausweiskopie, Adressnachweis und gegebenenfalls ein PEP-Check (politisch exponierte Person) gehören dazu.
Wer das Einzahlungslimit auf 10.000 € oder 30.000 € erhöhen will, muss gegenüber dem Anbieter oder der Limitdatei Einkommensnachweise oder Vermögensnachweise vorlegen. Eigene Angaben ohne Belege reichen nicht. Wer das Limit ausreizen will, kann sich also auf einen Verwaltungsakt einstellen, der mehrere Tage in Anspruch nimmt.
Sperren, Panikknopf und Hilfsangebote
Wer sich selbst sperren will, kann das direkt im Konto oder über jede GGL-konforme Beratungsstelle tun. OASIS trägt die Sperre in eine zentrale Datei, die von allen angeschlossenen Anbietern abgefragt wird. Wer aus einer Spielsucht-Phase heraus schnell handeln will, drückt den Panikknopf: 24 Stunden Sperre, sofort. Wer dauerhaft schützen will, spricht mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder einer Landesberatungsstelle.
Die folgende Tabelle fasst zusammen, was die zehn Vergleichsanbieter zur Lizenz sagen. Die Tabelle folgt dem Stand der Whitelist vom 2. Oktober 2026.
Anbieter im Vergleich: zehn GGL-lizenzierte Buchmacher für Full-Cover-Wetten
Vergleich der Lizenzlage
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| MERKUR BETS | Whitelist-Eintrag, Inhaber Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| Wettarena | Whitelist-Eintrag, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020 |
| bwin | Whitelist-Eintrag, Inhaber bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | Whitelist-Eintrag, Inhaber Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| LeoVegas | Whitelist-Eintrag, Inhaber LVSports Limited | 21.10.2024 |
| Sportingbet | Whitelist-Eintrag, Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tipico | Whitelist-Eintrag, Inhaber Tipico Co. Limited (Malta) | 09.10.2020 |
| Betway | Whitelist-Eintrag, Inhaber Betway Limited | 09.03.2021 |
| ODDSET | Whitelist-Eintrag, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| bet365 | Whitelist-Eintrag, Inhaber Hillside (Europe) ENC, Malta | 09.10.2020 |
Was die Zahlen bedeuten
Acht der zehn Anbieter tragen die erste Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, dem Tag, an dem die ersten Lizenzen nach dem neuen GlüStV-Regime vergeben wurden. ODDSET folgte am 18. November 2020, Betway am 9. März 2021, MERKUR BETS am 6. November 2023, LeoVegas am 21. Oktober 2024 als jüngster Einstieg. LeoVegas ist als jüngstes Glied der Liste für Wettende interessant, die einen neueren Player probieren wollen; gleichzeitig bedeutet ein jüngerer Erlaubniszeitpunkt auch eine kürzere deutsche Historie. Wer auf einen Anbieter mit langer deutscher Historie setzt, landet eher bei Tipico, bwin, bet365 oder AdmiralBet.
Die Folgeerlaubnisse, die Whitelist zeigt etwa für AdmiralBet Folgeerlaubnisse am 13. Dezember 2022 und am 29. Juli 2024, sind Verlängerungen oder Erweiterungen. Sie zeigen einen Anbieter, der sich auf die Compliance-Pflichten eingestellt hat und in regelmäßigen Abständen erneut genehmigt wird.
Die zehn Anbieter im Detail
MERKUR BETS
Merkur Bets ist mit der Erlaubnis vom 6. November 2023 der jüngste Eintrag im Whitelist-Korridor und gehört zur Merkur-Gruppe, die in Deutschland aus Spielhallen, Sportwetten und Online-Casinospielen bekannt ist. Die Plattform konzentriert sich auf Sportwetten und verzichtet auf ein klassisches Casino-Programm auf der gleichen Domain. Wer ein Markenprodukt aus dem Stationärhandel sucht und online die gleiche Handschrift erwartet, ist hier richtig. Der MERKUR BETS CLUB – eine Freebet-Aktion für Kombiwetten und Betbuilder – lief nach den Bedingungen vom 9. Juni 2025 bis zum 14. Juli 2025; wöchentlich wurde eine Freebet über 5 € ausgeschüttet, wenn der Spieler in der Vorwoche mindestens 25 € Einsatz auf qualifizierende Wetten gebracht hatte, mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote ab 4,00. Die Aktion war befristet, gehört also zum Saisonkalender, nicht zum dauerhaften Angebot. Das Programm an Sportarten deckt Fußball, Tennis und Handball ab; der Markt ist solide, aber nicht so breit wie bei bwin oder bet365. Für Wettende, die einen inländischen Marken-Anbieter mit klarer deutscher Hand bevorzugen und nicht zwingend 40 Sportarten brauchen, ist MERKUR BETS eine plausible Adresse.
Wettarena
Wettarena trägt die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, ist also Teil der ersten Stunde. Die Plattform zeigt ein deutsches Wettprogramm mit Fokus auf Fußball und Eishockey sowie ein Slots-Angebot unter eigener Domain. Bei den Wettbedingungen lohnt sich ein Blick in die AGB: Der Höchstgewinn pro Wettschein und pro Woche kann bis zu 250.000 € betragen, ein Betrag, der eher an den oberen Rand der Anbieterlandschaft reicht. Ohne Kundenkonto – also bei einem Einsatz ohne Registrierung – liegt die Auszahlungsgrenze bei 1.999,99 €; Gewinne darüber werden erst nach Kontoeröffnung ausgezahlt. Das ist eine praktische Klausel, weil sie die Testphase ohne KYC umreißt: Wer ohne Konto spielt, gewinnt weniger als 2.000 € pro Schein oder wechselt ins registrierte Spiel. Für Wettende, die ein klassisches deutsches Wettprogramm mit klaren Auszahlungsregeln suchen, ist Wettarena ein solider Mittelweg, geprägt von einer Erlaubnisphase, in der die meisten Vergleichsbuchmacher ebenfalls lizenziert wurden.
bwin
bwin zählt zu den ersten lizenzierten Anbietern und gehört zur Entain-Gruppe, einem der größten Glücksspielkonzerne weltweit. Die App ist im Apple App Store unter dem Namen „bwin – Sportwetten App“ eingetragen, Anbieter ist die bwin.party entertainment Limited; in der Store-Beschreibung sind Cashout (manuell und automatisch), Live-Streams, Live-Statistiken sowie Kombi-Boost und Quoten-Boost aufgeführt. Quoten-Boost bedeutet eine erhöhte Quote auf ausgewählte Wetten, Kombi-Boost einen Aufschlag auf die Auszahlung von Kombiwetten, gestaffelt nach Anzahl der Auswahlen. Das Fußball-Programm ist tief, mit Spezialwetten auf Spielerstatistiken, Ecken und Karten. Im Tennis-, Basketball- und Eishockey-Bereich deckt bwin die internationalen Ligen ab. Livewetten decken einen breiten Anteil der Top-Ligen ab, allerdings mit den Einschränkungen, die § 21 Abs. 4 GlüStV für In-Play setzt. Für Wettende, die auf Tiefe im Fußball-Programm und starke Live-Funktionen Wert legen, ist bwin eine der Top-Adressen; der Einsatz auf eine Super-Kombi ist eine spekulative Wette, die bei bwin ein tiefes Wettprogramm mit Live-Funktionen verbindet.
AdmiralBet
AdmiralBet ist die österreichisch geprägte Marke der Novomatic-Gruppe. Die Whitelist führt die Greentube Betting Malta Limited als Inhaberin, mit der Erlaubnis vom 9. Oktober 2020, einer Folgeerlaubnis am 13. Dezember 2022 und einer weiteren Folgeerlaubnis am 29. Juli 2024. Zusätzlich besteht für die Domain slots.admiralbet.de eine Casino-Erlaubnis seit dem 28. September 2022. Das Sportwetten-Programm fokussiert auf Fußball und Tennis; Spezialwetten sind im österreichisch geprägten Stil gehalten, mit einer Reihe an Spielerwetten und einer kleinen, aber stabilen Livewetten-Sektion. Das Casino-Programm gibt es unter eigener Lizenz, was bei einer Full-Cover-Wette wie der Lucky 31 irrelevant ist, aber bei der Frage nach Anbieter-Konzerne für die Sicherheitsbewertung zählt: Wer einen österreichischen Marken-Hintergrund schätzt, der auf Spielbanken und Wettbüros baut, findet in AdmiralBet den entsprechenden Online-Ableger.
LeoVegas
LeoVegas ist mit Erlaubnis ab dem 21. Oktober 2024 der jüngste Eintrag im Vergleichsset und Teil des schwedischen LeoVegas-Konzerns, der ursprünglich im Mobile-Casino groß wurde. Das Sportwetten-Programm ist im Aufbau, mit Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey; eine Folgeerlaubnis datiert die Whitelist nicht, was eine erste Erlaubnis vermuten lässt, die noch keine Verlängerung erfordert hat. Für Wettende, die einen neueren Anbieter suchen, der die Erfahrung aus dem Mobile-Casino auf mobile Sportwetten überträgt, ist LeoVegas die Anlaufstelle. Das Casino-Angebot läuft unter slots.leovegas.de mit eigener Erlaubnis seit dem 27. Februar 2023, was die Spaltung der Lizenzen innerhalb der LeoVegas-Gruppe illustriert. Wer eine breite Sportauswahl erwartet, findet sie bei LeoVegas (noch) nicht; wer einen funktionalen, frischen Anbieter mit deutschem Whitelist-Status sucht, legt sich hier fest.
Sportingbet
Sportingbet ist Teil der Entain-Gruppe und führt die deutsche Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnis am 21. Dezember 2022. Die Wettregeln sprechen klar von einer Steuer von 5 % des Wetteinsatzes nach § 17 RennwLottG, die bei gewonnenen Wetten vom Bruttogewinn einbehalten wird. Das ist der klassische Quotenabschlag: 5 % auf Einsatz × Quote, nicht 5 % auf den Einsatz selbst. Die AGB setzen zudem einen Höchstgewinn pro Sportwette von 100.000 € und innerhalb von sieben Tagen eine Obergrenze von 250.000 € Nettogewinn ohne Einsätze, bei deren Überschreitung keine Auszahlungspflicht besteht. Cash Out ist nur bei Einzel- und Kombiwetten möglich, nicht bei Systemwetten und nicht bei Wetten, die als FreeBet abgeschlossen wurden. Der „Konfigurator+“ bündelt Auswahlen aus verschiedenen Partien; das Fußball-Programm deckt europäische Ligen ab; Tennis, Basketball und Eishockey ergänzen das Sortiment. Für Wettende, die eine Systemwette wie die Lucky 31 über mehrere Sportarten bauen wollen, ist die Cash-Out-Beschränkung auf Einzel- und Kombiwetten eine harte Klausel; sie bedeutet, dass der laufende Ausstieg aus dem Schein nicht möglich ist. Wer das Format aber als klassische Set-and-Forget-Wette spielt, findet mit Sportingbet einen lizenzierten Anbieter mit klarem Steuerhinweis.
Tipico
Tipico ist der deutsche Platzhirsch. Die Co. Limited sitzt im Portomaso Business Tower in San Ġiljan, Malta, gegründet 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle. Die Whitelist-Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnis am 9. Dezember 2022. Die Marke ist in Deutschland über Wettshops omnipräsent und führt im Online-Programm ein tiefes Fußball-Angebot mit Spielerspezialwetten, Livewetten und Konfigurator. Die Frage, ob Tipico in Deutschland gegen seinen Lizenzvorgaben verstieß, ist Gegenstand des beim EuGH anhängigen Verfahrens C-530/24; der Generalanwalt sieht in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 eine Rückzahlungspflicht als möglich. Das ist keine Prognose, sondern eine juristische Linie, die noch nicht feststeht. Für die Wettauswahl ändert sich dadurch nichts; Tipico bleibt ein GGL-lizenzierter Anbieter, der das Programm auf die Fußball-Bundesliga zuschneidet und im Tennis- und Basketball-Bereich solide Auswahlen liefert. Wer in Deutschland auf einen Mainstream-Anbieter mit deutscher Markensprache setzt, liegt hier richtig.
Betway
Betway führt die Whitelist-Erlaubnis seit dem 9. März 2021, mit Folgeerlaubnis am 23. Dezember 2022. Die App „Betway Sports Live Sportwetten“ ist im Apple App Store eingetragen; die Store-Beschreibung hebt Cashout hervor – das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, Anzeige des aktuellen Wettwerts, Auszahlung des Gesamtbetrags oder eines Teils. Für Lucky-31-Wetten ist Cashout nach den meisten Anbieter-Regeln ausgeschlossen, sodass die Funktion hier eher für die flankierenden Einzel- und Kombiwetten interessant ist. Betway bietet zudem einen „Wettkonfigurator+“ für Fußballspiele an, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert; das ist die Alternative zu klassischen Kombiwetten und kann eine Lucky 31 ergänzen, aber nicht ersetzen. Das Sportartenportfolio umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball und, mit Einschränkungen, weitere Märkte. Für Wettende, die Cashout auf Einzel- und Kombiwetten aktiv nutzen und einen Konfigurator für mehrere Spiele schätzen, ist Betway eine eigene Adresse; für eine Full-Cover-Wette wie die Lucky 31 liefert das Programm die notwendige Linienstruktur, ohne bei Cashout nachzulegen.
ODDSET
ODDSET ist die traditionsreiche Marke der Oddset Sportwetten GmbH, deren Erlaubnis am 18. November 2020 startet und deren Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022 wirksam wurde. In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen formuliert ODDSET die Wettgebühr explizit als „Quotenabschlag“ von 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette, abgezogen nach Gewinn und vor Auszahlung. Die Systemtabelle von ODDSET ist zudem die direkte Referenz für die Frage, wie viele Wetten das System „ALL“ bei fünf gewählten Tipps ergibt: 31 Wetten, also die Summe aus Einzelwetten, internen Systemen und Gesamtkombi. Damit ist ODDSET der Anbieter, an dem sich diese Zahl am einfachsten verifizieren lässt. Das Sportwetten-Programm ist klassisch deutsch: Fußball tief, Tennis solide, Eishockey und Handball ergänzend. Für Wettende, die explizit nachvollziehen wollen, wie eine Lucky 31 in 31 Linien zerfällt, ist ODDSET der formelle Schlüssel; für Spieler, die einen breiteren internationalen Markt suchen, sind bwin oder bet365 ergiebiger.
bet365
bet365 zählt zu den drei größten Online-Wettanbietern weltweit. Die Whitelist führt die Hillside (Europe) ENC als Inhaberin mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, mit Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. Die Plattform liefert ein Quoten-Boost-Programm für den Wetten-Konfigurator ab drei Auswahlen und kombinierten Quoten ab 2,00 sowie einen Gewinn-Boost für Kombiwetten, dessen Prozentsatz mit der Zahl der Auswahlen steigt. Konfigurator und Kombiwetten sind die zwei Mechanismen, mit denen bet365 eigene Wetten auf einem Spiel bündelt; für die Lucky 31 als systemische Full-Cover-Wette nutzt der Anbieter das separate Systemwetten-Modul, das Auswahlen aus verschiedenen Märkten kombiniert. Das Sportportfolio reicht von Fußball und Tennis über Basketball, Eishockey und Handball bis zu Darts und Snooker. Cashout ist verfügbar, mit den üblichen Einschränkungen für System- und Freebet-Wetten. Live-Streams decken abhängig von der Verbreitungsrechte-Situation europäische Ligen ab. Für Wettende, die auf Quoten-Tiefe, breite Sportauswahl und starke Live-Sektion setzen, ist bet365 die Referenzadresse; wer mit kleinen Budgets spielt, sollte die Linienanzahl der Full-Cover-Wette im Auge behalten, denn 31 Linien zu 2 € sind bereits 62 € aus einem einzigen Schein.
Was eine Lucky 31 konkret auszahlt: Ein Rechenbeispiel
Eine Lucky 31 rechnet sich nicht am Werbeversprechen, sondern an den Linien und der Multiplikation. Für das folgende illustrative Szenario gelten Quoten von 1,50 / 2,00 / 2,50 auf fünf fiktive Auswahlen, ein Linieneinsatz von 1 € und damit ein Gesamteinsatz von 31 € pro Schein. Diese Annahmen sind kein konkreter Tipp, sondern ein Zahlenbeispiel, an dem die Mechanik sichtbar wird.
Maximalfall – fünf richtige Tipps. Eine einzige Quote von 1,50 bringt auf einer Einzelwette 1,50 € zurück. Eine Quote von 2,00 bringt 2,00 € und eine Quote von 2,50 bringt 2,50 €. Bei fünf richtigen Tipps aktivieren sich alle 31 Linien. Die genauen Rückzahlungsbeträge hängen von der konkreten Verteilung der Quoten auf die fünf Auswahlen ab und davon, wie viele Auswahlen jeweils auf einer Linie liegen. Als Bandbreite lässt sich festhalten: Bei fünf Auswahlen mit Quoten zwischen 1,50 und 2,50 liegt die Maximalauszahlung in der Größenordnung von rund 90 € bis 150 € aus 31 € Einsatz, wenn tatsächlich alle fünf Tipps halten. Die Spannweite ergibt sich aus der Mischung aus niedrigen und hohen Quoten innerhalb der Systemreihen. Bei fünf konstant niedrigen Quoten um 1,50 sinkt die Bandbreite, bei fünf höheren Quoten steigt sie; eine eindeutige Einzelsumme gibt es ohne Festlegung der Verteilung nicht.
Teilauszahlung – vier richtige Tipps. Verliert eine Auswahl, fallen alle Systemreihen weg, die auf ihr beruhen. Vier Treffer aktivieren die Einzelwetten auf den vier korrekten Tipps, die Zweier-, Dreier- und Vierer-Kombinationen ohne den falschen Tipp. Die Auszahlung verringert sich auf einen Bruchteil des Maximalfalls. Als Bandbreite ist mit etwa 12 € bis 25 € aus 31 € Einsatz zu rechnen, abhängig davon, welche Auswahl verliert und welche Quote sie trug.
Teilauszahlung – drei richtige Tipps. Drei Treffer aktivieren die drei Einzelwetten, drei Zweier-Kombinationen und eine Dreier-Kombination. Die Auszahlung liegt im niedrigen einstelligen bis unteren zweistelligen Bereich; oftmals wird der Einsatz nicht vollständig zurückgespielt.
Teilauszahlung – zwei richtige Tipps. Zwei Treffer aktivieren die zwei Einzelwetten und eine Zweier-Kombination. Die Auszahlung bleibt in der Regel unter dem Gesamteinsatz; je nach Quoten der zwei Treffer kann ein Verlust vermieden werden, meist aber nicht.
Ein oder null richtige Tipps. Bei einem Treffer wird die Einzelwette ausgezahlt; bei null Treffern ist der gesamte Einsatz verloren.
Wichtig ist die Mechanik, nicht die konkrete Zahl. Eine Lucky 31 verliert den vollständigen Gesamteinsatz nur dann, wenn keine der fünf Einzelwetten sitzt. Das unterscheidet sie von einer reinen Kombiwette, die bereits beim ersten Fehler den vollen Einsatz verliert. Wer das höhere Risiko eines Gesamteinsatzes von 31 € pro Linieneuro scheut, aber von der Streuung profitieren will, reduziert die Linie auf den Mindesteinsatz und gleicht die Volumina über mehrere kleine Scheine aus.
Worauf bei einer Lucky 31 zu achten ist
Quoten und Mindestgrenze
Anbieter setzen für Systemwetten oft eine Mindestquote pro Auswahl voraus. Liegt eine Auswahl unterhalb dieser Grenze, wird sie aus der Systemwette ausgeschlossen oder der gesamte Schein nicht angenommen. Die jeweilige Mindestgrenze variiert; ODDSET und andere deutsche Anbieter arbeiten mit Quoten ab 1,10 oder 1,20 als Schwelle. Die genaue Zahl findet sich im Wettschein und in den AGB. Wer eine Quote knapp über 1,50 in einen Lucky-31-Schein setzt, sollte prüfen, ob die Mindestgrenze bereits überschritten ist.
Teilauszahlungen und Verlustbegrenzung
Eine Lucky 31 ist nicht selbstverständlich profitabel, wenn vier von fünf Tipps halten. Bei niedrigen Quoten auf den ausgefallenen Auswahlen kann der kombinierte Bruttoerlös unter den 31 € Einsatz fallen. Der Vorteil des Formats ist nicht die garantierte Auszahlung, sondern die Varianz-Reduktion: Ein einzelner falscher Tipp zieht nicht den vollen Verlust nach sich, sondern nur den Verlust der abhängigen Systemreihen.
Zeitfenster und Marktabdeckung
Full-Cover-Wetten lohnen sich besonders, wenn mehrere Begegnungen parallel oder in dichter Folge stattfinden. Wer die fünf Auswahlen über einen Zeitraum von drei Tagen verteilt, muss Quotenbewegungen in Kauf nehmen und riskiert, dass einzelne Auswahlen aus dem Wettprogramm fallen. Bei In-Play-Wetten sind die Quoten zum Zeitpunkt der Platzierung maßgeblich; Cashout ist auf Systemwetten in der Regel ausgeschlossen, sodass das Halten über mehrere Tage kein vorzeitiges Aussteigen erlaubt.
Wettsteuer und Nettogewinn
Wer bei einem Anbieter mit Quotenabschlag spielt, kalkuliert mit Netto-Quoten. Eine Brutto-Quote von 2,00 ergibt bei 5 % Abzug einen Nettogewinn, der niedriger ist. Wer die Wettsteuer in seine Erwartung einpreist, vergleicht die Nettogewinne zweier Auswahlen miteinander – bei einem Anbieter ohne Quotenabschlag und einem mit 5 % Quotenabschlag liegt der direkte Vergleich bei einem Faktor von 1,05. Das ist der Multiplikator, mit dem die „besseren Quoten“ eines Anbieters ohne Quotenabschlag relativ zu einem mit Abschlag zu bewerten sind.
Wie die Anbieterwahl die Full-Cover-Mechanik verändert
Wettprogramm und Verfügbarkeit der Systemwette
Nicht jeder Anbieter mit deutscher Lizenz bietet Systemwetten im engeren Sinn an, schon gar nicht jede Kombination aus Einzelwetten und Systemreihen. ODDSET führt das System „ALL“ explizit als 31-Linien-Konstrukt und liefert damit eine formelle Referenz. bwin und bet365 stellen Konfigurator und Kombiwetten voran; eine klassische Lucky 31 als getrennt ausgewiesene Systemwette ist nicht immer vorzufinden, sondern muss über den Wettschein zusammengeklickt werden.
Wettsteuer und Brutto-Netto-Rechnung
Winamax bewirbt „0 % Wettsteuer“ und beruft sich auf eine Odoxa-Studie. Wer die Studie ernst nimmt, sieht den Bezug auf 2.967 Spiele zwischen April und August 2025, bei denen Winamax in 45 % der Fälle die beste Quote stellte. Für die Lucky 31 als Systemwette heißt das: Kein Quotenabschlag, dafür Quoten, die in den 55 % der Fälle nicht vorne liegen können. ODDSET und Sportingbet ziehen den Quotenabschlag; die Brutto-Quoten müssen diese 5 % überkompensieren, damit die Netto-Auszahlung mit einem Anbieter ohne Abschlag mithält. Wer die Wahl hat, sollte die Quoten der fünf anvisierten Auswahlen direkt vergleichen – nicht pauschal, sondern selektiv.
Cashout und Spielerverhalten
Cashout ist bei Systemwetten kaum verfügbar. Sportingbet, Winamax und andere schließen Systemwetten explizit aus. Wer die Möglichkeit haben will, aus dem Schein vorzeitig auszusteigen, muss die Linienstruktur manuell in Einzel- und Kombiwetten aufteilen und verliert damit die Vorteile der Full-Cover-Struktur.
Bonusbedingungen
Willkommensboni unterliegen Umsatzbedingungen. bpremium verlangt eine Umsetzung des Fünffachen des Bonusbetrags und des Fünffachen der zugehörigen Einzahlung bei Mindestquoten ab 1,7. Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets; die Freebets selbst sind ohne Umsatzbedingungen, die Einzahlung muss einmal bei Mindestquote 1,05 umgesetzt werden. Das sind die groben Linien, in denen Umsatzbedingungen das Lucky-31-Spiel einschränken können, wenn die Mindestquote oberhalb der Mindestquote für Systemwetten liegt.
Auszahlungslimits und Höchstgewinne
Generelle Regelungen
Wettarena setzt einen Höchstgewinn von bis zu 250.000 € pro Wettschein und pro Woche, abhängig von der AGB-Fassung. Die Grenze ist hoch genug, um im privaten Spielraum keine Rolle zu spielen, dient aber als Versicherung gegen Spitzengewinne aus System- oder Großereigniswetten.
Sportingbet legt den Höchstgewinn pro Sportwette auf 100.000 € fest; in einer rollierenden Sieben-Tage-Frist liegt die Obergrenze bei 250.000 € Nettogewinn ohne Einsätze, darüber hinaus besteht keine Auszahlungspflicht. Für Lucky-31-Scheine mit kleineren Linieneinsätzen ist diese Grenze nicht erreichbar; wer mit Spitzeneinsätzen spielt, sollte sie im Auge behalten.
Auszahlung bei nicht verifizierten Konten
Wettarena zahlt Gewinne über 1.999,99 € nur an verifizierte Konten aus. Für die meisten Spieler ist das kein Thema, weil die Vollverifizierung ohnehin innerhalb von 72 Stunden Pflicht ist. Wer mit Spielgeld oder Testkonto experimentiert, sollte sich der Obergrenze bewusst sein.
Was die Auswahl des Anbieters kostet
Eine Lucky 31 ist im Kern eine Mechanik aus fünf Quoten, 31 Linien und einem Linieneinsatz, der als Multiplikator auf alle Linien durchschlägt. Welcher Anbieter das beste Angebot macht, hängt nicht an einer Kennzahl, sondern an drei Stellschrauben:
Erstens, die Nettogewinn-Mechanik. Bei einem Anbieter ohne Quotenabschlag sind die Brutto-Quoten die Auszahlung. Bei einem Anbieter mit 5 % Quotenabschlag sind es die Netto-Quoten. Die Differenz pro Linie summiert sich bei einer Lucky 31 auf 31 Linien – das ist die Größenordnung, in der die Auswahl des Anbieters prozentual den größten Hebel hat.
Zweitens, die Verfügbarkeit des Formats. Wer das System „ALL“ explizit im Wettschein anbietet, vereinfacht die Eingabe. Wer es nur als interne Konfiguration unterstützt, verlangt mehr Vorwissen. ODDSET liefert die formal saubere Referenz; bwin und bet365 verlangen die Zusammenstellung über die regulären Wettfunktionen.
Drittens, die Zusatzfunktionen. Cashout ist bei Systemwetten selten. Wer Cashout auf den flankierenden Wetten haben will, sucht sich einen Anbieter mit solider Cashout-Sektion (Betway, bwin, bet365). Wer dagegen die Wette als Set-and-Forget spielt, kann jedes GGL-lizenzierte Haus nehmen.
Die wichtigsten Punkte für den Vergleich
Der Vergleich der zehn Anbieter zeigt zwei strukturelle Linien.
Die Mehrheit trägt den Quotenabschlag. Sieben bis acht der zehn Anbieter ziehen einen Quotenabschlag von 5 % auf den Bruttogewinn, ausdrücklich geregelt in den AGB oder Wettregeln. Wer einen dieser Anbieter wählt, bekommt eine moderate Brutto-Quote, die durch den Abzug im Mittelwertvergleich gegen einen Anbieter ohne Abschlag konkurriert. Für die Lucky 31 spielt der Quotenabschlag auf alle 31 Linien, weil jede auszahlungspflichtige Linie die Bemessungsgrundlage bildet.
Ausnahmen sind die Minderheit. Winamax bewirbt „0 % Wettsteuer“ und belegt das mit einer Studie zur Quotenverteilung. Wer die Werbeaussage genau nimmt, vergleicht die Winamax-Quoten für die fünf persönlichen Auswahlen mit den Netto-Quoten eines Anbieters mit Abschlag. Wenn die fünf Quoten überwiegend zugunsten Winamax ausfallen, ist der Verzicht auf den Abschlag ein Vorteil. Wenn nicht, ist der Studienwert Makulatur.
Die Markentreue spielt eine eigene Rolle. Wer an Tipico, bwin oder bet365 aus Gewohnheit festhält, hat einen eingebauten Switching-Cost. Wer offen für einen Wechsel ist, sollte die fünf aktuellen Quoten vergleichen und erst danach entscheiden.
Häufige Fragen
Was ist eine Lucky-31-Wette, und woraus besteht sie?
Eine Lucky-31-Wette ist eine Full-Cover-Wette auf fünf Auswahlen. Sie bündelt fünf Einzelwetten, zehn Zweier-Kombinationen, zehn Dreier-Kombinationen, fünf Vierer-Kombinationen und eine Fünfer-Kombination – insgesamt 31 Wetten. Wer 1 € pro Linie setzt, gibt 31 € für den Schein aus. Vorteilhaft im Vergleich zur reinen Kombiwette: Selbst wenn nicht alle Tipps halten, werden die Systemreihen ausgezahlt, die auf den richtigen Auswahlen beruhen. Der Einsatz ist höher als bei einer Kombiwette mit gleichem Linieneinsatz.
Wie viele Wetten ergibt das System „ALL“ bei fünf gewählten Tipps?
Die Systemtabelle von ODDSET weist für fünf gewählte Tipps im System „ALL“ 31 Wetten aus: die fünf Einzelwetten, alle internen Systeme und die Gesamtkombiwette. Die Zahl ergibt sich aus der Kombinatorik von fünf Auswahlen: 5 + 10 + 10 + 5 + 1 = 31. Wer das Format programmatisch nachvollziehen will, rechnet fünf Auswahlen über die Reihe C(5,1) bis C(5,5) und addiert die Werte.
Wie unterscheidet sich die Lucky 31 von der Lucky 15?
Die Lucky 15 arbeitet auf vier Auswahlen, die Lucky 31 auf fünf. Die Wettenzahl steigt von 15 auf 31 – fast eine Verdoppelung. Wer auf der 15er-Variante 1 € pro Linie setzt, gibt 15 € aus; auf der 31er-Variante mit gleichem Linieneinsatz sind es 31 €. Die Grundmechanik bleibt dieselbe: Teilauszahlungen bei nicht vollständig richtigen Tipps, kombinierter Höchstgewinn bei vollständig richtigen Tipps. Der Unterschied liegt in der Auswahlebene, nicht im Auszahlungsprinzip.
Wie berechnet ein Lucky-31-Rechner den Gesamteinsatz und die Auszahlung?
Ein Rechner erwartet fünf Dezimalquoten und einen Linieneinsatz. Der Gesamteinsatz ergibt sich aus dem Linieneinsatz mal 31. Die maximale Auszahlung folgt aus der Summe der 31 Teilprodukte, gebildet aus jeder möglichen Kombination der fünf Quoten multipliziert mit dem Linieneinsatz. Bei Teilauszahlungen werden nur die Reihen berücksichtigt, die ausschließlich auf richtigen Auswahlen beruhen. Wer die Rechnung manuell nachvollziehen will, geht die Binomialkoeffizienten C(5,k) für k = 1 bis 5 durch und multipliziert die jeweiligen Quotenprodukte mit dem Linieneinsatz.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Gewinne aus Systemwetten aus?
Die Sportwettensteuer beträgt nach §§ 17, 18 RennwLottG 5,3 % auf eine Bemessungsgrundlage, die der Einsatz minus die Steuer selbst ist, also rund 5,03 % des tatsächlich gezahlten Einsatzes. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler. Der Anbieter entscheidet, ob und wie er sie an die Wettenden weitergibt – als Quotenabschlag auf den Bruttogewinn, als Quotenabschlag auf den Einsatz oder gar nicht. Die Auszahlung, die beim Spieler ankommt, kann also brutto oder netto nach Anbieter-Regel sein, niemals aber zwangsläufig um 5,3 % oder 5 % gemindert. Wer den Nettoerlös einer Lucky 31 schätzen will, muss die konkrete AGB-Klausel des Anbieters prüfen.
Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter für Lucky-31-Wetten eine deutsche Erlaubnis auf der Whitelist hat?
Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist die einzige autoritative Quelle. Sie ist unter glücksspiel-behoerde.de abrufbar und führt jeden Anbieter mit Domain, Inhaber und Datum der Ersterlaubnis sowie der Folgeerlaubnisse. Wer die Domain eines Anbieters dort nicht findet, sollte nicht dort wetten – unabhängig von Markenwerbung, Slogans oder einer vermeintlichen Lizenz aus Malta oder Curaçao. Für die im Vergleich genannten zehn Anbieter ist die Whitelist am 2. Oktober 2026 Stand der Prüfung.
Wettarten – wettbonusinfo
Inhalt erstellt vom Team «wettbonusinfo»
