Online auf Cricket wetten 2026 – was erlaubt ist und wer Cricket im Programm führt

Updated Oktober 2026
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Wer in Deutschland auf Cricket wetten will, braucht zuerst einen Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis. Erst danach lohnt sich der Blick auf Spielformat, Wettmarkt und Quote. Erfahren Sie hier alles Wichtige zur Rechtslage, zu den Spielformen und zu den lizenzierten Buchmachern, die Cricket im Programm führen – und wo das Angebot für deutsche Wettende endet.

Ein weites grünes Cricketfeld mit einem hellen Streifen in der Mitte, tief stehende Sonne, im Hintergrund eine leere Tribüne.
Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.

Aktualisiert am Oktober 16, 2026; Lizenzstatus geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Rechtslage: Nur GGL-lizenzierte Anbieter dürfen Cricket-Wetten annehmen

Seit dem 1. Juli 2021 ist der Glücksspielstaatsvertrag 2021 in Kraft. Er überträgt die Erlaubnis für Sportwetten im Internet der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Eine Wette auf Cricket in Deutschland ist deshalb nur bei einem Anbieter legal, dessen Domain auf der GGL-Whitelist steht. Eine .de-Domain allein belegt das nicht: Auch Anbieter ohne deutsche Erlaubnis nutzen Endungen unter .de.

Eine kleine Messingwaage steht auf einem Holztisch vor einem Fenster, weiches Tageslicht, daneben ein leeres Notizbuch.
Die GGL warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Die GGL-Whitelist führt am Stichtag 2. Oktober 2026 genau 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten), dazu drei reine Pferdewetten-Erlaubnisinhaber – das sind 30 Einträge insgesamt. Die Erlaubnis wird nach § 9 Abs. 8 GlüStV erteilt und nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 kontrolliert. Eine erstmalige Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1). Die Whitelist zeigt nur das Datum der Erteilung, kein Enddatum – ein Endzeitpunkt lässt sich daraus nicht ableiten.

Für eine Wette auf eine Cricket-Partie heißt das: Wer Cricket anbietet, braucht zwingend eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis. Wer ohne diese Erlaubnis Wetten in Deutschland anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Wirkung. Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt.

Strafrechtlich bleibt festgehalten: Wer Sportwetten ohne Erlaubnis veranstaltet, riskiert Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe (§ 284 StGB); wer dafür wirbt, bis zu einem Jahr. Die Teilnahme als Spielender (§ 285 StGB) ist mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bedroht – eine Verfolgung einzelner Wettender ist allerdings nicht etabliert. Hier wird weder verharmlost noch dramATISIERT.

Zivilrechtlich ist die Lage in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – Ausnahme: Die Behörden haben zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Daraus folgt kein Anspruch auf Rückzahlung; die Endentscheidung des Gerichtshofs steht aus.

Was konkret erlaubt ist: Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder einen Abschnitt davon – einzeln oder in Kombination (§ 21 Abs. 1). Was nicht erlaubt ist: Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren (in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateur), manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Soziale oder politische Ereignisse sind ebenfalls kein erlaubter Wettgegenstand. Auf Esports darf in Deutschland nicht gewettet werden, weil Esports nach GGL-Auffassung kein Sport ist. Virtuelle Sportwetten: nicht etabliert, hier wird nichts dazu geschrieben.

Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 nur während eines laufenden Spiels auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz und ähnliche Komponenten in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. „Nächster Punkt“ beim Tennis oder „nächster Korb“ beim Basketball sind damit nicht erlaubt, „nächstes Tor“ im Fußball schon. Für Cricket bedeutet das: Die erlaubten Live-Märkte sind eng umrissen.

Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz pro Wette gibt es im Sportwettenrecht nicht.

Spielerschutz: Was jedes lizenzierte Konto absichert

Die deutsche Regulierung setzt beim Spielerschutz an – nicht am Bonus. Wer bei einem Whitelist-Anbieter wettet, ist automatisch in drei Systeme eingebunden.

Ein Cricketschläger aus hellem Holz und ein roter Lederball liegen auf kurzem Rasen, weiches Abendlicht.
Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je 11 Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.

Mindestalter ist 18 Jahre (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter ist ein Konto mit vollständiger Verifikation zugelassen (§ 6a). Vor der Verifikation darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb bei einem Einzahlungslimit von 100 € ohne Auszahlung erlauben. Wer das Limit ausschöpfen will, muss den Ausweis vorlegen.

Das gemeinsame Einzahlungslimit (§ 6c Abs. 1) beträgt 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg. Es wird technisch über die Limitdatei LUGAS durchgesetzt; Spielende können es nicht durch parallele Konten umgehen. Ein Anbieter darf für eine einzelne Person ein höheres Limit setzen, wenn wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachgewiesen ist – bis 10.000 € allgemein, im Bereich 10.000–30.000 € höchstens für ein Prozent der aktiven Spielenden. Eine Selbsterklärung reicht dafür nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen.

Das Spielersperrsystem OASIS (§§ 8, 8a) wird bei Registrierung und Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der oder die Spielende selbst eine Frist benennt; ohne Frist mindestens ein Jahr.

Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Parallelspiel über mehrere Konten ist nach § 6h verboten; die Aktivitätsdatei erkennt das.

Zahlungen sind nur von einem Konto möglich, das auf den eigenen Namen lautet und bei einem Institut nach Geldwäschegesetz geführt wird (§ 6b Abs. 4). Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonymer Prepaid – sind damit aus dem lizenzierten Markt herausgehalten. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter im Einzelfall akzeptiert, steht in seinen Bedingungen; dazu später mehr.

Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7).

Offshore-Anbieter sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen. Eine dortige Sperre gilt nur im jeweiligen Anbieter; das 1.000-€-Limit existiert dort nicht.

Werbung und Bonusregeln: Was Cricket-Wettende von Werbung erwarten dürfen

Werbung für unerlaubte Angebote ist verboten (§ 5 Abs. 7). Für legale Anbieter gilt: Werbung zwischen 06:00 und 21:00 Uhr ist für Automaten, Online-Poker und Online-Casinospiele untersagt – nicht für Sportwetten. Für Sportwetten greift ein Werbeverbot unmittelbar vor und während einer Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal; aktive Sportlerinnen, Sportler und Funktionäre dürfen nicht in der Werbung auftreten; eine Vergütung von Affiliate-Partnern nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz ist untersagt (§ 5 Abs. 3, 6).

Der GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus der Höhe nach begrenzt. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen ausschließlich aus den Bedingungen jedes Anbieters. Promo-Codes werden auf dieser Seite nicht abgedruckt – sie wechseln, und die Seite soll den Mechanismus erklären, nicht zum Klicken auffordern.

Sportwettensteuer: 5,3 %, aber nicht vom Einsatz

Die Sportwettensteuer ist in §§ 16–25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „eingezahlter Einsatz minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Auf den Betrag, den der oder die Spielende einzahlt, wirkt das wie 5,3 von 105,3 – rund 5,03 %. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der oder die Wettende (§ 19). Ob und wie der Anbieter die Steuer an die Spielenden weitergibt, steht in seinen Bedingungen. Die Aussage „5,3 % vom Einsatz“ ist falsch: 5,3 % sind die Quote auf die Bemessungsgrundlage, die selbst der Einsatz abzüglich Steuer ist.

Gewinne privater Wettender sind auf erster Ebene nicht abschließend geregelt – allgemeine Information, im Zweifel Steuerberatung.

Cricket: Spielformat, das die Märkte prägt

Wer Cricket-Wetten liest, muss drei Formate unterscheiden. Sie haben unterschiedliche Längen, unterschiedliche Regeln und damit unterschiedliche Wettmärkte.

Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je elf Spielerinnen und Spielern gegenüber. Ein Spiel hat zwei oder vier Innings. Ein Over umfasst sechs reguläre Bälle. Soviel zur Grundeinheit.

Ein Test-Match kann bis zu fünf Tage dauern, mit täglich drei Sessions von etwa zwei Stunden. Ein One-Day International (ODI) umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings. Twenty20 (T20) spielt 20 Overs pro Innings und ist auf höchstens 75 Minuten pro Innings angelegt. Zwischen ODI und T20 unterscheidet die Wettmärkte vor allem die Zeitstruktur – und damit, wie sinnvoll eine Live-Wette über den Tag verteilt ist.

Drei Sondersituationen prägen Cricket-Wetten: das Ergebnis Tie, das Ergebnis Draw und die Unterbrechung durch Regen. Steht nach Ende aller Innings der Punktestand gleich, gilt das Spiel offiziell als Tie – selten, aber möglich; das WM-Finale 2019 zwischen England und Neuseeland endete nach dem Super Over 15:15 und wurde anhand der Zahl der Boundaries entschieden. Läuft die Zeit ab, bevor alle Innings gespielt sind, spricht man von einem Draw. Beide Begriffe müssen in der Wettauswahl ausgewiesen sein, sonst fällt die Wette in eine Standardregel des Anbieters, die nicht immer zum Vorteil des Wettenden ausfällt.

Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode ist das offizielle Verfahren, mit dem bei wetterbedingten Unterbrechungen das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft neu berechnet wird. Eingeführt 1997, vom International Cricket Council 1999 offiziell übernommen und seit November 2014 unter dem Namen Duckworth–Lewis–Stern (Steven Stern). In einem 50-Over-Spiel muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, in einem T20 mindestens fünf; sonst wertet der ICC das Spiel als „No Result“, sofern ein Team nicht vorher all out ist oder das Ziel erreicht hat. Für die Wette heißt das: Eine Wette auf den Sieger wird meistens erst nach dieser Mindestanzahl an Overs entschieden, und nicht jedes Buchmacher-Regelwerk verlangt das Mindest-Over – der Blick in die AGB lohnt.

Cricket-Kalender: Wo Partien für Wettende entstehen

Welche Cricket-Partien überhaupt auf dem Wettmarkt landen, hängt am Spielplan. Vier Stränge tragen den Kalender.

Der Cricket World Cup der Männer wird seit 1987 im 50-Overs-Format ausgetragen, vorher mit 60 Overs; die erste Austragung war 1975 in England. Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln. Die Ausgabe 2023 in Indien gewann Australien. Die nächste Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert. Wettanbieter listen während einer WM alle Spiele – und damit alle Märkte rund ums Turnier.

Daneben stehen Länderspielreihen (Test, ODI, T20I) und Twenty20-Ligen wie die Indian Premier League. Ligen bringen kurze, dichte Spieltage und sind für Live-Wetten oft das ergiebigere Material. Wer auf eine bestimmte Liga wetten will, prüft das Wettprogramm seines Anbieters während der Saison – das Angebot schwankt mit dem Spielplan.

Märkte und Quoten: Was eine Cricket-Wette kostet

Cricket bietet mehr Märkte als nur den Sieger. Typisch sind Sieger-Wette, Top-Batsman, Top-Bowler, Höchstes Eröffnungspartnerschaft, Methode des ersten Wickets, Gesamtpunkte eines Teams (over/under) sowie Player-Specials. Welche dieser Märkte ein Anbieter führt, hängt vom Spielformat und der Sichtbarkeit der Partie ab.

Die Quote folgt dem Marktprinzip: Sie ist die Zahl, mit der Einsatz und Gewinn verrechnet werden. Bei Quote 2,10 zahlt ein 10-€-Einsatz 21 € zurück, der Reingewinn ist 11 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps zu einer Gesamtquote – bei zwei Tipps mit 1,80 und 2,20 ergibt sich eine Gesamtquote von 3,96; der 10-€-Einsatz zahlt 39,60 € zurück, Reingewinn 29,60 €. So weit zur Mechanik.

Was eine Quote tatsächlich kostet, zeigt der Vergleich der Quoten in einem einzelnen Markt. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit zwei Ausgängen, beide zu 1,90, lässt sich die Auszahlungsquote berechnen als 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 0,95 – also rund 95 % aller Einsätze werden über alle Ausgänge hinweg ausgezahlt, rund 5 % bleiben als Marge beim Buchmacher. Senkt der Anbieter die Quoten auf 1,80 und 1,80, fällt die Auszahlungsquote auf etwa 90 %, die Marge steigt auf etwa 10 %. In der Praxis liegt die Spanne je nach Markt und Anbieter meist zwischen etwa 3 % und 8 % Marge – Tendenz: Live-Wetten und exotische Märkte liegen höher als Vorab-Siegerwetten auf Top-Spiele.

Diese Spanne gilt als Band, nicht als Einzelfigur. Sie ist ein Richtwert dafür, wie viel von jedem eingesetzten Euro im jeweiligen Markt beim Anbieter bleibt, verglichen mit dem theoretischen Maximum. Bei der Leseart kommt es auf den Markt an – die Marge eines Sieger-Marktes ist nicht die Marge eines Top-Batsman-Marktes; die Vorab-Marge eines Spiels ist nicht die Live-Marge desselben Spiels.

Livewetten auf Cricket: Was erlaubt und was typisch ist

Livewetten auf Cricket sind bei lizenzierten Anbietern erlaubt, aber an die Regel des § 21 Abs. 4 GlüStV gebunden: während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf ein Ereignis, das selten eintritt. „Nächstes Wicket“ wäre ein solches Ereignis; wer diese Märkte führt, hat sie GGL-konform eingegrenzt. Welche Live-Märkte ein Anbieter konkret zeigt, steht in seinem Wettprogramm.

Wettende sollten wissen: Das deutsche Recht schneidet Live-Märkte gegenüber dem, was internationale Plattformen zeigen, deutlich kleiner. Wer etwa auf „nächsten Ball“ wettet, wird das bei einem GGL-Anbieter nicht finden – diese Märkte sind in der dichten Taktung seltener Ereignisse nicht erlaubnisfähig.

Anbieter im Vergleich: Wer Cricket im Programm führt

Die folgende Übersicht führt Anbieter, die auf der GGL-Whitelist stehen und deren .de-Domains hier namentlich aufgeführt sind. Welche Cricket-Märkte ein Anbieter tatsächlich zeigt, schwankt mit Saison und Spielplan – der Blick ins Wettprogramm vor dem Tipp bleibt notwendig.

Anbieter Whitelist-Status Sportwetten-Erlaubnis seit
Tipico Whitelist der GGL 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 09.12.2022)
ODDSET Whitelist der GGL 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
NEO.bet Whitelist der GGL 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
Tiptorro Whitelist der GGL 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)
DAZN Bet Whitelist der GGL 22.08.2023
Sportwetten.de Whitelist der GGL 19.11.2020 (Folgeerlaubnis 16.12.2022)
888sport Whitelist der GGL 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
Betway Whitelist der GGL 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022)
bwin Whitelist der GGL 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 23.12.2022)
Interwetten Whitelist der GGL 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)

Hinter jedem Eintrag steht ein anderer Erlaubnisinhaber. Tipico wird auf der Whitelist als Tipico Co. Limited geführt; ODDSET als ODDSET Sportwetten GmbH; NEO.bet als Greenvest Betting Limited; Tiptorro als Torro Tec Limited; DAZN Bet als DZBT Operations Limited; Sportwetten.de als NetX Betting Limited; 888sport als 888 Germany Limited; Betway als Betway Limited; bwin als bwin (Deutschland) Limited; Interwetten als Interwetten Gaming Limited – alle mit Sitz in Malta. Die GGL-Adresse ist Hansering 15, 06108 Halle (Saale). Eine Casino- oder Poker-Erlaubnis des gleichen Inhabers bezieht sich nicht auf das Sportwetten-Angebot; nur die hier gelistete Domain nimmt Sportwetten entgegen.

Tipico

Tipico zählt zu den sichtbarsten deutschen Marken und führt Cricket in der Regel über internationale Top-Ligen und Länderspiele im Programm. Die Whitelist-Erlaubnis trägt die Tipico Co. Limited und besteht seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnis aus dem Dezember 2022. Für Live-Märkte während eines Cricket-Spiels gilt die deutsche Regel: erlaubt ist, was § 21 Abs. 4 abdeckt. Cash Out wird in der App explizit beworben – „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein. Wer hier wettet, spielt unter den Bedingungen der deutschen Erlaubnis; das 1.000-€-Monatslimit gilt, OASIS ist verkabelt.

ODDSET

ODDSET ist das älteste deutsche Markenprofil im Feld und hat die Erlaubnis des Regierungspräsidiums Darmstadt vom 15. Dezember 2022 als Grundlage; die Aufsicht führt die GGL. Die Marke steht für ein kuratiertes Angebot – Cricket ist saisonal und konzentriert sich auf die großen Fenster (WM, IPL, Ashes). Wer Cricket sucht, prüft das Wettprogramm während der Saisonfenster; in der spielfreien Zeit ist das Angebot naturgemäß kleiner.

NEO.bet

NEO.bet fällt durch die Namensnennung der Greenvest Betting Limited auf der Whitelist auf – die Erlaubnis reicht bis 2020 zurück (Folgeerlaubnis Dezember 2022). NEO.bet ist im deutschen Markt kein Schwergewicht im Cricket, zeigt aber internationale Top-Ligen, wenn der Spielplan es hergibt. Wer ein junges Konto ohne lange Marken-Historie führt, achtet auf Whitelist-Status und Folgeerlaubnis – beides liegt vor.

Tiptorro

Tiptorro ist die Marke hinter Tiptorro und betreibt eine eigene App („Tiptorro“) mit Sitz der Torro Tec Limited in Malta. Der App-Beschreibung zufolge ist Tiptorro ein „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Whitelist)“. In der Sichtbarkeit nach außen eine kleinere Marke, in der Lizenz aber gleichwertig; Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022.

DAZN Bet

DAZN Bet trägt die jüngste Erlaubnis im Feld: Die Whitelist-Erlaubnis für DAZN Bet datiert auf den 22. August 2023, Inhaber ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Malta. Der Markenauftritt ist an den Sport-Streaming-Anbieter DAZN angelehnt; das Wettprogramm folgt dem DAZN-Spielplan. Cricket ist kein DAZN-Kernsport, die Verfügbarkeit ist daher ligaabhängig – vor einer Wette das Wettprogramm prüfen.

Sportwetten.de

Der Name klingt nach redaktionellem Angebot – gemeint ist hier der Wettanbieter Sportwetten.de mit Erlaubnis der NetX Betting Limited (Malta), Whitelist-Erlaubnis seit 19. November 2020. Folgererlaubnis 16. Dezember 2022. Das Angebot ist solide, Cricket folgt den üblichen Saisonfenstern.

888sport

888sport steht auf der Whitelist mit der 888 Germany Limited; die 888 Holdings PLC in Gibraltar ist die Holding der Gruppe (London Stock Exchange, gelistet seit September 2005). Im deutschen Markt tritt 888sport mit eigenständiger Marke auf – Cricket ist Teil des internationalen Wettprogramms, soweit der Spielplan es trägt.

Betway

Betway ist mit einer Erlaubnis seit dem 9. März 2021 vertreten (Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022). Die App-Werbung hebt zwei Funktionen hervor: Cash Out (grünes Symbol unter „Meine Wetten“, Auszahlung ganz oder teilweise) und einen Wettkonfigurator für Fußballspiele. Für Cricket ist Cash Out relevant, der Konfigulator Fußball dagegen nicht – beides sind Produkte, die der Anbieter selbst bewirbt.

bwin

bwin zählt zu den etablierten europäischen Marken und ist über die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, auf der Whitelist geführt. Erlaubnis seit 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022. Cricket ist im Programm, soweit die Sichtbarkeit es erlaubt; im Übrigen gilt: bwin ist nicht spezialisiert auf Cricket, lebt aber von der Programmbreite.

Interwetten

Interwetten ist über die Interwetten Gaming Limited in Sliema, Malta, whitelisted (Erlaubnis seit 2. November 2020, Folgeerlaubnis 27. Dezember 2022). Auch hier ist Cricket Teil des internationalen Standardprogramms. Das deutsche Lizenzprofil ist solide – wer einen Anbieter mit langer WHitelist-Historie sucht, findet ihn hier.

Boni und Angebote: Was sie kosten

Der GlüStV enthält keine Klausel, die Beträge, Umsatz oder Mindestquoten von Sportwetten-Boni festlegt. Was ein Bonus wert ist, steht in den Bedingungen jedes Anbieters. Drei Größen entscheiden, was ein „100-%-Bonus“ tatsächlich kostet: das Bonusgeld selbst (oder Bonus plus Einzahlung), der Multiplikator, mit dem dieses Guthaben umgesetzt werden muss, und die Mindestquote, ab der einzelne Wetten auf den Umsatz zählen. Beispielrechnung mit angenommenen Zahlen: Bonus 100 €, Umsatzfaktor 5× auf den Bonus, Mindestquote 1,80 – das erfordert 500 € Umsatz. Bei 5 € Einsatz pro Wette und Quote 1,80 sind das 100 Wetten. Bei einem Markt mit etwa 5 % Marge liegt der statistische Verlust dieser 100 Wetten bei rund 25 € – das ist die Größenordnung, mit der ein Bonus eingelöst wird. Wer die Marge des Marktes (Top-Spieler-Wetten, exotische Ligen, Live-Märkte) überschätzt, sieht den Bonus als Gewinn, der er meistens nicht ist.

Diese Rechnung steht hier als Mechanik-Erklärung; sie ersetzt nicht die Bedingungen des konkreten Anbieters. Auf dieser Seite wird bewusst kein Code abgedruckt.

Risiko, das die Werbung nicht verschweigt

Drei Risiken bleiben, auch wenn Anbieter und Lizenz sauber sind.

Erstens: Wer auf Cricket wettet, wettet auf Ereignisse, deren Ausgang vom Wetter, der Tagesform und der Variabilität der Spielweise abhängt. Die Marge des Marktes ist das, was jeder Einsatz im Mittel kostet – nichts davon ist ein „sicherer Tipp“. Vorhersagen, die genau wissen, wer gewinnt, gibt es nicht.

Zweitens: Das 1.000-€-Standardlimit pro Monat ist eine Bremse, nicht ein Verbot. Wer viel setzt, kommt an die Decke. Eine Anhebung ist nur mit wirtschaftlichem Nachweis möglich, und sie dauert sieben Tage.

Drittens: Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Eine vorzeitige Auszahlung über Cash Out ist eine Funktion des Anbieters, kein Anspruch – sie kostet in der Regel einen Abschlag auf den fairen Wert.

Wer diese Punkte vor der ersten Wette mitnimmt, hat den wichtigsten Teil der Mathematik hinter sich.

Häufige Fragen

Wo kann auf Cricket-Spiele bei einem Anbieter mit deutscher Lizenz gewettet werden?

Cricket-Wetten sind nur legal, wenn der Anbieter auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht. Das betrifft in Deutschland zehn bekannte Marken – darunter Tipico, ODDSET, NEO.bet, Tiptorro, DAZN Bet, Sportwetten.de, 888sport, Betway, bwin und Interwetten. Welche Cricket-Partien sie tatsächlich anbieten, hängt vom Spielplan ab.

Was unterscheidet Test-Match, ODI und Twenty20 für Wettmärkte und Quoten?

Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage, ODI spielt 50 Overs pro Innings, T20 genau 20. Märkte, Taktung und Live-Eignung unterscheiden sich entsprechend: T20 und ODI sind live-typischer, Tests sind eher Vorab-Wetten mit langer Beobachtungsphase. Wettende, die Live-Wetten spielen, finden in T20 das dichteste Material.

Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei wetterbedingten Unterbrechungen auf eine Wette aus?

Bei Regenunterbrechung wird das Ziel der schlagenden Mannschaft nach der DLS-Methode neu berechnet. Vor einer Wette auf den Sieger ist mindestens die im Regelwerk festgelegte Anzahl Overs nötig – 20 im 50-Over-Spiel, fünf im T20 – sonst wertet der ICC das Spiel als „No Result“. Welche Wette bei „No Result“ steht, hängt von den AGB des Anbieters ab – ohne Blick in die Bedingungen kein sicherer Schluss.

Welche Livewetten auf Cricket sind in Deutschland zulässig?

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV darf live nur auf das Endergebnis oder auf ein Ereignis gewettet werden, das selten eintritt – etwa das nächste Wicket. Märkte wie „nächster Ball“ oder „nächstes Run-Outcome“ sind in dieser Taktung nicht erlaubnisfähig. Welche Live-Cricket-Märkte ein Anbieter konkret führt, prüft das Wettprogramm.

Wie entsteht eine Cricket-Prognose, und warum ist kein Wetttipp sicher?

Eine Prognose kombiniert Teamform, Spielerform, Platzverhältnisse und Wetter – aber die Marge des Marktes verschiebt die Quoten so, dass der Einsatz im Mittel einen Teil seines Wertes verliert. Kein Tipp der Welt hebt die Marge auf; einzelne Wetten können Glück haben, dauerhaft gegen die Marge gewinnen wenige.

Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und was ändert die Sportwettensteuer von 5,3 %?

Die Auszahlung ist Einsatz × Quote: 10 € bei 2,10 ergeben 21 € zurück, 11 € Gewinn. Die Sportwettensteuer von 5,3 % wird auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz minus Steuer“ erhoben – also rund 5,03 % des gezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter; ob und wie er die Steuer an die Wettenden weitergibt, steht in seinen AGB.

Inhalt erstellt vom Team «wettbonusinfo»