Wo die Nations League 2026/27 in Deutschland legal quotiert wird

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Die UEFA Nations League ist für Buchmacher ein ungewohnt dichter Wettkalender. Zwischen September und Juni eines Zyklus stehen Spieltage in Vierer- und Dreiergruppen, dazu ein Final Four in Liga A und seit 2024/25 ein Viertelfinale davor — wer hier regelmäßig tippt, vergleicht Quoten, Marktbreite und Live-Angebot in einem Rhythmus, der mit Champions League und Bundesliga mithält. Wer sich vor Oktober 2026 auf einer Plattform ohne deutsche Erlaubnis bewegt, spart keine Steuer, sondern verzichtet auf OASIS, das LUGAS-Limit und jeden deutschen Rechtsweg, falls es Streit um eine Auszahlung gibt. Der folgende Vergleich zeigt, was der lizenzierte Markt hergibt, was ein Quotensatz tatsächlich kostet, und welche zehn Anbieter auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder für die kommende Austragung stehen.

Ein Fußballtor mit gespanntem Netz steht auf einem leeren Rasenplatz, davor ein einzelner Ball, Morgendunst liegt über dem Feld.
In der UEFA Nations League spielen die 55 Mitgliedsverbände in vier Ligen (A bis D) in Gruppen mit drei oder vier Teams jeweils in Hin- und Rückspiel; seit 2020/21 gibt es 14 Gruppen.

Stand: Oktober 16, 2026 — geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.

Wie eine Prognose zur Nations League überhaupt entsteht

Eine Wettprognose ist keine Vorhersage, sondern eine Hypothese mit Quote. Wer für ein Länderspiel im Ligaformat eine Wette platziert, schätzt die Wahrscheinlichkeit jedes Ausgangs und sucht die Quote, deren implizite Wahrscheinlichkeit darunter liegt. Das ist die einzige Stelle, an der „Wert“ entsteht: nicht in der Sicherheit, sondern in der Differenz zwischen eigener Einschätzung und Marktpreis. Bei der Nations League ist diese Schätzung schwerer als bei Clubs, weil Spieler zwischen den Länderspielen zu ihren Vereinen zurückkehren, Reisen zwischen den Spieltagen liegen und Trainer vermehrt Experimentieraufstellungen testen. Genau diese Schwankung ist der Grund, warum seriöse Prognosen Indikatoren kombinieren statt auf einzelne zu setzen.

Vier Bausteine tragen eine seriöse Länderspielprognose: Form, Kader, Reiselast und Quotenverlauf. Form heißt nicht „letztes Spiel gewonnen“, sondern Trefferquote, Expected Goals und defensive Stabilität über sechs bis zehn Spiele. Kader heißt: Welche Stammkräfte fehlen verletzt, wer ist nach kurzer Pause zurück, wer hat unter dem neuen Vereinscoach kaum Spielzeit. Reiselast ist bei einer Nations-League-Doppelwoche oft der entscheidende Faktor — eine Mannschaft mit Heimspielen in beiden Partien spielt unter anderen Bedingungen als ein Team, das zwischen Madrid und Vilnius pendelt. Der Quotenverlauf zeigt, wohin der Markt seine Einschätzung verschiebt; eine Quote, die sich binnen 24 Stunden von 2,60 auf 2,20 bewegt, hat einen informationsreichen Grund, und wer spät einsteigt, zahlt den informationellen Aufschlag mit.

Aus diesen Bausteinen entsteht ein Wahrscheinlichkeitsprofil für die drei Ausgänge 1, X, 2. Daraus eine faire Quote, und der Vergleich mit der Buchmacherquote entscheidet, ob ein Tipp gespielt wird. Was die Prognose nicht liefert, ist ein Gewinn. Auch eine sorgfältig gebildete Wette verliert in 45 bis 55 Prozent der Fälle, je nach Sportart und Markt. Wer seine Bankroll als festen Prozentsatz des verfügbaren Wettkapitals pro Wette setzt — die übliche Spanne liegt bei 1 bis 3 Prozent —, übersteht solche Verlustserien, ohne den Boden unter den Füßen zu verlieren. Wer mehr setzt, weil „diese Wette sicher ist“, verlässt die Strategie. Bei der Nations League ist das besonders verlockend, weil Top-Nationen wie Portugal, Frankreich, Spanien, Deutschland und Italien regelmäßig gegen deutlich schwächere Gegner spielen — die Quoten auf den Favoriten sind dann niedrig, die Versuchung, den Einsatz zu erhöhen, hoch. Genau dort verschwindet der Wert einer Quote.

Spielplan und Format der UEFA Nations League

Die UEFA Nations League ist seit der Erstaustragung 2018/19 der zweite große Wettbewerb des europäischen Fußballs neben EM und WM, eingeführt am 27. März 2014 auf dem UEFA-Kongress in Astana. 55 Mitgliedsverbände spielen in vier Ligen (A bis D), die nach Stärke der Nationalteams gestaffelt sind. Liga A umfasst die zwölf stärksten Verbände, Liga B die nächsten zwölf, Liga C und Liga D füllen den Rest auf. Jede Liga ist in Gruppen mit drei oder vier Teams aufgeteilt; seit der Saison 2020/21 gibt es insgesamt 14 Gruppen. Innerhalb der Gruppe spielt jedes Team einmal auswärts und einmal zu Hause gegen die anderen Mannschaften, die Hin- und Rückspiele finden in zwei zusammenhängenden Länderspielblöcken im September, Oktober und November statt.

Die Gruppenphase entscheidet über Auf- und Abstieg in die nächsthöhere bzw. -tiefere Liga und über die Qualifikation für die Endrunde. In Liga A steigen die Gruppensieger in die Vorrunde der Endrunde auf; die Sieger der Vorrunde ziehen ins Final Four ein. Liga B, C und D spielen ihren Sieger direkt in einem Play-off aus, die Gewinner steigen in die nächsthöhere Liga auf, die Letzten der jeweiligen Liga steigen ab. Seit der Saison 2024/25 ist in Liga A ein Viertelfinale zwischen Gruppenphase und Endrunde geschaltet, in dem die vier Gruppensieger in Hin- und Rückspiel gegeneinander spielen; die zwei Sieger ziehen ins Halbfinale des Final Four weiter, das im Juni ausgetragen wird. Die Endrunde 2024/25 fand in Deutschland statt; im Finale setzte sich Portugal mit 5:3 im Elfmeterschießen gegen Spanien durch, nachdem es nach 90 Minuten und Verlängerung 2:2 gestanden hatte. Portugal ist mit den Titeln 2018/19 und 2024/25 Rekordsieger des Wettbewerbs.

Wetten werden auf den gesamten Wettbewerb in mehreren Wellen angeboten. Vor dem Start einer neuen Saison veröffentlicht die UEFA die Auslosung; Buchmacher öffnen Langzeitmärkte auf den Sieger der jeweiligen Liga, auf den Auf- und Abstieg einzelner Teams und auf den Einzug ins Final Four. Sobald der Spielplan feststeht, kommen die ersten Matchquoten auf 1, X, 2, auf Über/Unter 2,5 Tore und asiatische Handicaps. Während der Länderspielblöcke sind Livewetten auf das nächste Tor, den nächsten Eckball oder den Halbzeitstand möglich, soweit das deutsche Recht es erlaubt. Die Wettbewerbspause zwischen den Länderspielblöcken ist lang — sechs bis acht Wochen ohne Nations-League-Spiel — was den Wettkalender zyklisch und für Buchmacher planbar macht. Aus Sicht der Wettenden bedeutet das: zwischen den Blöcken ist Zeit, Form und Kader neu zu bewerten, ohne unter Zeitdruck eines Wochenend-Spieltags reagieren zu müssen.

Für die Buchmacher selbst hat der Wettbewerb eine besondere Eigenschaft: er produziert Spiele zwischen Teams, die in der FIFA-Weltrangliste oft weit auseinander liegen, und Spiele zwischen Teams, die sich nah sind. Beides verlangt unterschiedliche Quotenmodelle. Wo die Weltrangliste 30 Plätze Differenz anzeigt, ist der Ausgang weniger unsicher, und die Marge des Marktes ist klein. Wo zwei Mannschaften der gleichen Ligastufe aufeinandertreffen, ist die Ausgangsunsicherheit hoch, und der Buchmacher verlangt eine höhere Marge, um sein Risiko zu entlohnen. Wer bei der Nations League wettet, vergleicht also nicht nur den eigenen Schätzwert mit der Buchmacherquote, sondern auch die implizite Marge des Marktes zwischen den einzelnen Paarungen. Diese Marge schwankt stärker als in der Bundesliga oder Champions League, weil die Buchmacher weniger Datenpunkte pro Spielpaarung haben.

Welcher Anbieter für die Nations League 2026/27 in Frage kommt

Die zehn Wettanbieter, die auf der Whitelist der GGL für die kommende Nations-League-Saison eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis besitzen, sind nicht alle gleich aufgestellt. Sie unterscheiden sich im Wettangebot für Länderspiele, in der Livewetten-Tiefe, in der Quotenmargenhöhe und in der Art, wie sie ihre Bonusbedingungen formulieren. Die folgende Tabelle ordnet sie nach Whitelist-Status, Inhaber der Erlaubnis und Datum der Ersterlaubnis.

Anbieter GGL‑Whitelist‑Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten‑Erlaubnis seit
bet-at-home Whitelist‑Eintrag, Inhaberin Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
bpremium Whitelist‑Eintrag, Inhaberin Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020
bet365 Whitelist‑Eintrag, Inhaberin Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta 09.10.2020
DAZN Bet Whitelist‑Eintrag, Inhaberin DZBT Operations Limited, Zebbug, Malta 22.08.2023
Interwetten Whitelist‑Eintrag, Inhaberin Interwetten Gaming Limited, Sliema, Malta 02.11.2020
Sportingbet Whitelist‑Eintrag, Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
ODDSET Whitelist‑Eintrag, Inhaberin ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
888sport Whitelist‑Eintrag, Inhaberin 888 Germany Limited 30.06.2021
Wettarena Whitelist‑Eintrag, Inhaberin I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta 09.10.2020
AdmiralBet Whitelist‑Eintrag, Inhaberin Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020

Was die Tabelle zeigt, ist die formale Seite: alle zehn sind im Besitz einer gültigen deutschen Sportwetten-Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV, sieben davon bereits seit Oktober oder November 2020, zwei seit 2021 und einer — DAZN Bet — erst seit August 2023. Die Erlaubnis ist nach § 4c Abs. 1 GlüStV auf fünf Jahre befristet, die Whitelist führt das Datum der Ersterlaubnis, bei allen genannten Anbietern zusätzlich das Datum der Folgeerlaubnis; ein Enddatum trägt die Whitelist nicht. Was die Tabelle nicht zeigt, ist die Qualität des Wettangebots für die Nations League: Quotenniveau, Anzahl der Märkte pro Spiel, Verfügbarkeit von Livewetten, ob es einen Konfigurator für Spielerwetten gibt und ob die Auszahlung von Gewinnen innerhalb der gesetzlichen Frist von fünf Werktagen erfolgt. Diese Aspekte sind in den Einzelbesprechungen unten verortet, in der Reihenfolge der Whitelist.

Für die Auswahl unter den zehn Anbietern kommt es am Ende auf drei Größen an. Erstens die Quotenmarge: bei einem 1X2-Markt auf ein ausgeglichenes Länderspiel liegt die Auszahlungsquote im Schnitt zwischen 94 und 96 Prozent, was einer Buchmachermarge von etwa vier bis sechs Prozent entspricht. Wer auf vielen kleinen Quoten wettet, summiert die Marge über alle Wetten und spürt den Unterschied zwischen 4,5 und 5,5 Prozent nach 50 Wetten deutlich. Zweitens die Livewetten-Tiefe: nur wenige Anbieter decken die nächste-Tor-Wette in Liga-A-Spielen vollständig ab, und nicht jeder lässt sie während des gesamten Spiels offen. Drittens die Bonusbedingungen, die im GlüStV nicht geregelt sind und daher je Anbieter sehr unterschiedlich ausfallen — Mindestquote, Umsatzfaktor, Frist.

Was die Marge eines 1X2-Marktes tatsächlich bedeutet

Eine Buchmacherquote von 2,10 für den Heimsieg, 3,40 für das Unentschieden und 3,60 für den Auswärtssieg liest sich wie ein neutraler Marktpreis. In Wirklichkeit trägt jeder dieser drei Werte einen Teil der Marge, und die Marge entscheidet, was der Wettende auf Dauer verliert. Die Auszahlungsquote eines Marktes berechnet sich, indem die reziproken Quoten addiert und in 1 dividiert werden: 1 geteilt durch (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60). Das ergibt rund 0,9541 oder 95,4 Prozent Auszahlung, also etwa 4,6 Prozent Marge, die der Buchmacher von jedem eingesetzten Euro einbehält. Auf hundert Euro Einsatz zahlt der Markt im statistischen Mittel 95,40 € zurück; die übrigen 4,60 € sind der Preis für die Wettmöglichkeit.

Diese Marge ist nicht statisch. Bei klaren Favoritenwetten — Deutschland gegen San Marino, Spanien gegen Liechtenstein — liegt sie niedriger, oft bei 2 bis 3 Prozent, weil die Quoten sehr einseitig sind und der Buchmacher weniger Risiko auf der Außenseite absichern muss. Bei ausgeglichenen Begegnungen zweier gleich starker Nationen — Italien gegen England, Frankreich gegen Belgien — steigt sie auf 5 bis 7 Prozent, weil das Risiko auf beiden Seiten ausgeglichen ist und der Buchmacher einen höheren Puffer einpreist. Wer auf den Außenseiter wettet, zahlt also tendenziell mehr Marge pro Euro Einsatz als wer auf den Favoriten wettet, und wer das übersieht, verliert schneller als die Quote vermuten lässt. Wer die Quotenmargen vor der Wette prüft, kann auf identischen Wettausgängen langfristig zwischen Anbietern unterscheiden.

Für die Nations League gilt: in den Gruppenspielen der Liga A, in denen die Top-Nationen aufeinandertreffen, sind die Margen höher als in Spielen gegen Underdogs. Wer seine Wetten auf die engen Begegnungen konzentriert, sollte die Marge vor dem Tipp prüfen; ein Unterschied von 1,5 Prozentpunkten ist über eine Saison erheblich.

Grundlagen zum Wettangebot: Märkte, Quoten, Wettschein

Eine Wette auf die Nations League ist im Kern dasselbe wie eine Wette auf ein Bundesliga-Spiel: der Wettende wählt einen Markt, gibt seinen Einsatz ein, der Buchmacher hält die Quote bis zur Bestätigung des Scheins stabil. Was die Nations League von Clubs unterscheidet, ist die Dichte des Angebots. Während ein Bundesliga-Spieltypischerweise mit 80 bis 120 vorgefertigten Märkten angeboten wird — von 1X2 über Über/Unter, Handicap, Halbzeit/Endstand, Torschützen, Ecken, Karten bis zu Spielerstatistiken — liegt das Angebot für ein Liga-A-Spiel der Nations League bei den meisten Anbietern zwischen 40 und 80 Märkten, und in den unteren Ligen (C, D) oft nur bei 20 bis 40. Das liegt an der geringeren statistischen Tiefe bei diesen Begegnungen, der oft eingeschränkteren Übertragung und der niedrigeren Wettnachfrage.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt neben einer Kaffeetasse und einem Notizblock auf einem hellen Tisch.
Die UEFA Nations League 2024/25 gewann Portugal im Finale gegen Spanien: 2:2 nach Verlängerung, 5:3 im Elfmeterschießen; die Endrunde fand in Deutschland statt.

Die Wettmärkte selbst folgen dem, was der GlüStV erlaubt. Fixed-Odds-Wetten auf den Ausgang eines Spiels, auf Sektionen des Spiels (Halbzeit, Drittel, Viertel) und auf Ereignisse im Spiel (nächstes Tor, nächste gelbe Karte, nächste Ecke) sind zulässig, soweit die GGL sie freigegeben hat. Kombiwetten aus mehreren Einzelspielen sind ebenfalls erlaubt; die Quoten der Einzelwetten multiplizieren sich zur Gesamtquote, was hohe Auszahlungen bei kleinem Einsatz ermöglicht, aber die Marge mit jedem Bein des Scheins erhöht. Systemwetten, bei denen nicht alle Beine des Scheins eintreffen müssen, sind eine Variante der Kombiwette, bei der der Wettende mehrere Kombinationen aus den ausgewählten Spielen bildet; der Einsatz vervielfacht sich entsprechend, die Marge entsprechend mit.

Was die meisten Wettanbieter ergänzend anbieten, sind Spielerkonfiguratoren oder „Bet Builder“: der Wettende kombiniert mehrere Märkte aus demselben Spiel zu einer Wette, deren Quote sich aus den Einzelquoten der ausgewählten Märkte ergibt. Bei der Nations League ist das Angebot an solchen Konfiguratoren schmaler als in der Champions League, weil weniger Anbieter ihre Daten in Echtzeit mit ausreichender Tiefe zur Verfügung haben. Wer regelmäßig auf Spielerstatistiken wettet, stößt hier an Grenzen.

Quoten werden in Deutschland als Dezimalquoten mit Komma dargestellt: 2,10 statt 2.10. Der Bruttogewinn eines Siegs ergibt sich aus Einsatz × Quote; der Nettogewinn aus Einsatz × (Quote − 1), weil der Einsatz nicht zurückgezahlt wird. Bei einer 2,10-Quote und 50 € Einsatz liegt der Bruttogewinn bei 105 €, der Nettogewinn bei 55 €. Die Sportwettensteuer von nominal 5,3 Prozent wird vom Veranstalter der Wette an das Finanzamt abgeführt; ob und wie sie an den Wettenden weitergegeben wird, ist eine Frage der Geschäftsbedingungen des Anbieters. Manche Anbieter ziehen die Steuer vom Bruttogewinn ab, andere vom Einsatz, manche verrechnen sie im Quotenpreis. Was ein Anbieter genau macht, steht in seinen AGB; ein Vergleich der Nettogewinne ist nur möglich, wenn die Buchmacher die Steuer in gleicher Weise behandeln.

Wichtig für den Wettschein: die Annahme der Wette ist verbindlich, sobald der Buchmacher den Schein bestätigt. Eine Stornierung ist nur möglich, wenn ein Markt aus technischen Gründen fehlerhaft angezeigt wurde; eine Meinungsänderung des Wettenden begründet keinen Rücktritt. Bei Livewetten ist die Reaktionszeit kürzer: vom Klick bis zur Bestätigung vergehen oft nur Sekunden, und die Quote kann sich in dieser Zeitspanne verschieben.

Rechtslage: Wann ist eine Wette auf die Nations League in Deutschland erlaubt?

Eine Wette auf ein Länderspiel im Rahmen der UEFA Nations League ist in Deutschland nur dann legal, wenn der Veranstalter der Wette im Besitz einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis ist. Diese Erlaubnis wird seit dem 1. Juli 2021 von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags 2021 erteilt. Die GGL führt die sogenannte Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, eine öffentlich einsehbare Liste aller Anbieter, denen sie eine Erlaubnis für Sportwetten im Internet erteilt hat. Stand der Liste: 2. Oktober 2026.

Ein aufgeschlagenes Buch mit leeren Seiten liegt neben einem Füllfederhalter auf einer Holzplatte, Fensterlicht fällt von links.
Für bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Was die Whitelist zeigt, ist eindeutig: nur wer dort mit einer Domain gelistet ist, darf in Deutschland Sportwetten — und damit auch Wetten auf die Nations League — anbieten. Eine .de-Domain allein beweist nichts; ein Anbieter mit .de-Endung kann sehr wohl auf der Whitelist fehlen, wenn er seine Erlaubnis verloren hat oder nie beantragt hat. Umgekehrt ist jede .de-Domain auf der Whitelist ein Beleg für eine gültige Erlaubnis, soweit die Whitelist aktuell ist. Die Whitelist wird nicht in Echtzeit aktualisiert; ein Anbieter, dessen Erlaubnis widerrufen wurde, kann noch einige Tage dort erscheinen, und ein neu erteilter Eintrag braucht Zeit, bis er sichtbar wird. Wer prüft, ob sein Anbieter auf der Liste steht, sollte das Datum der Listenveröffentlichung mit dem Datum der Anmeldung abgleichen.

Die Erlaubnis ist auf fünf Jahre befristet (§ 4c Abs. 1 GlüStV); nach Ablauf kann sie verlängert werden. Die Whitelist führt das Datum der Ersterlaubnis und, soweit vorhanden, das Datum der Folgeerlaubnis. Ein Enddatum ist auf der Whitelist nicht vermerkt — wer dort steht, ist erlaubt, bis die GGL einen Widerruf veröffentlicht. Für die Wettenden bedeutet das: die Erlaubnis ist robust, solange die Whitelist-Eintragung besteht; der Verlust der Erlaubnis während einer laufenden Wette ist praktisch ausgeschlossen, weil die GGL vor einem Widerruf die laufenden Wetten abrechnet.

Was darf auf eine Wette gewettet werden? Der GlüStV erlaubt Fixed-Odds-Wetten auf den Ausgang eines Sportereignisses, auf Sektionen dieses Ereignisses (Halbzeit, Viertelfinale, Drittel) und auf Ereignisse innerhalb des Spiels. Kombinationswetten sind erlaubt. Livewetten sind während eines laufenden Spiels erlaubt, jedoch nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz, das nächste Spiel — Komponenten, die im jeweiligen Sport selten sind. Im Fußball ist die Wette auf das nächste Tor zulässig; im Tennis die Wette auf den nächsten Satz; im Basketball, wo Körbe im Minutentakt fallen, ist die Wette auf den nächsten Korb nicht zulässig, weil die Komponente nicht „selten“ genug ist. Im Eishockey, wo Tore häufiger fallen als im Fußball, aber seltener als im Basketball, ist die Lage einzelfallabhängig.

Was nicht erlaubt ist: Wetten auf Spiele, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen. Die GGL vertritt in ihrer Praxis die Auffassung, dass Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport gilt; auf solche Spiele darf nicht gewettet werden. Wetten, die manipulationsanfällig sind, sowie Wetten auf Regelverstöße und auf deren Sanktionierung sind ebenfalls unzulässig. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind vom Glücksspielbegriff nicht erfasst und damit ebenfalls nicht erlaubt. E-Sports ist nach GGL-Position kein Sport im Sinne des GlüStV; lizenzierte E-Sports-Wetten existieren in Deutschland nicht. Zu virtuellen Sportwetten ist die Rechtslage nicht abschließend geklärt; seriöse Anbieter bieten sie nicht an.

Die Sportwettensteuer, oft verkürzt „Wettsteuer“ genannt, beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, was effektiv etwa 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags entspricht. Sie wird vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden, an das Finanzamt abgeführt (§ 19 RennwLottG). Ob der Anbieter die Steuer ganz, teilweise oder gar nicht an den Wettenden weitergibt, ist seine Entscheidung und gehört in seine Geschäftsbedingungen. Eine Steuer entrichtet zu haben, begründet keine Erlaubnis: auch Anbieter ohne deutsche Lizenz führen die Steuer in manchen Fällen ab, und die GGL prüft, ob ein Anbieter im Besitz einer Erlaubnis ist, unabhängig von seiner Steuerpraxis.

Was die Werbung angeht, dürfen nur Erlaubnisinhaber für Sportwetten werben. Für Sportwetten gelten keine Sendezeitbeschränkungen wie für Online-Casino; der Werbeverbotszeitraum 06:00 bis 21:00 Uhr betrifft Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht Sportwetten. Für Sportwetten sind Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären sowie Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Ereignisses auf demselben Kanal unzulässig; Affiliate-Vergütung darf nicht umsatz-, einzahlungs- oder einsatzabhängig erfolgen. Bonusaktionen sind im GlüStV nicht geregelt; Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist und Höchstgewinn legt der Anbieter selbst fest.

Wer ohne deutsche Erlaubnis Sportwetten anbietet, macht sich nach § 4 Abs. 1 GlüStV wegen unerlaubten Glücksspiels strafbar, was zivilrechtliche Folgen hat: in mehreren Verfahren haben deutsche Gerichte Anbieter ohne Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer solchen Rückzahlung entgegensteht; der Generalanwalt beim EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) die Rückzahlung grundsätzlich für möglich gehalten, mit einer Ausnahme für Fälle, in denen Behörden zugesichert haben, die Erlaubnispflicht vorerst nicht durchzusetzen. Für den Wettenden heißt das: wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, hat im Streitfall einen zivilrechtlichen Rückforderungsanspruch, der aber von der Auslegung des europäischen Rechts abhängt — eine Garantie auf Rückzahlung ist das nicht.

Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und im gleichen Atemzug einen Schlag gegen illegales Glücksspiel im Milliardenbereich begrüßt. Plattformen mit Sitz in Curaçao, Anjouan oder Malta, die keine deutsche Erlaubnis haben, fallen in dieselbe Kategorie wie jeder andere Anbieter ohne Whitelist-Eintrag: das ausländische Lizenzdokument hat vor deutschem Recht keine Wirkung.

Spielerschutz: was die GGL den Anbietern vorschreibt

Wer in Deutschland legal auf die Nations League wettet, spielt unter Regeln, die der Spielerschutz fest vorgegeben hat. Das betrifft nicht das Wettangebot selbst, sondern die Rahmenbedingungen, unter denen gewettet wird — wer überhaupt spielen darf, wie viel pro Monat eingezahlt werden kann, und welche Mechanismen greifen, wenn das Spielen außer Kontrolle gerät.

Die Teilnahme an Sportwetten ist erst ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Die Anbieter prüfen das Alter im Rahmen der vollständigen Verifizierung des Kontos. Vor der Verifizierung gilt eine Übergangsfrist von 72 Stunden, in der gespielt werden darf, jedoch mit einer Einzahlungsgrenze von 100 € und ohne Auszahlungsmöglichkeit. Nach Ablauf der 72 Stunden ist die Verifizierung abzuschließen, sonst wird das Konto gesperrt. Die vollständige Verifizierung umfasst die Identität (Personalausweis oder Reisepass), die Adresse (Meldebescheinigung oder Rechnung) und die Zahlungsquelle (Bankkonto oder Kreditkarte auf den eigenen Namen).

Pro Anbieter ist nur ein Konto erlaubt (§ 6a GlüStV). Die Kontoeröffnung bei einem zweiten Anbieter ist nicht verboten, aber jedes Konto wird einzeln verifiziert und jedes Konto zählt für die Aktivitätsdatei (siehe unten). Mehrfachkonten bei demselben Anbieter sind unzulässig.

Das Einzahlungslimit beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, summiert über alle Anbieter, bei denen ein Konto besteht (§ 6c Abs. 1 GlüStV). Das Limit wird über die LUGAS-Limitdatei technisch durchgesetzt: jeder Anbieter ist verpflichtet, vor Annahme einer Einzahlung den aktuellen Stand der LUGAS-Datei abzufragen. Wer im Monat Oktober bereits 600 € bei Anbieter A eingezahlt hat, kann bei Anbieter B nur noch 400 € einzahlen, und die Anbieter können das Limit technisch nicht überschreiten. Eine Erhöhung des Limits ist möglich, aber nur mit nachweislichem Einkommens- oder Vermögensnachweis; der Anbieter kann das Limit auf bis zu 10.000 € anheben, in Ausnahmefällen bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spielenden. Eine Selbstauskunft reicht nicht. Eine Senkung des Limits gilt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen Wartezeit.

Die Aktivitätsdatei (ebenfalls LUGAS) protokolliert, welche Anbieter ein Konto führen und welche Einzahlungen stattgefunden haben; sie verhindert, dass jemand durch parallele Konten bei mehreren Anbietern die 1.000-€-Grenze umgeht (§ 6h GlüStV). Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an LUGAS nicht angeschlossen; das ist einer der Gründe, warum Offshore-Anbieter höhere Einzahlungen ermöglichen.

OASIS ist das zentrale Sperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV. Wer sich selbst sperren lässt, wird in der OASIS-Datei eingetragen, und jeder Anbieter mit deutscher Erlaubnis muss die Datei bei jeder Registrierung und jedem Login abfragen. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Eine Fremdsperre durch Angehörige ist möglich, ebenso eine Sperre durch die GGL, wenn Anhaltspunkte für problematisches Spielverhalten vorliegen. Die Aufhebung einer Sperre erfordert einen schriftlichen Antrag bei der zuständigen Behörde und eine Wartezeit. Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an OASIS nicht angeschlossen; eine Sperre dort wirkt nur auf dem Anbieter, der die Sperre eingerichtet hat.

Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3 GlüStV) ist eine Sofortmaßnahme, die in jeder Spieleroberfläche eines lizenzierten Anbieters sichtbar sein muss. Ein Klick sperrt das Konto für 24 Stunden; in dieser Zeit sind keine Einzahlungen und keine Wetten möglich. Nach Ablauf der 24 Stunden kann das Konto reaktiviert werden; eine Sperre über den Panikbutton verlängert sich nicht automatisch, eine Selbstsperre über OASIS schon.

Zahlungen sind nur von einem Zahlungskonto zulässig, das auf den Namen des Spielenden lautet und von einem Institut geführt wird, das dem Geldwäschegesetz unterliegt (§ 6b Abs. 4 GlüStV). Anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt — Kryptowährungen fallen ebenso heraus wie anonyme Prepaid-Karten, weil sie die Identitätsprüfung umgehen. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache und steht in seinen Geschäftsbedingungen. Spielerguthaben werden auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto gehalten; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Was das für die Wettenden auf die Nations League konkret heißt: wer im September und Oktober mehrere Länderspielblöcke nutzen will, sollte beachten, dass jeder eingezahlte Euro auf das 1.000-€-Monatslimit zählt. Wer auf vier Anbieter verteilt einzahlt, stößt schneller an die Grenze als wer auf zwei Anbieter konzentriert. Wer parallel zur Champions League auf die Nations League wettet, sieht sich im Oktober und November möglicherweise einer doppelten Belastung des Limits gegenüber. Wer auf eine Selbstsperre über OASIS angewiesen ist, dem hilft sie nur, wenn der Anbieter auf der Whitelist steht.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Die folgende Übersicht beschreibt die zehn Anbieter, die Stand 2. Oktober 2026 auf der Whitelist der GGL mit einer Sportwetten-Erlaubnis für eine .de-Domain geführt werden. Die Reihenfolge entspricht der Whitelist-Reihenfolge im Research-Material; sie ist keine Rangfolge. Für jeden Anbieter werden Lizenzstatus, Wettangebot für Länderspiele, soweit verfügbar Livewetten-Tiefe und ein Aspekt benannt, in dem sich der Anbieter von den anderen unterscheidet.

bet-at-home — beständig, aber ohne Livestream

Die Bet-at-home.com Internet Limited ist seit dem 2. November 2020 Inhaberin einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis, mit einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Der Anbieter ist einer der ersten gewesen, der eine deutsche Erlaubnis erhalten hat, und führt das Wettangebot auf der Whitelist-Domain. Für die Nations League ist das Fußballangebot umfangreich, mit 1X2, Über/Unter, asiatischen Handicaps und einer Auswahl an Torschützenmärkten für die Spiele der Top-Nationen. Livewetten sind verfügbar, jedoch nicht in der Tiefe, die andere Anbieter bieten — Märkte schließen teils früher, der Quotenverlauf ist weniger granular. Was fehlt, ist ein Livestream; bet-at-home überträgt keine Sportereignisse. Wer bei diesem Anbieter spielt, wettet auf Quote, nicht auf visuelle Information; ein Vorteil, wenn der Fokus konsequent auf Pre-Market-Tipps liegt, ein Nachteil, wenn Livewetten mit Bild gewohnt sind.

bpremium — der Buchmacherklassiker mit Lizenz

Die Ladbrokes (Deutschland) Limited betreibt die Plattform bpremium, mit Sitz in Gzira, Malta, eingetragen unter der Registernummer C92799. Die deutsche Sportwetten-Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erteilt und am 21. Dezember 2022 verlängert. bpremium ist die deutsche Marke des britischen Buchmacherhauses Ladbrokes, das auf eine über hundertjährige Geschichte im britischen Buchmachergeschäft zurückblickt. Für die Nations League bietet der Anbieter ein vollständiges 1X2-, Über/Unter- und Handicap-Programm, ergänzt um Ergebniswetten auf den Sieger der jeweiligen Liga A, B, C und D und auf den Auf- oder Abstieg einzelner Teams. Livewetten sind verfügbar, die Quotenmarge bewegt sich im üblichen Rahmen. Was bpremium von anderen Anbietern abhebt, ist die nüchterne Aufmachung der Oberfläche — sie richtet sich an Wettende, die Quote und Markt suchen, ohne Ablenkung durch Promotions.

bet365 — der Quotenstandard, mit dem andere Anbieter gemessen werden

Hillside (Europe) ENC betreibt die Plattform bet365, mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. bet365 ist der Anbieter, an dem andere Buchmacher gemessen werden, weil die Quotenmargen im oberen Drittel des Marktes liegen, das Wettangebot für ein Liga-A-Spiel der Nations League leicht 100 vorgefertigte Märkte übersteigt und der Livestream-Service für ausgewählte Spiele verfügbar ist. Für die Nations League bedeutet das: 1X2, Über/Unter, asiatische Handicaps, Halbzeit/Endstand, Torschützen, Kombiwetten und Spielerkonfigurator sind abgedeckt, dazu Livewetten auf das nächste Tor und das nächste Ereignis, soweit das deutsche Recht es erlaubt. Wer auf Quote und Marktbreite setzt, landet bei bet365 fast immer; wer einen Anbieter mit besonders einfacher Bedienung sucht, findet sie hier ebenfalls.

DAZN Bet — der Neue unter den Lizenzierten

Die DZBT Operations Limited betreibt DAZN Bet, mit Sitz in Zebbug, Malta. Die Erlaubnis besteht erst seit dem 22. August 2023, was DAZN Bet zu einem der jüngsten Einträge auf der Whitelist macht. Der Anbieter ist die Wettplattform des Streamingdienstes DAZN, was die Integration von Livestreams und Sportereignissen in das Wettangebot nahelegt. Für die Nations League deckt DAZN Bet die üblichen Märkte ab; einzelne Spielmärkte sind teils nur über den Pre-Market verfügbar, die Tiefe der Livewetten ist geringer als bei etablierten Anbietern wie bet365. Was DAZN Bet auszeichnet, ist die Verbindung von Übertragung und Wette auf einer Plattform — wer ohnehin DAZN schaut, kann im selben Konto wetten. Der Anbieter ist für Wettende interessant, die eine Marke aus dem Mediengeschäft gewohnt sind, weniger für Wettende, die nur die Quote suchen.

Interwetten — der österreichische Klassiker, jetzt mit Whitelist

Die Interwetten Gaming Limited betreibt die Plattform Interwetten, mit Sitz in Sliema, Malta. Die Erlaubnis besteht seit dem 2. November 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Interwetten ist ein österreichischer Anbieter mit langer Geschichte, der auf dem deutschsprachigen Markt seit Jahrzehnten präsent ist. Für die Nations League ist das Fußballprogramm umfangreich, mit Märkten auf 1X2, Handicap, Über/Unter, Torschützen und Ergebniswetten auf den Wettbewerb. Livewetten sind verfügbar, wenn auch ohne Livestream. Was Interwetten von vielen anderen Anbietern unterscheidet, ist die über Jahrzehnte gewachsene Stammkundschaft, die den Anbieter wegen der übersichtlichen Oberfläche und der konstanten Quoten schätzt.

Sportingbet — mit Konfigurator und breitem Sportangebot

Die Sportingbet (Deutschland) Limited betreibt die Plattform Sportingbet, mit Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Sportingbet bietet im Wettprogramm einen „Konfigurator+“ an, der es ermöglicht, mehrere Märkte aus einem Spiel zu einer kombinierten Wette zusammenzustellen — ein Feature, das bei der Nations League nicht überall verfügbar ist. Das Sportangebot umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker, also deutlich mehr als die meisten Mitbewerber. Für die Nations League bedeutet das: nicht nur Fußball ist abgedeckt, sondern auch parallele Wettbewerbe anderer Sportarten während der Länderspielblöcke, was für Wettende interessant ist, die ihr Programm breit streuen. Livewetten sind verfügbar, mit Märkten auf das nächste Tor und andere Spielereignisse.

ODDSET — der staatlich lizenzierte Anbieter

Die ODDSET Sportwetten GmbH betreibt die Plattform ODDSET. Die Erlaubnis wurde durch das Regierungspräsidium Darmstadt am 15. Dezember 2022 erteilt; zuständige Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle (Saale). ODDSET ist die Marke des Deutschen Lotto- und Totoblocks, also des Verbunds der 16 deutschen Landeslotteriegesellschaften. Die Marke steht für eine besondere Stellung im deutschen Wettmarkt, weil sie nicht zu einem internationalen Anbieter gehört, sondern zu den staatlichen Lotterien. Für die Nations League ist das Wettangebot vollständig, mit Quoten, die tendenziell im Mittelfeld des Marktes liegen. Was ODDSET auszeichnet, ist die Verbindung mit dem stationären Vertrieb über die Lotto-Annahmestellen und die Einbettung in die staatliche Glücksspielstruktur — wer seinen Wettanbieter aus der deutschen Kioskkultur kennt, findet hier die gewohnte Anlaufstelle.

888sport — zur börsennotierten Gruppe

Die 888 Germany Limited betreibt 888sport, mit Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Die Muttergesellschaft 888 Holdings PLC hat ihren Sitz in Gibraltar; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. 888sport ist die Wettplattform der 888-Gruppe, die auch im Online-Casino tätig ist, was gelegentlich zu Verwechslungen führt — auf der Whitelist steht die 888 Germany Limited ausschließlich mit einer Sportwetten-Erlaubnis; die Casinoerlaubnis ist eine separate Lizenz. Für die Nations League bietet 888sport 1X2, Über/Unter und Handicap; die Tiefe der Livewetten ist geringer als bei bet365, aber für den Standardbedarf ausreichend. Was 888sport auszeichnet, ist die Konzernstruktur — börsennotiert, mit Quartalsberichten und einer Compliance-Abteilung, die in der Glücksspielaufsicht Großbritanniens und Gibraltars etabliert ist.

Wettarena — der Marktbegleiter im I.B.C.-Verbund

Die I.B.C. Sportsbetting Limited betreibt die Plattform Wettarena, mit Sitz in Sliema, Malta. Die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Wettarena gehört zum Verbund der I.B.C.-Gruppe, die auch andere Wettmarken im deutschsprachigen Raum betreibt. Für die Nations League ist das Fußballangebot vollständig, mit 1X2, Über/Unter, Handicap und Ergebniswetten auf den Wettbewerb. Livewetten sind verfügbar, ohne Livestream. Was Wettarena auszeichnet, ist die zurückhaltende Werbung und die Fokussierung auf den deutschen Markt — wer einen Anbieter ohne großes Marketing sucht, landet hier.

AdmiralBet — mit der jüngsten Folgeerlaubnis auf der Whitelist

Die Greentube Betting Malta Limited betreibt die Plattform AdmiralBet, mit Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. AdmiralBet gehört zur Novomatic-Gruppe, einem der großen Glücksspielkonzerne Europas mit Wurzeln in Österreich. Für die AdmiralBet-Slots auf slots.admiralbet.de besteht eine separate Erlaubnis seit dem 28. September 2022, was die Trennung der Lizzenen verdeutlicht. Für die Nations League deckt AdmiralBet das Standardprogramm ab; Livewetten sind verfügbar, mit Märkten auf das nächste Tor und ähnliche Ereignisse. Was AdmiralBet auszeichnet, ist die jüngste Folgeerlaubnis der zehn Anbieter — wer auf einen Anbieter setzt, der die Compliance-Prüfung erst kürzlich durchlaufen hat, findet hier den passenden Eintrag.

Häufige Fragen zur UEFA Nations League und Wettanbietern in Deutschland

Nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis für eine .de-Domain geführt werden. Stand 2. Oktober 2026 sind das 27 Inhaber, davon zwei auch mit Pferdewetten. Eine Wette auf ein Länderspiel bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV und kann zivilrechtliche Folgen haben.

Woran erkennt man eine gültige deutsche Erlaubnis für Sportwetten?

Allein verlässlich ist der Abgleich der Domain des Anbieters mit der Whitelist auf der Website der GGL. Eine .de-Domain allein reicht nicht, ein Impressum mit Hinweis auf eine ausländische Lizenz (Curaçao, Anjouan, Malta) ist kein Ersatz. Die Whitelist führt Datum der Ersterlaubnis und, soweit vorhanden, der Folgeerlaubnis; ein Enddatum ist nicht vermerkt, solange die Erlaubnis besteht.

Welche Wettmärkte gibt es bei der Nations League?

Im Pre-Market sind 1X2, Über/Unter, asiatische und europäische Handicaps, Halbzeit/Endstand, Ergebniswetten auf den Sieger der jeweiligen Liga und auf Auf- und Abstieg üblich. Im Live-Markt sind Wetten auf das nächste Tor und auf das Endergebnis erlaubt, soweit das Spiel noch läuft; in den unteren Ligen C und D ist das Angebot schmaler.

Welche Livewetten sind bei der Nations League nach dem Glücksspielstaatsvertrag zulässig?

Während eines laufenden Spiels darf auf das Endergebnis und auf Komponenten gewettet werden, die im jeweiligen Sport selten sind: im Fußball auf das nächste Tor, im Tennis auf den nächsten Satz. Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis oder den nächsten Korb im Basketball sind nicht zulässig, weil die Komponenten nicht selten genug sind; im Eishockey ist die Lage einzelfallabhängig.

Was unterscheidet eine seriöse Wettprognose von einem Tipp mit Gewinnversprechen?

Eine seriöse Prognose benennt die Wahrscheinlichkeitseinschätzung für jeden Ausgang, leitet daraus eine faire Quote ab und vergleicht sie mit der Buchmacherquote. Sie sagt nicht, wer gewinnt, und sie macht keine Angabe zur Gewinnwahrscheinlichkeit. Ein Tipp mit Gewinnversprechen sagt einen Ausgang voraus und verspricht Erfolg; das ist keine Analyse, sondern Marketing. Beide haben gemeinsam, dass die Wette selbst in der Mehrzahl der Fälle verliert.

Wie berechnen sich Gewinn und Sportwettensteuer?

Der Bruttogewinn ist Einsatz × Quote, der Nettogewinn Einsatz × (Quote − 1). Die Sportwettensteuer beträgt nominal 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, was effektiv rund 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags entspricht. Sie wird vom Veranstalter der Wette an das Finanzamt abgeführt; ob und wie sie an den Wettenden weitergegeben wird, regelt jeder Anbieter in seinen AGB — manche ziehen sie vom Bruttogewinn ab, manche vom Einsatz, manche verrechnen sie in der Quote.

Inhalt erstellt vom Team «wettbonusinfo»