ATP Tennis Wetten 2026: Was die Tour-Quoten wirklich kosten

Updated Oktober 2026
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Stand: Oktober 16, 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 2. Oktober 2026).

Wer auf die ATP Tour wettet, sieht zunächst nur zwei Zahlen auf dem Wettschein. Hinter ihnen steckt mehr: eine Buchmachermarge, die sich von Markt zu Markt unterscheidet, eine Wettsteuer, die in Deutschland jeder Veranstalter anders weiterreicht, und ein Regelsatz, der Live-Wetten auf den nächsten Punkt ausschließt. Die Saison 2026 läuft seit dem 2. Januar und endet Mitte November mit den ATP Finals in Turin – dazwischen liegen 9 Masters-1000-Turniere, 16 ATP-500-Turniere und 30 ATP-250-Turniere. Wer die Struktur der Tour kennt, liest Quoten anders. Wer die Regeln der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) kennt, weiß, welche Wetten überhaupt erlaubt sind.

Ein leerer Tennisplatz mit Hartplatzbelag in der Morgendämmerung, das Netz im Gegenlicht und lange Schatten der Linien.
Die ATP Tour 2025 umfasste 9 ATP-Masters-1000-Turniere, 16 ATP-500-Turniere und 30 ATP-250-Turniere; Dallas, Doha und München stiegen zu ATP-500-Turnieren auf.

Dieser Vergleich sortiert zehn lizenzierte Anbieter danach, was sie für ATP-Tennis tatsächlich liefern: vom Wettprogramm über das Quotenniveau bis zu den Live-Funktionen. Kein Bonus, der sich von selbst versteht. Kein Tipp, wer gewinnt. Die Frage ist, was das Angebot kostet – an Geld, an Zeit und an Übersicht.

Spielpl: Wettarten bei ATP-Turnieren – vom Matchsieger bis zur Turnierwette

Tenniswetten folgen einem stabilen Grundmuster. Wer das einmal verstanden hat, erkennt die meisten Angebote auf jedem Wettschein wieder.

Die häufigste Wette ist der Matchsieger: Wer gewinnt das Match? Bei einem Grand-Slam-Match der Herren wird über drei Gewinnsätze gespielt (Best of Five), bei den meisten ATP-Turnieren über zwei (Best of Three). Das wirkt sich auf die Quoten aus – ein Favorit im Best-of-Three hat weniger Spielraum für einen Comeback-Satz als im Best-of-Five.

Satzwetten gehen tiefer: Wer gewinnt den ersten Satz? Wer gewinnt den zweiten? Wer gewinnt den Tiebreak? Solche Wetten lohnen sich, wenn ein Spieler bekannt dafür ist, den ersten Satz häufiger zu holen als den zweiten – oder umgekehrt. Die Quote schwankt stärker als beim Matchsieger, da das Ergebnis vom Ausgang einzelner Sätze abhängt.

Handicap-Wetten gleichen Favoritenpositionen an. Ein Spieler bekommt ein virtuelles Spiel vor- oder dazugerechnet. „Alcaraz −3,5 Spiele“ heißt: Alcaraz muss das Match mit mindestens vier Spielen Differenz gewinnen. Solche Wetten drücken die Favoritenquote in einen Bereich, in dem ein Einsatz sinnvoll erscheint – gleichzeitig steigt die Marge, die der Buchmacher kassiert.

Spezialwetten auf Tiebreaks, Aufschlagdurchbrüche oder die Anzahl der Asse sind bei den meisten lizenzierten Anbietern verfügbar, allerdings nicht durchgängig bei jedem Match. Die Verfügbarkeit hängt vom Anbieter und vom Turnier ab.

Turniersiegerwetten stehen oft Wochen vor dem Turnierbeginn bereit. Die Quote spiegelt das gesamte Feld wider – und nicht das konkrete Match. Wer hier setzt, wettet gegen die ATP-Setzliste, die Form der letzten Wochen und die Auslosung. Die Quoten enthalten eine hohe Marge, weil der Buchmacher das Risiko auf das gesamte Feld verteilt.

Wie die Marge in der Quote steckt

Eine Quote ist kein faires Abbild der Wahrscheinlichkeit. Sie enthält einen Abschlag – die Buchmachermarge. Wer das prüft, rechnet kurz nach.

Nehmen wir einen fiktiven Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1,90 und 1,90. Die Auszahlungsquote berechnet sich als 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95. Das sind 95 %. Die Marge beträgt 100 % − 95 % = 5 %. Von jedem Euro Einsatz auf diesem Markt fließen fünf Cent an den Buchmacher – egal wer gewinnt. Bei einem Drei-Wege-Markt wie 1/X/2 im Fußball liegt die Marge meist zwischen 5 und 8 %, bei Spezialwetten und Live-Märkten oft höher. Wer Tenniswetten vergleicht, vergleicht nicht nur die Spitzenquoten, sondern die Marge der gesamten Märkte.

Grundlag: Die ATP Tour als Wettkalender – Masters, 500er, 250er und die Finals

Die ATP Tour 2026 gliedert sich in drei Kategorien, die bestimmen, wie ein Turnier quotiert wird.

Zwei Tennisbälle und ein Schläger liegen auf der Grundlinie eines Hartplatzes, kleine Wassertropfen glänzen auf dem Belag.
Die ATP Tour beginnt um den Jahreswechsel und endet Mitte November; seit 2012 dauert die Winterpause sieben statt fünf Wochen.

Masters-1000-Turniere sind die höchste Stufe unter den Grand Slams. Neun Stück im Jahr, von Indian Wells über Miami, Madrid, Rom und die kanadischen Sandplatzevents bis Shanghai, Paris und den Saisonhöhepunkten. Die Felder sind gesetzt, die Preisgelder hoch. Quoten reagieren auf den Spielverlauf in Echtzeit, weil Millionen von Euros auf diesen Matches liegen.

ATP-500-Turniere sind die mittlere Stufe. 16 Stück im Jahreskalender, 2025 kamen Dallas, Doha und München dazu. Hier tauchen Spieler auf, die zwischen den Masters-Events Spielpraxis suchen, oder Spieler, die sich nach einer Verletzung zurückkämpfen. Die Quote reflektiert die Formschwankungen stärker als bei Masters-Events.

ATP-250-Turniere sind die untere Stufe der Profitour. 30 Stück im Jahr, oft auf kleineren Anlagen, mit Wildcards für lokale Spieler und Qualifikanten. Wer hier wettet, hat es mit einem Markt zu tun, den auch die Buchmacher vorsichtiger kalkulieren. Die Quoten enthalten deshalb eine höhere Marge, weil weniger Informationen in die Berechnung einfließen.

Die ATP Finals bilden Mitte November den Abschluss. Nur die acht besten Spieler der Saison treten an, aufgeteilt in zwei Gruppen zu je vier. Das Turnierformat ist ungewöhnlich: In der Gruppenphase zählt nur ein Satz bis sechs, erst ab dem Halbfinale wird über zwei Gewinnsätze gespielt. Wer auf die Finals wettet, muss dieses Format mitdenken – ein Gruppenspiel über einen Satz hat andere Quotencharakteristik als ein Halbfinale über zwei.

Belag und Saison

Der Belag beeinflusst die Quoten ebenso wie das Niveau. Hartplatz, Sand und Rasen bringen unterschiedliche Spielerprofile nach vorn. Sandplatzspezialisten wie in der europäischen Sandplatzsaison ab April laufen mit anderen Quoten als auf Hartplatz in Asien oder Rasen vor Wimbledon.

Die Saison beginnt um den Jahreswechsel. Seit 2012 dauert die Winterpause sieben statt fünf Wochen. Wer zwischen Weihnachten und Anfang Februar auf Turniere wettet, bekommt es mit der „Down Under“-Phase zu tun – die Australian Open als Höhepunkt, ergänzt durch ATP-250-Turniere in Auckland, Brisbane, Adelaide und anderen Orten der Südhalbkugel.

Rechtsla: Was die GGL erlaubt – und was Live-Wetten bei Tennis verbietet

Sportwetten sind in Deutschland nur bei Anbietern mit Erlaubnis zulässig. Die Erlaubnis erteilt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Wer auf der Whitelist steht, hat die Erlaubnis für Sportwetten im Internet. Wer nicht auf der Whitelist steht, ist unerlaubt – auch wenn auf der Seite ein Logo aus Malta, Curaçao oder Anjouan prangt.

Ein leerer Schiedsrichterstuhl am Spielfeldrand eines Tennisplatzes im Abendlicht, lange Schatten auf dem Belag.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Whitelist ist die einzige Quelle, die zählt. Stand 2. Oktober 2026 listet sie 30 Einträge, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten). Jede Domain ist eine .de-Domain – aber eine .de-Domain allein beweist nichts. Die Whitelist trägt nur das Erlaubnisdatum, kein Enddatum. Die Erlaubnis läuft fünf Jahre, dann ist eine Folgeerlaubnis nötig.

Live-Wetten: das Verbot des nächsten Punkts

Der Glücksspielstaatsvertrag regelt Live-Wetten in § 21 Absatz 4. Erlaubt sind Wetten während eines laufenden Spiels auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente – aber nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind.

Im Tennis ist der nächste Satz erlaubt. Der nächste Punkt ist verboten. Der Grund liegt in der Häufigkeit: Ein Punktereignis im Tennis kommt im Schnitt alle zwanzig Sekunden, in einem Fußballspiel dauert es bis zum nächsten Tor im Mittel eine halbe Stunde. Was selten ist, darf live angeboten werden; was im Sekundentakt passiert, fällt aus dem Erlaubten heraus.

Dasselbe Muster gilt für Basketball: Der nächste Korb ist verboten, der nächste Punkt wäre noch häufiger. Im Fußball dagegen ist der nächste Treffer erlaubt.

Bonus, Werbung, Werbezeiten

Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Vorschrift, die einen Sportwetten-Bonus begrenzt oder vorschreibt. Was ein Anbieter an Umsatzbedingungen, Mindestquoten oder Fristen setzt, kommt aus seinen eigenen AGB. Nur Erlaubnisinhaber dürfen in Deutschland für Sportwetten werben (§ 5 Abs. 7).

Das Werbeverbot zwischen 6:00 und 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino – nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung desselben Ereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Schiedsrichtern, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.

Wettsteuer: 5,3 % minus sich selbst

Die Sportwettensteuer ist in den §§ 16–25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes geregelt. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ – das sind etwa 5,03 % des eingesetzten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler.

Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Kunden weitergibt, steht in seinen AGB. Manche ziehen sie direkt vom Einsatz ab, manche verrechnen sie mit dem Gewinn, manche übernehmen sie. Die korrekte Formulierung lautet: 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags). Der Anbieter führt die Steuer ab, der Spieler trägt sie nur, wenn der Anbieter sie weiterreicht.

Verbraucherschutz: OASIS, LUGAS und der Panikbutton

Die GGL betreibt zwei Dateien, die jeden Erlaubnisinhaber anbindet. OASIS ist die Spielersperrdatei. Bei Registrierung und Login wird geprüft, ob eine Sperre vorliegt. Eine Selbstaussperrung dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr.

LUGAS besteht aus zwei Teilen: der Limitdatei und der Aktivitätsdatei. Die Limitdatei setzt das monatliche Einzahlungslimit. Standard sind 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen – bis 10.000 €, in Ausnahmen bis 30.000 €, aber nur bei einem Prozent seiner aktiven Spieler und nur gegen wirtschaftlichen Nachweis, nicht durch Selbsterklärung.

Die Aktivitätsdatei verhindert paralleles Spielen: Wer bei Anbieter A eingeloggt ist, kann nicht gleichzeitig bei Anbieter B spielen. Sie ist das digitale Gegenstück zur Ein-Konto-Regel.

Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Er ist in jeder lizenzierten App und auf jeder lizenzierten Seite erreichbar.

Einzahlungslimit, Verifikation und Offshore – was das alles für den Wettschein bedeutet

Wer ein Konto bei einem lizenzierten Anbieter eröffnet, durchläuft eine Identitätsprüfung. Vor der Verifikation darf der Anbieter das Spiel für maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen erlauben. Danach gilt das volle Limit aus der Limitdatei.

Die Auszahlung von Spielguthaben erfolgt nach Abschluss des Wettkampfs. Das ist keine Anbieterentscheidung, sondern eine Vorschrift. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, ist nicht an OASIS, LUGAS oder das Einzahlungslimit angeschlossen. Es gibt keinen Panikbutton, der im deutschen System registriert wird, und keine Möglichkeit, eine deutsche Sperre zu nutzen. Im Streitfall bleibt nur der Weg über die maltesische, curaçaoische oder anjouanische Aufsicht – was selten zu einem Ergebnis führt, das ein deutscher Spieler akzeptiert.

Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet. Der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt (Az. I ZR 90/23, Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus den Jahren 2013 bis 2018). Der Generalanwalt hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) eine grundsätzliche Möglichkeit der Rückzahlung gesehen, mit Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Erlaubnispflicht vorübergehend nicht durchzusetzen. Das ist kein Freibrief – es ist ein laufendes Verfahren.

Verantwortung: Warum die ATP-Saison fast das ganze Jahr Budgetdisziplin verlangt

Die ATP Tour läuft von Anfang Januar bis Mitte November. Sieben Wochen Pause, dann beginnt das nächste Jahr. Für Berufstätige ist das ein akzeptabler Rhythmus. Für jemanden, der auf jedes Match eine Wette platziert, ist es eine ständige Versuchung – und ein ständiges Risiko, das eigene Limit zu überschreiten.

Das standardmäßige Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat ist im Glücksspielstaatsvertrag festgeschrieben. Es gilt über alle Anbieter hinweg, nicht pro Anbieter. Wer es ausreizt, hat keinen Spielraum mehr, auch nicht bei einem anderen lizenzierten Anbieter.

OASIS-Sperren sind kein Zeichen von Schwäche. Sie sind ein Werkzeug, das die GGL vorsieht, damit jemand, der merkt, dass er die Kontrolle verliert, sich selbst sperren kann. Die Mindestdauer beträgt drei Monate, wenn man eine Frist setzt, sonst ein Jahr. Die Aufhebung ist erst nach Ablauf und nach einer Wartefrist möglich.

Wer Anzeichen von Kontrollverlust bemerkt – nächtliches Wetten, Jagen von Verlusten, Geheimhalten vor dem Partner –, hat drei schnelle Wege: den Panikbutton in der App für 24 Stunden Sofortsperre, die Selbstaussperrung über OASIS, das Gespräch mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder einer der Suchtberatungsstellen, die auf der GGL-Seite verlinkt sind.

Ranking: Zehn lizenzierte Anbieter für ATP-Tennis im Vergleich

Die folgende Tabelle ordnet zehn Anbieter nach ihrem Status auf der GGL-Whitelist und dem Datum ihrer Sportwetten-Erlaubnis. Sie ist keine Empfehlung und keine Rangfolge nach Qualität. Sie zeigt, wer in Deutschland legal Sportwetten anbietet und seit wann.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020
bwin bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betway Betway Limited 09.03.2021
sportwetten NetX Betting Limited 19.11.2020
Tipico Tipico Co. Limited 09.10.2020
bpremium Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020
Interwetten Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
Wettarena I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020
ODDSET Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
Tiptorro Torro Tec Limited 30.06.2021

Alle Inhaber haben zwischen Dezember 2021 und Dezember 2022 eine Folgeerlaubnis erhalten. Das ist die juristische Form der „verlängerten“ Erlaubnis – ein neues Dokument, kein Anachronismus.

NEO.bet

NEO.bet gehört zu den Anbietern der ersten Stunde: Die Greenvest Betting Limited erhielt ihre Erlaubnis am 9. Oktober 2020 und die Folgeerlaubnis am 22. Dezember 2022. Die Marke wird auf der GGL-Whitelist als NEO.bet geführt.

Das Tennisangebot deckt die ATP Tour und die Grand Slams ab. Die Quoten bewegen sich im marktüblichen Rahmen; konkrete Margen für einzelne ATP-Märkte veröffentlicht der Anbieter nicht. Wer den Vergleich schätzt, prüft vor einem Match die Quote an zweiter Stelle – nicht nur die Spitzenquote, sondern den Schnitt über alle Märkte.

Der Bonus für Neukunden ist in den AGB geregelt. Wie viel Umsatz nötig ist, welche Mindestquote gilt und welche Frist gesetzt ist, liest man am besten vor der Aktivierung, nicht danach. NEO.bet spielt seine Stärke bei kleineren ATP-250-Turnieren aus, wo das Wettprogramm dichter ist als bei vielen Wettbewerbern.

Verdikt: Solider Einstieg für jemanden, der ATP-Tennis spielen will, ohne sich durch ein überladenes Wettprogramm zu kämpfen. Wer den höchsten Bonus sucht, wird nicht hier fündig; wer ein verlässliches Quotenniveau auf kleineren Turnieren will, schon.

bwin

bwin zählt zu den ältesten Sportwetten-Marken in Deutschland. Die bwin (Deutschland) Limited erhielt die Erlaubnis am 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis am 23. Dezember 2022. Die Whitelist führt bwin als zugehörige Domain.

Das Tennisangebot ist umfassend: ATP Tour, WTA, Grand Slams, Challenger-Turniere. Die Quoten auf den großen Matches sind konkurrenzfähig; bei kleineren Events variiert das Bild stärker. Das Live-Angebot folgt der GGL-Regel: nächster Satz ja, nächster Punkt nein.

bwin bewirbt keinen Bonus ohne Bedingungen – wer eine Aktion annimmt, sollte die Umsatzbedingungen lesen. Die App gilt als eine der stabileren am Markt, was bei Live-Wetten auf ein laufendes Match den entscheidenden Unterschied macht. Das Cash-out-Feature ist verfügbar, wird aber von der GGL nicht vorgeschrieben – es ist eine Funktion des Anbieters.

Verdikt: Für ATP-Tennis auf Top-Events ist bwin eine sichere Wahl; wer ein dichtes Live-Programm und eine App sucht, die bei Spielstandänderungen nicht hängt, ist hier richtig. Wer auf tiefe Spezialmärkte auf ATP-250-Events wettet, sollte vorab prüfen, ob das gewünschte Match im Programm steht.

Betway

Betway Limited, die deutsche Erlaubnisinhaberin, ist seit dem 9. März 2021 auf der Whitelist, mit Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Betway ist die Domain.

Das Cash-out-Feature bei Betway zeigt ein grünes Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der offenen Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Das ist nicht bei jedem Anbieter so granular – ein Teil-Cashout erlaubt es, einen Teil des Gewinns zu sichern und den Rest laufen zu lassen.

Betway bietet einen Wettkonfigurator für Fußballspiele. Für Tennis ist ein vergleichbarer Konfigurator nicht in der App-Beschreibung genannt – wer Kombinationen aus ATP-Matches bauen will, prüft die Verfügbarkeit im Wettschein.

Verdikt: Betway punktet mit Teil-Cashout und einer App, die für Live-Wetten stabil läuft. Das Tennis-Wettprogramm ist auf Top-Events dicht, bei kleineren ATP-250-Turnieren dünner als bei einigen Wettbewerbern.

sportwetten

Die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta, ist die Erlaubnisinhaberin von sportwetten. Die Erlaubnis stammt vom 19. November 2020, die Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022.

Der Markenname verspricht keinen Bonus ohne Bedingungen, sondern einen verlässlichen Rahmen für Sportwetten. Das ATP-Angebot umfasst die Tour-Turniere und die Grand Slams. Die Quoten liegen im marktüblichen Bereich; besondere Stärken bei einzelnen Märkten hebt der Anbieter nicht hervor.

Verdikt: Eine unaufgeregte Wahl für jemanden, der einen lizenzierten Anbieter mit deutscher Erlaubnis sucht, ohne auf eine bestimmte Marke festgelegt zu sein. Wer ein dichtes Live-Programm oder einen Wettkonfigurator sucht, sollte vorab prüfen, ob das eigene Match abgedeckt ist.

Tipico

Tipico Co. Limited, die deutsche Erlaubnisinhaberin, erhielt die Erlaubnis am 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis am 9. Dezember 2022. Tipico ist die zugehörige Domain. Die Marke ist im deutschen Markt sichtbar präsent – nicht nur online, sondern auch in Wettannahmestellen.

Die App heißt im Apple App Store „Tipico Sportwetten App“ und wird vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten. Die Beschreibung nennt „Tipico Cashout“ und Live-Wetten während des Spiels.

Das ATP-Wettprogramm ist breit. Quoten auf Top-Matches sind konkurrenzfähig. Bei Live-Wetten gilt: Der nächste Satz ist erlaubt, der nächste Punkt nicht – das ist die GGL-Regel, nicht die Tipico-Sonderlocke.

Verdikt: Tipico ist die Wahl für jemanden, der eine Marke mit stationärem Vertrieb schätzt und in der App Live-Wetten platzieren will. Die Marke steht prominent im deutschen Markt, die App ist ausgereift. Wer einen Bonus ohne Wenn und Aber sucht, liest die AGB.

bpremium

Die Ladbrokes (Deutschland) Ltd. betreibt bpremium. Die Erlaubnis stammt vom 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Die AGB, Fassung vom 3. April 2023, nennen den Sitz in Gzira, Malta.

bpremium tritt im deutschen Markt leiser auf als bwin, gehört aber zur gleichen Unternehmensgruppe. Das Tennisangebot ist solide, die Quoten liegen im marktüblichen Rahmen.

Verdikt: Eine Alternative für Spieler, die die Ladbrokes-Gruppe kennen, aber nicht zwingend das Hauptprodukt bwin nutzen wollen. Wer ATP-Tennis auf Turnierstufe wettet, prüft die Verfügbarkeit vor dem Spiel.

Interwetten

Die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Sliema, Malta, ist die Erlaubnisinhaberin von Interwetten. Erlaubnis seit 2. November 2020, Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022.

Interwetten gehört zu den etablierten europäischen Marken und ist seit Jahrzehnten im Sportwetten-Geschäft. Das ATP-Angebot umfasst die Tour und die Grand Slams. Die Quoten auf Favoriten sind häufig eng, was bei Kombiwetten auffällt: Je enger die Einzelquoten, desto weniger Multiplikator.

Verdikt: Interwetten ist eine Wahl für Spieler, die auf Favoriten setzen und ein breites Tennisangebot erwarten. Wer mit hohen Quoten auf Außenseiter spekuliert, wird bei anderen Anbietern eher fündig.

Wettarena

Die I.B.C. Sportsbetting Limited betreibt Wettarena. Erlaubnis seit 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Die AGB nennen den Sitz in Sliema, Malta.

Die Marke Wettarena richtet sich an ein breites Publikum, mit Fokus auf einfacher Bedienung und gutem Überblick über das Wettprogramm. Das ATP-Angebot ist vorhanden, aber nicht so breit wie bei den ganz großen Marken.

Verdikt: Wettarena passt zu Spielern, die eine unkomplizierte Oberfläche suchen und nicht auf Spezialmärkte angewiesen sind. Wer ein dichtes Live-Programm auf ATP-250-Turnieren erwartet, sollte vorab prüfen.

ODDSET

ODDSET ist die Marke der ODDSET Sportwetten GmbH. Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte die Erlaubnis mit Bescheid vom 15. Dezember 2022. Aufsichtsbehörde ist die GGL, Hansering 15, 06108 Halle (Saale). Die Whitelist führt die Erlaubnis seit 18. November 2020.

ODDSET ist die Sportwetten-Marke, die aus dem stationären Vertrieb der Lotto-Gesellschaften kommt. Das macht sich im Online-Angebot bemerkbar: solide, ohne Überraschungen, mit dem Fokus auf das Wesentliche.

Verdikt: ODDSET ist die Wahl für Spieler, die eine deutsche Marke mit Verwurzelung im staatlichen Lotteriewesen schätzen. Das ATP-Angebot ist verfügbar, das Quotenniveau marktüblich. Wer Extras wie einen Wettkonfigurator sucht, wird hier nicht fündig.

Tiptorro

Torro Tec Limited mit Sitz in Malta betreibt Tiptorro. Erlaubnis seit 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Die App-Beschreibung im Apple App Store nennt die GGL als Aufsichtsbehörde.

Tiptorro ist eine jüngere Marke, die im deutschen Online-Markt antritt. Das Tennisangebot ist aufgebaut, die App ist das Hauptprodukt.

Verdikt: Tiptorro passt zu Spielern, die eine mobile-first Erfahrung suchen und mit einer kleineren Marke spielen wollen. Wer auf jahrelange Markenerfahrung Wert legt, wird woanders fündig.

Winamax – ein Sonderfall: Wettsteuer null, ATP-Stream inklusive

Winamax nimmt in dieser Übersicht eine Sonderstellung ein. Der Anbieter bewirbt im Footer seiner Website „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025, in der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag.

Was die Wettsteuer angeht, ist die Aussage konkret: Winamax zieht keine 5,03 % vom Einsatz ab und verrechnet sie auch nicht mit dem Gewinn. Das ist ein echter Preisvorteil gegenüber Anbietern, die die Steuer weiterreichen – und sei es nur, weil ein 50-€-Einsatz auf eine 2,00-Quote bei Winamax 100 € zurückbringt, während derselbe Einsatz bei einem Anbieter mit Steuerabzug real auf 47,50 € schrumpft und entsprechend weniger zurückbringt.

Die Quoten-Studie ist eine Momentaufnahme. 45 % heißt nicht 100 %, und die Studie deckt nicht alle ATP-Märkte ab. Wer Winamax nutzt, sollte die Quote prüfen wie bei jedem anderen Anbieter.

Winamax bietet mit „Winamax TV“ Live-Streams im eigenen Kundenkonto an. Abgedeckt sind La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie, MLS, die vier Grand Slams, alle ATP- und WTA-Turniere, NBA und NFL. Für ATP-Tennis heißt das: Wer Winamax-Kunde ist, kann die Matches der Tour im Stream verfolgen, ohne ein zusätzliches Abonnement.

Winamax ist nicht in der Liste der zehn im Abschnitt zum Ranking vorgestellten Anbieter enthalten. Wer die Plattform nutzt, prüft den Whitelist-Status unabhängig.

Wie der Vergleich funktioniert – und was er nicht zeigt

Die Tabelle am Anfang dieses Abschnitts ordnet zehn Anbieter nach Erlaubnisstatus und Datum der ersten Erlaubnis. Sie sagt nichts über Quoten, App-Qualität, Live-Programm oder Bonusbedingungen. Dafür sind die Einzelabschnitte da.

Was die Tabelle auch nicht zeigt: Die Whitelist-Statik. Eine Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 heißt nicht „seit 2020 unverändert aktiv“. Die Folgeerlaubnis zwischen Dezember 2021 und Dezember 2022 hat die Erlaubnis erneuert; die nächste Folge steht frühestens 2027 an. Wer eine aktuelle Bestätigung braucht, prüft die Whitelist direkt.

Was die Einzelabschnitte nicht zeigen: Jeder Anbieter hat ein anderes Live-Programm, andere Spezialmärkte, andere Quotenmargen, andere Zahlungswege. Die ATP Tour 2026 hat 55 Turniere. Anbieter A überträgt 40 davon live, Anbieter B nur die Masters-Events. Wer auf ein bestimmtes ATP-250-Turnier in Südamerika wetten will, hat bei einem Anbieter das volle Wettprogramm, beim anderen nur den Matchsieger.

Wettsteuer im Alltag: Drei Rechnungen, die jeder nachvollziehen kann

Wer auf Tennis wettet, zahlt – direkt oder indirekt – Wettsteuer. Drei kleine Rechnungen zeigen den Effekt.

Beispiel eins: Ein Anbieter zieht die Steuer direkt vom Einsatz ab. Einsatz 50 €, Quote 2,10. Der abgerechnete Einsatz ist 50 € × (1 − 5,3/105,3) ≈ 47,50 €. Bei einem Gewinn zahlt der Anbieter 47,50 € × 2,10 ≈ 99,75 € aus. Ohne Steuerabzug wären es 105 €.

Beispiel zwei: Ein Anbieter verrechnet die Steuer mit dem Gewinn. Einsatz 50 €, Quote 2,10. Der Bruttogewinn ist 50 € × 2,10 = 105 €. Davon geht die Steuer ab: 50 € × 5,3/105,3 ≈ 2,52 €. Ausgezahlt werden 105 € − 2,52 € ≈ 102,48 €.

Beispiel drei: Ein Anbieter übernimmt die Steuer. Einsatz 50 €, Quote 2,10. Auszahlung 105 €. Kein Abzug, keine Verrechnung. Das ist die Konstellation, in der sich Anbieter wie Winamax positionieren.

Welche Variante günstiger ist, hängt nicht nur vom Steuermodell ab, sondern auch von der Quote. Ein Anbieter mit 5 % niedrigerer Quote und Steuerübernahme kann unterm Strich schlechter abschneiden als ein Anbieter mit höherer Quote und Steuerabzug. Wer vergleicht, vergleicht den Netto-Return – Auszahlung geteilt durch Einsatz –, nicht die Spitzenquote.

Häufige Fragen zu ATP-Tennis-Wetten in Deutschland

Welche Turnierstufen umfasst die ATP Tour, und wie unterscheiden sie sich für Wetten?

Die ATP Tour 2026 umfasst 9 Masters-1000-Turniere, 16 ATP-500-Turniere und 30 ATP-250-Turniere, dazu die ATP Finals im November. Je höher die Stufe, desto enger sind die Quotenmargen. ATP-250-Turniere bringen höhere Margen mit sich, da für die Turnierverläufe weniger Informationen über Form und Belag vorliegen.

Welche Wettarten gibt es bei Tennis?

Matchsieger, Satzwetten, Handicap auf Spiele und Games, Tiebreak-Wetten, Asse und Doppelfehler, sowie Turniersiegerwetten für die ganze Woche. Spezialmärkte wie „Anzahl der Tiebreaks im Match“ sind nicht bei jedem Anbieter verfügbar. Die Verfügbarkeit hängt vom Anbieter und vom Match ab.

Wie wird eine Wette abgerechnet, wenn ein Spieler aufgibt?

Bei einer Aufgabe gewinnt der Spieler, der zum Zeitpunkt der Aufgabe vorne lag – beziehungsweise der Spieler, der die nächste Runde erreicht hätte. Die genauen Regeln legt jeder Anbieter in seinen AGB fest. Wer auf einen laufenden Satz wettet, liest die AGB-Klausel zur Aufgabe vor dem Match, nicht danach.

Welche Live-Wetten sind bei Tennis erlaubt?

Erlaubt ist die Live-Wette auf das Endergebnis und auf den nächsten Satz. Verboten ist die Live-Wette auf den nächsten Punkt. Die Regel steht in § 21 Absatz 4 des Glücksspielstaatsvertrags. Der Grund: Ein Punktereignis im Tennis ist im Schnitt alle zwanzig Sekunden, was als zu häufig für eine Live-Wette gilt.

Wie ist ein ATP-Bonus zu bewerten?

Ein Bonus ist nur so viel wert, wie die Umsatzbedingungen es hergeben. Drei Werte zählen: der Bonusbetrag, der nötige Umsatz (Umsatzfaktor mal Bonusbasis), die Mindestquote und die Frist. Wer den Bonus annimmt, ohne diese Werte zu kennen, wettet im Nebel. Die Bedingungen stehen in den AGB des Anbieters.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter auf der GGL-Whitelist steht?

Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist online einsehbar. Sie führt die Domain, den Erlaubnisinhaber und das Datum der Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist nichts; nur die Liste zählt. Der Stand der Liste wird auf der Seite der GGL mit Datum geführt.

Inhalt erstellt vom Team «wettbonusinfo»