Europameisterschaft 2026 wetten – Anbieter, Recht und Märkte

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Eine Fußball-Europameisterschaft 2026 gibt es nicht. Die letzte Endrunde war die EM 2024 in Deutschland, die nächste ist die EM 2028 in Großbritannien und Irland. Wer unter dem Stichwort „Sportwetten Europameisterschaft 2026“ sucht, landet im Grunde bei zwei Fragen: Läuft das Turnier gerade, und wer nimmt in Deutschland legal Wetten darauf an? Beide haben eine klare Antwort, und die zweite hat einen Mechanismus, den jeder kennen sollte, der im Turniermonat eine Wette platzieren will.

Ein leeres Stadion unter Flutlicht aus großer Entfernung gesehen, Dunst liegt über dem Rasen, die Tribünen sind nur als Lichtpunkte erkennbar.
Die EM 2028 beginnt am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale findet am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London statt.

Stand: Oktober 16, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Rechtslage: Warum die Whitelist vor jeder Wette steht

In Deutschland regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV) seit dem 1. Juli 2021, wer Sportwetten im Internet anbieten darf. Die zuständige Behörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV, überwacht die Inhaber und kann Bußgelder verhängen. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung – was bei einer Anmeldung in einem dieser Länder seinen Sitz hat, ist für deutsche Spielende schlicht ein inländisch unerlaubter Anbieter, sobald er hierzulande wirbt oder Kunden annimmt.

Eine Balkenwaage aus Messing steht neben einem hölzernen Richterhammer auf einem dunklen Pult, im Hintergrund ein unscharfes Bücherregal.
Die Whitelist der GGL führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Die Erlaubnis wird in zwei Stufen erteilt: Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV), danach eine Folgeerlaubnis. Die GGL veröffentlicht die Inhaber in der Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Diese Liste ist das einzige zuverlässige Prüfmittel. Die jüngste hier zugrunde gelegte Fassung der Whitelist trägt den Stand 2. Oktober 2026 und führt 30 Einträge – 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei reine Pferdewettanbieter. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain; umgekehrt beweist eine .de-Endung nichts.

Was darf überhaupt gewettet werden? Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder einen Abschnitt davon, als Einzel- oder Kombinationswette (§ 21 Abs. 1 GlüStV), und nur Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm freigegeben hat (§ 21 Abs. 5). Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, auf manipulationsanfällige Vorgänge und auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Soziale oder politische Ereignisse sind ebenfalls kein zulässiger Wettgegenstand. E-Sports zählt nach GGL-Praxis nicht als Sport, weshalb lizenzierte E-Sports-Wetten in Deutschland nicht existieren; zu virtuellen Sportwetten ist die Lage nicht abschließend geklärt und sollte offengelassen werden.

Bei Livewetten nach § 21 Abs. 4 ist der Spielraum eng: Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf den Endbahnd oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten gewettet werden, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja; nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball nein. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ereignisende ausgezahlt, ein gesetzliches Höchsteinsatzlimit pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht.

Die Wettsteuer ist Sache des Veranstalters, nicht des Spielers. Die §§ 16–25 RennwLottG schreiben eine Wettsteuer von 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ fest – rechnerisch rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter (§ 19 RennwLottG), ob und wie er sie an die Spielenden weitergibt, regelt jeder Anbieter selbst. Wer die Wettsteuer trägt, steht also in den AGB des jeweiligen Buchmachers, nicht im Gesetz.

Im Juni 2024 hat der Bundesgerichtshof dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht, die mit nicht in Deutschland lizenzierten Anbietern geschlossen wurden (Az. I ZR 90/23). Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € an Verlusten aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) hält EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, dass unlizenzierte Anbieter verlorene Einsätze zurückzahlen müssen – mit einer Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Beide Verfahren sind noch offen. Was bleibt, ist die klare Trennung: Wer in Deutschland spielt, sollte prüfen, ob der Anbieter auf der Whitelist steht.

Verantwortungsvolles Spielen: Einzahlungslimit, OASIS und Panikbutton

Ein Turniermonat ist ein Stresstest für die eigene Disziplin. In wenigen Wochen fallen 51 Spiele an, jede Partie eröffnet Dutzende Märkte, und auf dem Handy geht der nächste Schein in Sekunden durch. Wer in dieser Phase bei einem GGL-lizenzierten Anbieter spielt, ist in ein System eingebunden, das drei Dinge vorschreibt.

Ein Pokal ohne Gravur steht allein auf einem Holztisch vor einer hellen Wand, davon fällt ein weicher Schatten.
Im EM-Finale 2024 am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin besiegte Spanien England mit 2:1 und gewann seinen vierten EM-Titel.

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt im Default 1.000 € pro Kalendermonat und gilt anbieterübergreifend. Die technische Durchsetzung läuft über die Limitdatei von LUGAS. Eine Erhöhung auf bis zu 10.000 € ist nur mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit möglich, eine Selbstauskunft genügt nicht. Anbieter dürfen für bis zu ein Prozent ihrer aktiven Spielenden sogar ein Limit zwischen 10.000 € und 30.000 € festlegen. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen – die Karenzzeit, in der der eigene Impuls wieder abkühlen kann. Die Konsequenz: Wer im Vorfeld eines Turniers ein höheres Limit vereinbart hat, kann es im Juni nicht ohne Vorlauf wieder hochsetzen.

Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist nach § 6h GlüStV verboten. LUGAS führt eine Aktivitätsdatei, die den parallelen Zugriff erkennt; ein zweites Fenster derselben Partie bei einem anderen Anbieter ist im lizenzierten Bereich damit praktisch unterbunden. Spielende haben genau ein Konto pro Anbieter, vollständig verifiziert nach § 6a, und vor der Verifizierung gilt eine 72-Stunden-Frist mit maximal 100 € Einzahlung und ohne Auszahlung.

OASIS nach §§ 8, 8a GlüStV ist die bundesweite Sperrdatei. Sie wird bei Registrierung und Login geprüft. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn eine Frist angegeben wurde, sonst mindestens ein Jahr. Wer sich sperren lässt, ist in allen lizenzierten Angeboten blockiert – der Zugang wird nicht nur bei einem Anbieter verschlossen, sondern systemweit. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, niedrigschwellig und ohne Formalien.

Bezahlt werden darf nach § 6b Abs. 4 nur von einem Zahlungskonto, das auf den Namen der spielenden Person lautet und bei einem Institut geführt wird, das dem Geldwäschegesetz unterliegt. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Lösungen – sind im lizenzierten Bereich damit praktisch ausgeschlossen. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird der Saldo innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Offshore-Anbieter sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen. Dort gibt es weder Einzahlungslimits noch Parallel-Spiel-Sperren und keine deutsche Beschwerdestelle. Wer dort spielt, hat im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg und im Konflikt mit der eigenen Disziplin kein funktionierendes Sperrsystem. Die Werbung der GGL vom 17. September 2026 vor illegalen Angeboten wie „Platincasino“ war eine ausdrückliche Verbraucherwarnung – kein Marketingvorbehalt, sondern eine behördliche Mitteilung.

Boni und Gratiswetten: Was ein Turnierangebot wirklich kostet

Der GlüStV setzt für Sportwetten-Boni keine Beträge, keinen Umsatzfaktor und keine Mindestquote. Was ein „100 % Bonus“ oder eine „gratis Wette“ wirklich bedeutet, steht allein in den AGB des Anbieters. Genau dort liegt das Problem.

Eine Gratiswette – Freebet, Freiwette – wird in der Regel nicht gemeinsam mit dem Einsatz ausgezahlt. Wer eine 10-€-Gratiswette auf Quote 3,00 setzt und gewinnt, bekommt 20 € ausgezahlt, nicht 30 €. Auf einer Quote von 2,10 sind es 11 €. Der Wert der Gratiswette ergibt sich aus Einsatz × (Quote − 1) ÷ Quote, multipliziert mit der Auszahlungsquote des Marktes, auf dem sie gespielt wird. Bei niedrigen Quoten verliert eine Gratiswette schnell die Hälfte ihres Nennwerts.

Der Willkommensbonus wird meist als prozentualer Zuschlag auf die erste Einzahlung ausgeschrieben. Ausgeschrieben wird der Bonus, gemeint ist aber ein Bonusgeld, das zuerst umgesetzt werden muss. Der erforderliche Umsatz berechnet sich aus Bonusbetrag × Umsatzfaktor – ist der Faktor 5 und der Bonus 100 €, müssen 500 € an Wetten platziert werden, bevor der Bonus in Echtgeld umgewandelt wird. Bei einem durchschnittlichen Einsatz von 10 € pro Wette sind das 50 Wetten, gespielt zu einer Mindestquote, die in den AGB steht. Liegt die Mindestquote bei 1,80 und die Auszahlungsquote eines typischen 1X2-Marktes bei 94 %, kostet das Freispielen im Schnitt 500 € × 6 % = 30 € an erwartetem Verlust. Das ist die unsichtbare Rechnung hinter jedem „100 % bis 100 €“-Versprechen.

Was den Unterschied macht, ist nicht der Werbeversprechen, sondern die Kleingedruckte: die Mindestquote, der Umsatzfaktor, die Frist, in der der Umsatz erreicht sein muss, die Frage, ob Einzelwetten zählen oder nur Kombiwetten, ob der Einsatz nach Abzug der Wettsteuer zählt, ob Cash-out auf den Umsatz angerechnet wird, und die Obergrenze für Gewinne aus einer Gratiswette – Freebets, deren Gewinn gedeckelt ist, sind bei großen Außenseiterquoten schnell weniger wert, als die Werbung suggeriert.

Im Turnierkontext zählt ein zusätzlicher Punkt: Viele Bonusaktionen sind an einzelne Spiele oder Phasen gebunden – Gruppenspiele, Achtelfinale, Halbfinale – und laufen am Tag der Partie aus. Wer erst in der K.-o.-Phase mit dem Spielen anfängt, verpasst oft die Vorrunden-Aktionen, und wer schon vor der Qualifikationsauslosung spielt, hat auf die finalen Begegnungen noch keinen Markt. Das Timing einer Aktion gehört zur Bewertung dazu.

Mobile Wetten: Die App als Spielfeld

Eine Europameisterschaft findet nicht am Schreibtisch statt. Wer auf ein Spiel wetten will, ist unterwegs, im Stadionumfeld, vor dem Fernseher, oft nur mit dem Handy. Drei Funktionen entscheiden darüber, ob eine App im Turniermonat trägt.

Die Wettabgabe selbst. Wettanbieter-Apps müssen den Wettschein ohne Verzögerung öffnen, Quoten in Echtzeit aktualisieren und Kombiwetten aus mehreren Partien desselben Turniers in einem Schritt zusammenstellen. Die Livewetten-Oberfläche muss während des Spiels dieselbe Tiefe bieten wie die Pre-Match-Ansicht – mit denselben Märkten, nur in kleinerer Auswahl, weil das Gesetz nur Endbahnden und das nächste Tor erlaubt. Wer bei einem lizenzierten Anbieter spielt, bekommt diese Märkte; wer bei einem Offshore-Anbieter mit dünner App spielt, bekommt sie nicht.

Die Verifikation. Nach § 6a GlüStV ist jedes Konto vollständig zu verifizieren. In der Praxis heißt das: Ausweis-Upload, Adressnachweis und gegebenenfalls ein Video-Ident-Verfahren. Eine App, die diesen Schritt mitten im Turnier verlangt, kann den ersten Schein kosten. Eine App, die ihn vor dem ersten Spiel verlangt, hält den Turniermonat frei.

Die Auszahlung. Treuhandgeschützte Guthaben werden nach § 6b Abs. 6 binnen fünf Werktagen ausgezahlt. In der App zeigt sich, ob der Anbieter diese Frist tatsächlich hält – bei manchen Anbietern mit eigenem Auszahlungsbutton in Minuten, bei anderen mit Banklaufzeit. Im Turnier, wo am Ende eines Wochenendes oft mehrere Gewinne gleichzeitig zur Auszahlung anstehen, ist dieser Unterschied spürbar.

Push-Benachrichtigungen sind im Turnier eine eigene Kategorie. Wer eine Push aktiviert, sollte entscheiden, ob er Tore, Quotenbewegungen oder Kontobewegungen erhalten will – alle drei gleichzeitig erzeugen ein Konzentrationsproblem, das in der Disziplin selten hilft. Einzelne Anbieter wie Tipico werben in der App-Beschreibung mit „Cashout“ als zentrale Funktion; andere binden den Konfigurator tiefer ein. Welche Funktion wo verfügbar ist, steht in der jeweiligen App-Beschreibung im Apple App Store oder bei Google Play, nicht in der Werbung.

Livewetten und Cash-out: Was erlaubt ist und was nicht

Während eines laufenden Fußballspiels ist das Wettangebot in Deutschland enger, als viele Spielende annehmen. § 21 Abs. 4 GlüStV erlaubt nur Wetten auf den Endbahnden des Spiels sowie auf das nächste Tor oder vergleichbar seltene Komponenten. Damit ist im Fußball der Halbzeitstand als Live-Markt ebenso wenig verfügbar wie die nächste Ecke, die nächste Gelbe Karte oder die Spielminute des nächsten Tores. Auch Kombinationen aus mehreren Live-Märkten, die über den Endbahnd hinausgehen, sind nicht zulässig.

Anders sieht es bei anderen Sportarten aus. Im Tennis ist der nächste Satz ein seltener Bestandteil eines Spiels und damit Live-wettfähig; der nächste Punkt oder das nächste Aufschlagspiel nicht. Eine praktische Konsequenz: Wer im Turnier live auf Tennis-Spiele wetten will, hat mehr Märkte als auf Fußballspiele, obwohl die Märkte pro Spiel insgesamt dünner sind. Die im Gesetz genannten Beispiele sind nicht abschließend, aber die GGL hat sich bei der Genehmigung der Sportwettprogramme bisher eng an den Grundsatz „seltene Ereignisse“ gehalten.

Cash-out ist im GlüStV nicht geregelt. Es ist eine freiwillige Funktion des Anbieters, die den Wettschein vorzeitig auflöst – ganz oder teilweise. Bei Betway etwa erscheint das grüne Cash-out-Symbol unter „Meine Wetten“; der angezeigte Wert kann vollständig oder anteilig ausgezahlt werden. Andere Anbieter nennen die Funktion in ihren AGB „vorzeitige Auszahlung“ oder „Wettschein-Verkauf“. Was im Kleingedruckten zählt: Welcher Betrag ausgezahlt wird, ob die Wettsteuer bereits abgezogen ist, ob die Auszahlung den Bonusumsatz berührt, und ob ein Cash-out auf den Bonusumsatz angerechnet wird. Wer mit Bonusgeld spielt, sollte diese Frage zuerst klären, weil ein vorzeitiger Ausstieg den Umsatzfortschritt gefährden kann.

Live-Streams sind eine eigene Funktion. Winamax streamt über sein „Winamax TV“ Spiele aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, alle vier Grand-Slam-Turniere und die ATP- und WTA-Turniere, dazu NBA und NFL. Wettstar zeigt Pferderennen aus Deutschland und der ganzen Welt. Welche Spiele aus einer EM-Endrunde gestreamt werden, hängt von den Übertragungsrechten ab; die UEFA hat in der Vergangenheit Spiele der Endrunde an Pay-TV-Sender vergeben, sodass lizenzierte Anbieter in der Regel keine Live-Bilder der EM-Spiele selbst einblenden dürfen. Wer das Turnier im Stream schauen will, braucht ein Sender-Abo; die App ergänzt das Bild durch Quoten und Wettschein.

Wett-Tipps: Warum keine Prognose zum Turniersieg sicher ist

Die Versuchung ist im Turniermonat besonders groß: Dutzende Tippforen, Telegram-Gruppen und KI-Tools werben mit „sicheren Tipps“ auf den Europameister. Keine dieser Quellen kann halten, was sie verspricht. Ein Blick in die Mechanik erklärt, warum.

Eine Prognose zum Turniersieg kombiniert vier Eingaben: die aktuelle Form der Mannschaft, ihre individuelle Spielstärke, die Auslosung der Gruppenphase und die damit verbundene Wahrscheinlichkeit eines leichten Weges ins Halbfinale, und die Quote des Marktes, die diese Faktoren in eine implizite Wahrscheinlichkeit übersetzt. Was die Quote sagt, ist die Einschätzung des Marktes – also die durchschnittliche Erwartung der Wettenden, gewichtet nach Einsatz. Sie ist kein Maß für die Wirklichkeit, sondern ein Maß dafür, was die Mehrheit dafür hält. Bei einem Turnier, bei dem 24 Mannschaften antreten, ist die wahre Wahrscheinlichkeit jedes Titelaspiranten niedrig, auch die des Favoriten. Eine Quote von 5,00 auf den Turniersieger entspricht 20 % impliziter Wahrscheinlichkeit, abzüglich der Buchmachermarge real eher 18 %. Eine Quote von 15,00 entspricht 6,7 %, real etwa 5,5 %. Selbst der klare Favorit verliert mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 80 %.

Die Auslosung am 6. Dezember 2026 in Belfast verändert diese Wahrscheinlichkeiten schlagartig. Eine Mannschaft, die in eine Gruppe mit zwei weiteren Top-10-Nationen gelost wird, verliert einen großen Teil ihres Marktwertes als Turniersieger; eine Mannschaft in einer leichten Gruppe gewinnt. Wer im November oder Dezember 2025 schon auf einen Turniersieger wettet, wettet ins Blaue, weil die Gruppe noch nicht ausgelost ist; wer erst nach der Auslosung wettet, hat einen Informationsvorsprung, den der Markt aber eingepreist hat.

Wer trotzdem einen Tipp abgeben will, sollte ihn als eine von vielen Hypothesen behandeln und den Einsatz so bemessen, dass der Verlust den Monat nicht zerstört. Das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat ist hier eine harte Schranke – wer mehr bewegen will, muss einen Antrag auf höheres Limit stellen, und das kostet sieben Tage Wartezeit, in der der eigene Impuls abkühlen kann.

Wettarten und Quoten: Wie sich die Auszahlung berechnet

Eine Wette ist am Ende eine Multiplikation. Wer 10 € auf eine Quote von 2,10 setzt, bekommt 21 € ausgezahlt, der Reingewinn ist 11 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine: 1,85 × 2,40 × 1,95 = 8,66. Aus 10 € Einsatz werden 86,60 € Auszahlung, der Reingewinn 76,60 €. Die Multiplikation ist einfach, das Risiko liegt in der Rechnung: Sinkt ein Bein von 1,85 auf 1,65, fällt die Gesamtquote von 8,66 auf 7,72, ein Verlust von etwa 11 % – und das bei einer Quote, die durch die anderen Beine gestützt wird. Je länger die Kette, desto stärker wirkt jeder einzelne Ausschlag.

Was viele Spielende nicht sehen, ist die Marge des Buchmachers. Auf einem Drei-Wege-Markt mit Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 ergibt die rechnerische Auszahlungsquote 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) ≈ 0,9426 – also 94,26 %. Die Marge des Marktes liegt bei 100 % − 94,26 % = 5,74 %. Das ist der Anteil, den der Anbieter im Schnitt von jedem Euro Einsatz einbehält. Auf einem Zwei-Wege-Markt mit 1,90 / 1,90 wäre die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 0,9500, die Marge 5,00 %. Bei engeren Quoten wie 1,50 / 2,75 auf einem Tennis-Match sinkt die Auszahlungsquote auf etwa 0,9233, die Marge steigt auf 7,67 %. In der Praxis liegen die Margen auf europäischen Top-Fußball-Ligen zwischen vier und sechs Prozent, auf exotischeren Märkten und Livewetten oft darüber. Die Buchmacher-Marge ist der Preis, den jede Wette trägt, und der Unterschied zwischen einem Anbieter mit 4 % und einem mit 7 % macht auf Dauer mehr aus als jeder Bonus.

Drei Wettarten prägen den Turniermarkt. Die Turniersieger-Wette wird vor oder während des Turniers auf den späteren Sieger platziert; die Quote reflektiert die implizite Wahrscheinlichkeit jedes Anwärters. Die Gruppenwetten wetten auf den Gruppensieger oder den Einzug ins Achtelfinale; sie sind taktisch interessant, weil eine starke Mannschaft in einer schwachen Gruppe eine deutlich niedrigere Quote hat als im Turnier insgesamt. Die Torschützen-Wette setzt auf den Torschützenkönig; bei der EM 2024 erzielten sechs Spieler je drei Tore – Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz –, was die Verteilung illustriert. Wer auf einen Torschützenkönig wettet, sollte wissen, dass die Verteilung selten einem klaren Sieger folgt.

Sportwetten-Turniere: Spielplan der nächsten Endrunden

Die EM 2024 in Deutschland war mit 24 Mannschaften, sechs Gruppen zu je vier Teams und insgesamt 51 Spielen die jüngste Endrunde. Im Finale am 14. Juli 2024 im Olympiastadion Berlin besiegte Spanien England mit 2:1 und gewann seinen vierten EM-Titel. Die Zuschauerzahl insgesamt betrug 2.681.288. Die nächste Endrunde wird größer bleiben: 24 Mannschaften, sechs Vierergruppen, danach eine K.-o.-Phase mit Achtelfinale (24.–27. Juni 2028), Viertelfinale (30. Juni und 1. Juli 2028), Halbfinale (4. und 5. Juli 2028) und Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. Ein Spiel um Platz drei findet nicht statt. Eröffnet wird das Turnier am 9. Juni 2028 in Cardiff.

Die Qualifikation zur EM 2028 wird in zwölf Gruppen zu vier oder fünf Mannschaften ausgespielt. Die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt; die Auslosung dieser Qualifikationsgruppen ist am 6. Dezember 2026 in Belfast. Für Wettende bedeutet das: Ab dem 6. Dezember 2026 beginnen die Qualifikationsmärkte zu öffnen, zunächst zögerlich, mit jeder gespielten Partie dichter. Die Gruppenspiele der Endrunde beginnen am 11. Juni 2028, die K.-o.-Phase am 24. Juni. Wer auf Gruppenspiele wetten will, hat damit ein klar definiertes Zeitfenster; wer auf den Turniersieger wettet, kann es ab der Auslosung tun, muss aber die Auslosung als Information ernst nehmen.

Die Geschichte des Turniers hilft, eigene Erwartungen zu kalibrieren. Die erste Fußball-Europameisterschaft fand 1960 statt. Seit 2016 spielen 24 Mannschaften, von 1996 bis 2012 waren es 16. Rekordsieger ist Spanien mit vier Titeln, Deutschland gewann drei (1972, 1980, 1996). Rekordtorschütze ist Cristiano Ronaldo mit 14 Toren. Veranstalter ist die UEFA, das Turnier findet alle vier Jahre statt. Die Reihe zeigt: Favoriten wechseln, Außenseiter kommen durch, und kein Turnier folgt dem vorigen. Die Quote, die vor dem Turnier festgelegt wird, ist eine Hypothese, kein Versprechen.

Lizenzierte Wettanbieter im Vergleich

Die folgende Tabelle ordnet zehn Wettanbieter, die auf der GGL-Whitelist (Stand 2. Oktober 2026) mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Die Spalte „Erlaubnis seit“ nennt das Datum der ersten Erlaubnis nach § 9a GlüStV; die Whitelist enthält kein Enddatum, weil eine erste Erlaubnis fünf Jahre läuft und danach eine Folgeerlaubnis erteilt wird.

Anbieter Whitelist-Status Erlaubnisinhaber Erlaubnis seit
bpremium Whitelist-Eintrag, Sportwetten Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020
888sport Whitelist-Eintrag, Sportwetten 888 Germany Limited 30.06.2021
bet365 Whitelist-Eintrag, Sportwetten Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
Tipwin Whitelist-Eintrag, Sportwetten Tipwin Limited 09.10.2020
Winamax Whitelist-Eintrag, Sportwetten WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
MERKUR BETS Whitelist-Eintrag, Sportwetten Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
bet-at-home Whitelist-Eintrag, Sportwetten Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
Sportingbet Whitelist-Eintrag, Sportwetten Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betway Whitelist-Eintrag, Sportwetten Betway Limited 09.03.2021
sportwetten Whitelist-Eintrag, Sportwetten NetX Betting Limited 19.11.2020

Was die Tabelle nicht zeigt, ist der entscheidende Punkt hinter den Whitelist-Einträgen: Erlaubnis ist nicht gleich Angebotsprofil. Die Erlaubnis bestätigt, dass der Anbieter die Auflagen des GlüStV erfüllt – vollständige Verifizierung, OASIS-Anbindung, LUGAS-Limitdatei, insolvenzgeschütztes Treuhandkonto, fünf Werktage Auszahlung. Sie sagt nichts darüber, wie tief das Turnierangebot ist, wie hoch die Quoten liegen oder wie der Bonus gestaltet ist. Diese Punkte sind in den folgenden Abschnitten beschrieben.

bpremium – etablierter britischer Anbieter im deutschen Markt

Bpremium wird von der Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta betrieben. Die AGB-Fassung auf help.bpremium.de datiert vom 3. April 2023; die Gesellschaft ist unter der maltesischen Registernummer C92799 geführt. Die Whitelist führt die Domain mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Damit ist bpremium einer der Anbieter der ersten Erlaubnisgeneration, die seit dem Start des GlüStV 2021 auf dem deutschen Markt spielt. Das Markenprofil ist nüchtern britisch: solide Quoten auf den europäischen Top-Ligen, ein schlankeres Wettprogramm in den unteren Ligen, ein überschaubares Livewetten-Angebot. Wer einen Wettanbieter mit langer Historie und klarer deutscher Erlaubnis sucht und kein üppiges Bonusprogramm braucht, ist hier richtig. Wer ein tiefes Turnierprogramm mit Spezialmärkten erwartet, sollte die Breite vor der Anmeldung prüfen.

888sport – Teil einer börsennotierten Gruppe

888sport gehört zur 888 Germany Limited, die wiederum Teil der 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist. Die Aktie ist seit September 2005 an der Londoner Börse notiert. Die Erlaubnis datiert auf den 30. Juni 2021, mit einer Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022. Die 888-Gruppe betreibt mehrere Glücksspielmarken, was bei Spielenden Fragen zur Konzernstruktur aufwerfen kann; in der deutschen Erlaubnis ist die 888 Germany Limited als Veranstalterin geführt, was die Verantwortlichkeit klärt. Das Wettprogramm ist breit, die Casino-Schwester 888casino ist in Deutschland ebenfalls lizenziert, was bei der Anmeldung getrennt geführt wird. Für die EM-Endrunde relevant ist vor allem, wie tief das Pre-Match-Programm in den unteren Qualifikationsgruppen ist – das ist die Stelle, an der sich 888sport von einem reinen Mainstream-Anbieter unterscheidet oder eben nicht.

bet365 – der Quotenkonzern

Bet365 wird von der Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta betrieben. Die Erlaubnis besteht seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis am 27. Dezember 2022. bet365 ist der Anbieter, an dem sich die Quotenqualität der Branche misst; das Markenversprechen „die besten Quoten“ steht in der Selbstvermarktung, in der unabhängigen Beobachtung liegt der Konzern bei den europäischen Top-Ligen regelmäßig auf Augenhöhe mit der Konkurrenz, teils knapp davor. Wer vor allem auf Quoten Wert legt, kommt an bet365 nicht vorbei, sollte aber die Wettsteuerregelung prüfen: bet365 zieht die Steuer direkt vom Einsatz ab, was bei niedrigen Quoten den Reingewinn spürbar schmälert. Das Livewetten-Angebot ist breit, Cash-out ist als zentrale Funktion positioniert, der Konfigurator kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Für die EM-Endrunde 2028 wird bet365 voraussichtlich wieder eines der umfangreichsten Turnierprogramme anbieten, mit Märkten bis in die unteren Qualifikationsgruppen.

Tipwin – deutscher Mittelständler mit Sportpartnerschaften

Tipwin Limited betreibt Tipwin. Die Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen am 27. Dezember 2022 und am 9. Januar 2024. Die Partnerschaft mit dem Deutschen Basketball Bund als Premium-Partner wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert und läuft damit mindestens drei weitere Jahre. Das Profil ist das eines mittelständischen Anbieters mit starker Präsenz im deutschen Sport: solide Fußballquoten, ein wachsendes Basketball-Programm über die BBL hinaus, ein überschaubares, aber vollständiges Wettprogramm. Die DBB-Partnerschaft ist ein Hinweis auf das Marketingprofil – Tipwin positioniert sich über den deutschen Vereinssport, weniger über die europäischen Top-Ligen. Für die EM-Endrunde heißt das: solide Quoten auf den DFB-Pfad, weniger Tiefe in den kleineren Gruppen.

Winamax – die „0 % Wettsteuer“-Position

Winamax gehört zur WINAMAX, einer französischen Société anonyme. Die Erlaubnis für Winamax datiert auf den 29. Juni 2021, mit einer Folgeerlaubnis am 8. Dezember 2022. Winamax bewirbt sich im Footer seiner Website mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Werbeaussage bezieht sich auf den Selbstvergleich, nicht auf einen unabhängigen Markttest; ein einzelner Anbieter, der sich selbst misst, hat Definitionsmacht über das, was „beste Quote“ heißt. Unabhängig davon ist die Wettsteuerpositionierung konkret: Wer bei Winamax spielt, trägt die Wettsteuer nicht selbst, der Anbieter übernimmt sie. Das ist im Turnier ein Vorteil bei knappen Quoten, weil der Nettogewinn nicht durch die Steuer geschmälert wird. Dazu kommt das Live-Stream-Angebot über „Winamax TV“ mit La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie, MLS, allen vier Grand Slams, ATP und WTA, NBA und NFL. Für die EM-Endrunde selbst hat Winamax kein Streaming-Recht, weil die UEFA die Bilder an Pay-TV vergibt; im Qualifikationsprogramm, das ohne diese Rechte ausgestrahlt wird, kann der Vorteil greifen.

MERKUR BETS – die späte Erlaubnis als Signal

MERKUR BETS wird von der Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta betrieben. Die Erlaubnis datiert auf den 6. November 2023 – deutlich später als bei den meisten Konkurrenten. Eine späte Erlaubnis ist kein Nachteil, im Gegenteil: Sie bedeutet, dass MERKUR BETS die Erfahrungen der ersten Erlaubnisgeneration beobachtet und ein an den deutschen Markt angepasstes Angebot gestartet hat. Die Marke gehört zur Gauselmann-Gruppe, einem deutschen Spielgerätehersteller, dessen Name in der Spielhallenlandschaft seit Jahrzehnten bekannt ist. Das Profil ist nüchtern: solide Fußballquoten, ein vollständiges Wettprogramm, ein Fokus auf den deutschen Markt. Wer einen Anbieter mit deutschem Markenhintergrund und Erlaubnis aus dem GlüStV-Regime sucht, findet hier ein klares Angebot. Die Werbung um „0 % Wettsteuer“ ist bei MERKUR BETS nicht zentral; ob die Steuer selbst getragen wird, sollte vor der Anmeldung in den AGB geprüft werden.

bet-at-home – österreichische Geschichte, deutsche Erlaubnis

Bet-at-home wird von der Bet-at-home.com Internet Limited betrieben. Die Erlaubnis datiert auf den 2. November 2020, mit einer Folgeerlaubnis am 22. Dezember 2022. Zusätzlich führt die Whitelist eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022. Das ist ein Hinweis auf das Markenprofil: bet-at-home kommt aus dem österreichischen Raum, war vor 2021 mit einer anderen Lizenzstruktur am Markt und hat sich im GlüStV-Regime neu positioniert. Das Sportwettenangebot ist breit, die Quoten liegen im Mittelfeld der Branche. Wer ein eingespieltes Wettprogramm mit österreichisch-deutscher Anmutung sucht und auf den gewohnten Markennamen setzt, ist hier richtig. Das Casino-Angebot am selben Login ist eine eigene Geschichte mit eigener Erlaubnis, getrennt von der Sportwetten-Erlaubnis zu betrachten.

Sportingbet – der „Konfigurator+“

Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben. Die Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis am 21. Dezember 2022. Das Markenprofil positioniert sich über den „Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert, und über ein breites Sportwettenangebot mit Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Für die EM-Endrunde ist die Sportartenbreite weniger relevant, weil Fußball ohnehin dominiert; der Konfigurator ist die Funktion, die im Turnier den Unterschied macht, wenn Spielende eigene Märkte aus mehreren Beinen zusammenstellen wollen. Die Quoten liegen im Mittelfeld, solide, ohne den Spitzenanspruch eines bet365 oder Winamax.

Betway – Cash-out und Konfigurator

Betway wird von der Betway Limited betrieben. Die Erlaubnis datiert auf den 9. März 2021, mit einer Folgeerlaubnis am 23. Dezember 2022. Die App-Beschreibung im Apple App Store hebt den Cash-out als zentrale Funktion hervor: Das grüne Symbol erscheint unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Dazu kommt ein Wettkonfigurator für Fußballspiele; der „Konfigurator+“ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien. Das Profil ist das eines etablierten internationalen Anbieters mit starker App-Präsenz. Für die EM-Endrunde heißt das: solide Quoten, ein guter Livewetten-Bereich mit Cash-out als zentraler Funktion, ein Konfigurator, der auch im Turnier nützlich ist. Wer Wert auf eine mobile App mit klarem Cash-out-Workflow legt, ist hier richtig.

Sportwetten.de – der Domain-Anbieter

Sportwetten wird von der NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta betrieben. Die Erlaubnis datiert auf den 19. November 2020, mit einer Folgeerlaubnis am 16. Dezember 2022. Die Domain selbst ist die stärkste Eigenwerbung: Wer „sportwetten“ googelt, landet zuerst hier. Das Profil ist breit, mit Fokus auf deutsche Sportarten und einem Wettprogramm, das Fußball klar in den Mittelpunkt stellt. Für die EM-Endrunde heißt das: ein Wettprogramm, das sich an deutschen Spielenden orientiert, mit Quoten im Mittelfeld der Branche. Die Tatsache, dass die Domain selbst der Markenname ist, vereinfacht die Suche, sagt aber nichts über das Programm aus.

Überblick: Was die EM 2028 für Wettende bedeutet

Die Fußball-Europameisterschaft ist alle vier Jahre der Anlass, an dem die meisten Gelegenheitsspielenden erstmals eine Wette platzieren. Die Mechanik des deutschen Marktes macht das Turnier gleichzeitig zur ersten Bewährungsprobe für das OASIS-System, für die LUGAS-Limitdatei und für die Disziplin der Spielenden selbst.

Wer die EM 2028 wetten will, sollte vier Dinge vor dem ersten Spiel klären: Steht der Anbieter auf der Whitelist der GGL, und zwar mit einer Sportwetten-Erlaubnis, nicht nur mit einer Casino- oder Pokererlaubnis? Trägt der Anbieter die Wettsteuer selbst, oder zieht er sie vom Einsatz ab, was bei knappen Quoten spürbar weniger Nettoauszahlung bedeutet? Welche Mindestquoten und Umsatzfaktoren gelten für den Bonus, und in welcher Frist muss der Umsatz erreicht sein? Welche Cash-out-Regel gilt für laufende Wetten, und wird der Cash-out auf den Bonusumsatz angerechnet?

Die nächste Qualifikationsauslosung am 6. Dezember 2026 in Belfast ist der erste harte Datenpunkt, ab dem die Wettmärkte sich mit Leben füllen. Die Eröffnung am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 in Wembley – dazwischen liegen 50 Spiele in vier Wochen, sechs Vierergruppen, ein Achtelfinale, ein Viertelfinale, zwei Halbfinale. Wer im Vorfeld sein Konto verifiziert, sein Einzahlungslimit bewusst gewählt und seine Disziplin an der eigenen Sportwettensteuer orientiert hat, kann das Turnier als das nehmen, was es ist: ein Fußballturnier, auf das gewettet werden kann, mit denselben Risiken und derselben Buchmachermarge wie jeder andere Fußballmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Findet 2026 eine Fußball-Europameisterschaft statt, und wann waren die letzte und wann ist die nächste Endrunde?

Eine Fußball-EM 2026 gibt es nicht. Die letzte Endrunde war die EM 2024 in Deutschland, die vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 mit 24 Mannschaften ausgetragen wurde; im Finale besiegte Spanien England mit 2:1 und gewann seinen vierten Titel. Die nächste Endrunde ist die EM 2028 in England, Schottland, Wales und Irland, die am 9. Juni 2028 in Cardiff eröffnet und am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London mit dem Finale endet. Die Qualifikationsauslosung findet am 6. Dezember 2026 in Belfast statt, gespielt wird die Qualifikation in zwölf Gruppen.

Rechtssicher wettet in Deutschland nur, wer einen Anbieter nutzt, der auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) geführt wird. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV enthält 30 Einträge (Stand 2. Oktober 2026), davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung. Die Whitelist ist die einzige zuverlässige Prüfung; die Domain selbst oder ein Impressum in Malta reicht nicht.

Wie funktionieren Turnierwetten auf den Europameister, und wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote?

Eine Turniersieger-Wette ist eine Festquotenwette auf den späteren Sieger des Turniers. Die Auszahlung berechnet sich aus Einsatz × Quote, der Reingewinn aus Einsatz × (Quote − 1). Aus 10 € Einsatz auf Quote 8,50 werden 85 € Auszahlung, der Reingewinn 75 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Beine: 1,85 × 2,40 × 1,95 = 8,66, aus 10 € werden 86,60 € Auszahlung. Die Marge des Marktes ist bereits in der Quote eingepreist; auf einem 1X2-Markt mit Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 liegt sie bei rund 5,74 %.

Welche Livewetten sind während der Turnierspiele in Deutschland erlaubt?

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf den Endbahnden sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbar seltene Komponente erlaubt. Im Fußball heißt das: nächste Tor ja, Halbzeitstand nein, nächste Ecke nein, nächste Gelbe Karte nein. Auch Kombinationen aus mehreren Live-Märkten über den Endbahnden hinaus sind nicht zulässig. Cash-out ist im GlüStV nicht geregelt; es ist eine freiwillige Funktion des Anbieters.

Wie wirken sich das Limit von 1.000 € im Monat und die Sperrdatei OASIS auf Wetten in der Turnierzeit aus?

Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV beträgt 1.000 € pro Kalendermonat, anbieterübergreifend über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Eine Erhöhung auf bis zu 10.000 € erfordert einen Antrag mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit; eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. OASIS ist die bundesweite Sperrdatei nach §§ 8, 8a GlüStV; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn eine Frist angegeben wurde, sonst mindestens ein Jahr, und gilt anbieterübergreifend. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus.

Warum kann kein Tipp auf den Turniersieger als sicher gelten, und was sagen Quoten über die Chancen aus?

Die Quote eines Marktes ist die durchschnittliche Erwartung der Wettenden, nicht die Wirklichkeit. Eine Quote von 5,00 auf den Turniersieger entspricht 20 % impliziter Wahrscheinlichkeit; abzüglich der Buchmachermarge real eher 18 %. Bei 24 Mannschaften ist die wahre Wahrscheinlichkeit jedes Titelaspiranten niedrig, auch die des Favoriten. Die Auslosung am 6. Dezember 2026 in Belfast verändert die Wahrscheinlichkeiten schlagartig, weil eine schwere Gruppe den Marktwert einer Mannschaft deutlich senkt. Wer vor der Auslosung wettet, wettet ohne den wichtigsten Informationseinsatz; wer nach der Auslosung wettet, hat einen Vorsprung, den der Markt aber eingepreist hat.

Inhalt erstellt vom Team «wettbonusinfo»