EM Wetten 2026: Diese Wettanbieter sind in Deutschland erlaubt
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Stand: Oktober 16, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL)

Eine Europameisterschaft 2026 findet nicht statt. Die letzte Endrunde war die EURO 2024 in Deutschland, die nächste ist die EURO 2028 in England, Schottland, Wales und Irland. Das Jahr im Suchbegriff ist das Veröffentlichungsjahr dieser Seite. Wer auf das Turnier wetten will, kann die Wettmärkte der abgelaufenen Endrunde in den Archiven der Anbieter nachverfolgen, auf die Freundschafts- und Qualifikationsspiele der kommenden zwei Jahre setzen, oder die Vorbereitung der Kader bis zum Anpfiff am 9. Juni 2028 in Cardiff verfolgen. Was sich nicht verschiebt: die Liste der Wettanbieter, die in Deutschland Sportwetten überhaupt legal anbieten dürfen. Sie wird von der GGL in Halle an der Saale geführt und regelt, welche Wettanbieter überhaupt einen Wettschein für ein deutsches Konto ausstellen dürfen.
Rechtslage in Deutschland für EM Wetten
Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021) ist seit dem 1. Juli 2021 in Kraft und bildet die Grundlage für jede legale Sportwette in Deutschland. Die bundesweite Erlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet vergibt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) auf Grundlage von § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV. Eine maltesische, eine curaçaoische oder eine Anjouan-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung, weil die Erlaubnis für den deutschen Markt separat erteilt wird. Die GGL beaufsichtigt die lizenzierten Anbieter und kann Verstöße mit Bußgeldern ahnden (§ 28a GlüStV).

Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist die einzige verbindliche Quelle, um zu prüfen, ob ein Wettanbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt. Im Stand vom 2. Oktober 2026 enthält die Whitelist 30 Einträge, davon 27 Veranstalter mit einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten) und drei Veranstalter nur für Pferdewetten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist noch keine Erlaubnis. Wer auf der Whitelist steht, darf Sportwetten anbieten; wer nicht dort steht, bietet in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel an (§ 4 Abs. 1 GlüStV).
Eine erstmalige Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV). Die Whitelist weist nur das Datum der Erteilung aus, niemals ein Enddatum. Folgeerlaubnisse verlängern den Zeitraum, ohne dass auf der Liste ein Ablauf sichtbar wird. Allein die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis gelistet ist, nimmt Sportwetten entgegen; eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, Poker oder Casino gilt für andere Domänen und andere Regeln.
Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Die Aufsicht nennt in diesem Zusammenhang konkrete Namen wie Platincasino. Wer auf einer nicht gelisteten Seite wettet, hat keinen Zugriff auf OASIS und keine Einbindung in die LUGAS-Limitdatei, bekommt im Streitfall keine deutsche Aufsicht zur Seite und kann seine Gewinne nur auf dem Weg durchsetzen, den das ausländische Recht des Anbieters zulässt. Dass ein Anbieter Werbung in deutscher Sprache schaltet, ändert daran nichts.
Vor dem Bundesgerichtshof ist derzeit ein Verfahren anhängig, das genau diese Frage betrifft. Am 25. Juli 2024 hat der BGH (Az. I ZR 90/23) dem Gerichtshof der Europäischen Union die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € an Verlusten aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Am 19. März 2026 hat der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) formuliert, dass es grundsätzlich möglich sei, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Beide Punkte ändern nichts an der aktuellen Rechtslage in Deutschland: Wer wettet, sollte auf der Whitelist prüfen, ob der Anbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt.
Verantwortungsvolles Wetten rund um die EM
Die deutsche Regulierung legt den Spielerschutz in den Erlaubnisbescheid hinein. Was eine Wette auf Spanien gegen England oder auf den Torschützenkönig der EM 2028 von einer beliebigen Online-Wette unterscheidet, ist die Kontrollinfrastruktur, an die jeder Anbieter auf der Whitelist angeschlossen ist.

Teilnehmen darf nur, wer volljährig ist (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Vor der Verifizierung gilt eine Schonfrist von 72 Stunden, in der ein Konto mit maximal 100 € Einzahlung genutzt werden kann, aber keine Auszahlung möglich ist. Danach ist die Identifizierung über die SCHUFA oder ein vergleichbares Verfahren abgeschlossen, das Konto gilt als voll verifiziert, und pro Anbieter darf nur ein Konto bestehen (§ 6a GlüStV).
Das Einzahlungslimit beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter hinweg, an denen der Spielende ein Konto führt (§ 6c Abs. 1 GlüStV). Die technische Grundlage ist die LUGAS-Limitdatei, in die jeder Anbieter auf der Whitelist jede Einzahlung einträgt. Der Versuch, bei einem zweiten Anbieter einzuzahlen, schlägt fehl, sobald das gemeinsame Limit erschöpft ist. Eine Erhöhung des Limits auf bis zu 10.000 € ist möglich, sofern der Anbieter dies in seiner Erlaubnis abdeckt und der Spielende seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweist. Eine einfache Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Für bis zu einem Prozent der aktiven Spielenden kann ein Anbieter das Limit auf bis zu 30.000 € anheben, ebenfalls nur gegen Nachweis. Paralleles Spielen auf mehreren Konten ist verboten und wird über die LUGAS-Aktivitätsdatei überwacht (§ 6h GlüStV).
OASIS ist die bundesweite Sperrdatei (§§ 8, 8a GlüStV), die bei jeder Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende einen Zeitraum benennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3 GlüStV) löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus. Wer sich nicht selbst sperrt, sondern gesperrt wird, weil Angehörige oder Dritte eine Fremdsperre beantragt haben, kann sich frühestens nach Ablauf der Sperre und einer Sperrzeit von mindestens einem Jahr wieder anmelden.
Bezahlt werden darf nur von einem Zahlungskonto, das auf den eigenen Namen lautet und bei einem Institut besteht, das dem Geldwäschegesetz unterliegt (§ 6b Abs. 4 GlüStV). Anonyme Zahlungsmittel sind nicht zulässig, was Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Lösungen aus den legalen Angeboten ausschließt. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, regelt sein eigener Kassenbereich. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7 GlüStV).
Hilfe bei problematischem Spielverhalten bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter der Telefonnummer 0800 1 372 700, anonym und kostenlos. Die Caritas, die Diakonie und die Suchtberatungsstellen der Länder bieten persönliche Beratung, auch für Angehörige. Eine kostenlose Online-Beratung führt zudem die Landesstelle Sucht NRW.
Boni und Freiwetten zur EM
Die Regulierung schreibt keinen Bonus vor und deckelt auch keinen. Was ein Anbieter an Neukunden anbietet, an Gratiswetten, an Boosts und an Cashback, steht allein in seinen Teilnahmebedingungen. Werbung für Sportwetten ist in Deutschland nur dem Inhaber einer Erlaubnis gestattet (§ 5 Abs. 7 GlüStV), und das Sportwettensteuer-Aufkommen gehört nicht zur Frage, ob ein Bonus seriös ist.
Willkommensbonus, Gratiswette, Cashback und Akkuversicherung beschreiben unterschiedliche Mechanismen und kosten unterschiedlich viel.
Ein klassischer Willkommensbonus verdoppelt die erste Einzahlung bis zu einer Obergrenze, etwa 100 % bis 100 €. Ausgezahlt wird er nicht sofort, sondern erst, nachdem der Bonusbetrag mehrfach zu einer Mindestquote umgesetzt wurde. Üblich sind Faktor 5 oder Faktor 6 und eine Mindestquote von 1,80 bis 2,00. Eine Einzahlung von 100 € und ein 100 %-Bonus erzeugen also ein Bonusguthaben von 100 €, das zu Faktor 5 bei Mindestquote 1,80 einen Umsatz von 500 € erfordert, verteilt auf mindestens 250 Einzelwetten zu 2 € oder auf größere Wetten zu höheren Quoten. Welche Märkte zählen, wie lange der Bonus gilt und ob eine Akkuversicherung auf das Bonusguthaben zählt, regelt jede Anbieter-AGB.
Eine Gratiswette ist kein Einsatz, der im Gewinnfall zurückgezahlt wird. Der Reiz liegt in der Wette ohne eigenes Risiko, der Preis liegt im fehlenden Einsatz: Wer eine 10 €-Gratiswette zu Quote 3,00 gewinnt, bekommt 20 € ausgezahlt, nicht 30 €. Wer sie verliert, hat nichts verloren, aber auch nichts gewonnen, was sich mit anderen Wetten vergleichen ließe. Gratiswetten sind meist an eine qualifizierende Wette gebunden, oft an eine Mindestquote von etwa 1,50 bis 2,00. Manche Anbieter ziehen den Gewinn aus der Gratiswette direkt auf das Echtgeldkonto, andere wandeln ihn in weiteres Bonusguthaben, das erneut umgesetzt werden muss. Auch hier entscheidet die AGB, nicht der Werbeversprechen.
Ein Cashback erstattet einen prozentualen Anteil der Nettoverluste einer Woche oder eines Aktionszeitraums. Fünf Prozent Cashback auf 200 € Nettoverlust ergibt 10 € als Echtgeld oder als Bonusguthaben, je nach Anbieter. Akkuversicherungen erstatten den Einsatz eines Mehrfach-Tipps als Gratiswette, wenn eine von mehreren Begegnungen verloren geht, typischerweise ab vier oder fünf Auswahlen. Gratiswetten sind in der Werbung häufig, in der Abrechnung selten bares Geld: Was als risikofreier Einsatz beworben wird, ist in den meisten Fällen eine Gratiswette, deren Einsatz nicht zurückgezahlt wird, sobald der erste Tipp sitzt.
EM-Boni im Speziellen sind oft an eine qualifizierende Wette auf ein Spiel des Turniers gebunden, an eine Mindestquote und an einen Aktionszeitraum, der vor dem Anpfiff endet. Die konkreten Bedingungen lesen sich am schnellsten in der Aktionsseite des Anbieters, nicht in der Werbung. Wer auf Spanien im Eröffnungsspiel der EM 2028 wetten will, sollte vorher prüfen, ob die Wette als qualifizierend anerkannt wird, ob die Mindestquote passt und ob der Aktionszeitraum die Partie einschließt.
Wett-Apps für die EM
Die Smartphone-App eines Wettanbieters ist für ein Turnier wie die EM das eigentliche Arbeitsmittel. Im Stadion, in der Halbzeitpause, auf dem Sofa, im Büro in der Mittagspause: Wer unterwegs ist, tippt auf dem Telefon, nicht am Schreibtisch. Die Wett-App ist deshalb mehr als ein Spiegel der Desktop-Seite, sie ist die Schnittstelle, an der die meisten EM-Wetten tatsächlich abgegeben werden.
Die Funktionsvielfalt der Apps überschneidet sich. Einzahlung, Auszahlung, Live-Wette, Cash Out, Konfigurator, Push-Benachrichtigung über Tore, Karten und Quotenbewegungen, Anzeige des Wettverlaufs, Identitätsprüfung per Video-Ident und der Zugang zum Kundendienst sind Standard. Was sich unterscheidet, ist die Verlässlichkeit der App unter Last: Während eines Spiels der deutschen Mannschaft bricht der Datenverkehr am Spielfeldrand ein, und die Quote bewegt sich in Sekunden. Eine App, die in dieser Phase einfriert oder den Wettschein erst nach fünf Sekunden bestätigt, kostet die Wette. Eigene Tests vor dem Turnier lohnen sich, am besten mit einer kleinen Wette auf ein Freundschaftsspiel.
Die Anmeldung über die App folgt dem gesetzlichen Rahmen: 18 Jahre Mindestalter, ein Konto pro Anbieter, Identitätsprüfung per Video-Ident oder SCHUFA, Zahlungskonto auf den eigenen Namen, OASIS-Abfrage bei der Registrierung und bei jedem Login. Die App kann die Identitätsprüfung technisch nicht überspringen, sie ist Teil des Erlaubnisbescheids. Anbieter, die mit „Anonym wettet“ oder „Ohne Verifizierung spielen“ werben, sind keine Inhaber einer deutschen Erlaubnis.
Einzahlungslimits aus der LUGAS-Limitdatei greifen auch in der App. Wer in der App 200 € einzahlt, sieht den Saldo seines 1.000 €-Monatslimits in Echtzeit, genauso wie die Sperre bei der nächsten Einzahlung, sobald das Limit erschöpft ist. Die Panik-Taste für eine 24-Stunden-Sperre ist in der App ebenso verfügbar wie am Desktop. Die LUGAS-Schnittstelle funktioniert unabhängig vom Endgerät, weil sie serverseitig an der Einzahlung ansetzt, nicht am Client.
Wer eine App vor dem Turnier testen will, sollte drei Dinge prüfen: Wie schnell bestätigt die App eine Wette mit Quote 2,50 auf ein laufendes Spiel? Wie klar sind die Live-Quoten bei einem Spiel mit vielen Toren beschriftet, ohne dass die App die Sicht auf das Spielfeld verdeckt? Wie sichtbar sind die Limits, die Verlustwarnungen und die Sperrmöglichkeit, ohne dass man sie in einem Untermenü suchen muss? Diese drei Fragen verraten mehr über die App-Qualität als jede Werbeaussage über „die schnellste Wett-App Deutschlands“.
Live-Wetten und Cash Out während des Turniers
Während eines EM-Spiels verändert sich die Quote mit jedem Ballkontakt. Live-Wetten auf das laufende Spiel machen den Reiz des Turniers aus und sind der Grund, warum die meisten Wettanbieter ihren Spielplan als Push-Mitteilung in die App schicken. Was erlaubt ist, regelt § 21 GlüStV.
Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten zulässig, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ja, nächster Satz im Tennis ja, nächster Punkt im Tennis nein, nächster Korb im Basketball nein. Wetten auf einzelne Spielzüge, auf den Ausgang der nächsten Aktion oder auf kombinierte Ereignisse während des Spiels sind im deutschen Markt nicht erlaubt. Anbieter, die solche Mikrowetten anbieten, bieten sie außerhalb ihrer deutschen Erlaubnis an.
Cash Out ist keine regulatorische Funktion, sondern ein Angebot des Anbieters. Die GGL schreibt Cash Out weder vor noch verbietet sie; es ist eine handwerkliche Entscheidung jedes Wettanbieters, ob er seinen Kunden die vorzeitige Auszahlung einer offenen Wette anbietet. Die Mechanik: Der Anbieter kauft dem Spielenden die offene Wette zu einem selbst gesetzten Preis ab, der unter dem fairen Wert liegt. Was als „Cash Out“ angezeigt wird, ist also nicht der faire Wert der Wette, sondern der Preis, den der Anbieter zahlt, um sein eigenes Risiko zu verringern. Der Spread zwischen fairem Wert und Cash-Out-Preis ist die Marge des Anbieters auf diese Funktion. Wer Cash Out nutzt, verkauft seine Wette unter Wert, mit dem Vorteil, das Ergebnis nicht abwarten zu müssen.
Cash Out ist nicht in jeder Wette verfügbar. In der Regel sind Einzelwetten vor dem Spiel verfügbar, Kombiwetten oft erst kurz vor dem Anpfiff der letzten Begegnung. Live-Cash Out während eines Spiels ist möglich, sofern die Wette nicht durch die Live-Wetten-Beschränkung des § 21 Abs. 4 GlüStV ausgehebelt wird. Bei Betway erscheint das grüne Cash-Out-Symbol unter „Meine Wetten“ und zeigt den aktuellen Wert; ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil.
Konfigurator-Funktionen wie der Betway-Konfigurator+ kombinieren Auswahlen aus verschiedenen Spielen des Spieltages zu einer Kombiwette, was die Möglichkeiten über die klassische Einzel- und Kombiwette hinaus erweitert. Solche Konfiguratoren sind eine Eigenleistung des Anbieters und unterliegen keinen zusätzlichen Regeln außer den normalen Wett-AGB.
Vorhersagen und Strategie bei Turnierwetten
Eine Vorhersage des EM-Siegers ist eine Wette auf eine Wahrscheinlichkeit, die sich aus Form, Statistik und Quoten zusammensetzt. Sie ist keine Prophezeiung und keine sichere Bank. Die Quote, die ein Anbieter auf Spanien als Sieger der EM 2028 anbietet, ist seine eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, mit einer Marge obendrauf. Aus der Quote 5,00 auf Spanien folgt rechnerisch eine faire Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent, in der Realität des Buchmachers eher 16 bis 18 Prozent, weil der Rest die Marge ist. Wer Spanien zu 5,00 setzt, wettet nicht auf einen sicheren Sieg, sondern auf ein Fünftel-Wahrscheinlichkeits-Event, das bei jedem Turnier in der Vorrunde scheitern kann.
Drei Bausteine fließen in eine Turnierprognose ein. Form: Wie hat Spanien die letzten zwölf Spiele bestritten, wer ist verletzt, wer kommt aus einer starken Vereinssaison? Statistik: Wie hat Spanien in vergangenen EM-Turnieren gespielt, wie sieht die Bilanz gegen die erwarteten Gruppengegner aus, wie weit kommt eine Mannschaft typischerweise mit diesem Kader-Altersdurchschnitt? Quoten: Welche Wahrscheinlichkeiten implizieren die Wettmärkte, und wo weichen die eigenen Einschätzungen vom Markt ab? Eine Prognose, die sich nur auf die Quote stützt, kopiert die Meinung des Marktes, ohne sie zu schlagen. Eine Prognose, die sich nur auf Form stützt, ignoriert die kollektive Information der Märkte. Beides kombiniert liefert einen Ausgangspunkt.
Die Grenzen jeder Vorhersage liegen in der Natur des Fußballs. Ein Elfmeterschießen im Halbfinale entscheidet sich in einem Moment, in dem die kollektive Marktmeinung keine Rolle mehr spielt. Ein Platzverweis in der 30. Minute verändert die Wahrscheinlichkeit eines Spiels grundlegend, ohne dass der Buchmacher die Quote in Sekundenbruchteilen anpassen kann. Turniere sind keine Ligen, in denen eine Mannschaft 34-mal antreten darf; ein einziges Ausscheiden genügt, und alle vorherigen Investments sind weg.
Der Umgang mit dem Wettbudget ist die einzige Komponente, die der Wettende selbst in der Hand hat. Drei Empfehlungen, die in der Wettliteratur immer wiederkehren: Nie mehr als zwei bis fünf Prozent des monatlichen Wettbudgets auf eine einzelne Wette setzen. Nie eine Verlustjagd starten, um einen schlechten Tag zu kompensieren. Nie ein Budget verwenden, das für Miete, Lebenshaltung oder Rücklagen gebraucht wird. Die deutsche Regulierung unterstützt das mit dem 1.000 €-Monatslimit und der OASIS-Sperre, aber sie ersetzt nicht die Selbstkontrolle. Wer die EM 2028 als Acht-Wochen-Projekt plant, sollte vorher festlegen, wie viel Geld in dieses Projekt fließt, und sich an diese Zahl halten, unabhängig davon, wie der Spielplan läuft.
Wettformen und Quoten bei der EM
Die Quote auf einen EM-Sieg ist die sichtbarste Zahl des Turniers, aber nur eine von vielen. Wer auf das Turnier wettet, hat eine Auswahl an Wettformen, die sich in Mechanik, Risiko und Spanne zum Buchmacher deutlich unterscheiden.
Die Einzelwette ist die einfachste Form. Einsatz × Quote = Rückzahlung im Gewinnfall. Bei einer 50 €-Wette zu Quote 2,50 auf einen Sieg Spaniens gegen Italien erhält der Spielende bei Gewinn 125 € zurück, den Einsatz inklusive, der Nettogewinn beträgt 75 €. Die Marge des Anbieters steckt in der Quote: Eine faire Quote auf ein 50-50-Spiel wäre 2,00; was der Anbieter tatsächlich anbietet, liegt meist bei 1,90 bis 1,95, je nach Markt und Zeitpunkt.
Die Kombiwette multipliziert die Quoten der einzelnen Begegnungen. Drei Spiele zu Quote 2,00, 1,80 und 2,50 ergeben eine Kombiquote von 9,00. Ein Einsatz von 10 € bringt im Gewinnfall 90 € zurück, der Nettogewinn ist 80 €. Der Reiz liegt in der hohen Quote, der Preis im kombinierten Risiko: Drei Spiele müssen alle richtig sein, die Wahrscheinlichkeit sinkt mit jeder zusätzlichen Begegnung.
Systemwetten erlauben es, auch bei einem oder zwei falschen Tipps noch einen Teil der Kombinationen zu gewinnen. Ein 3 aus 4-System sichert 3 von 4 möglichen 3er-Kombinationen ab, was den Einsatz verteuert, aber die Trefferwahrscheinlichkeit erhöht.
Die Siegwette ist die populärste Turnierwette: Wer wird Europameister? Die Quote auf Spanien, England, Frankreich oder Deutschland steht oft Monate vor dem Turnierbeginn fest und bewegt sich mit der Form der Mannschaft. Die Torschützenkönig-Wette sucht den Spieler mit den meisten Turniertoren. Bei der EM 2024 erzielten sechs Spieler je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz. Die Quoten auf Torschützen sind wegen der Verletzungsanfälligkeit und der variierenden Spielzeit schwerer einzuschätzen als die Quoten auf Mannschaften. Gruppenwetten erlauben Wetten auf den Gruppensieger, den Gruppenausgang oder den Einzug ins Achtelfinale. Bei 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen ist der Einzug ins Achtelfinale für die ersten zwei jeder Gruppe realistisch, was die Quote entsprechend kurz hält.
Die Marge steckt in jeder Quote und ist der Preis, den der Spielende für jede Wette zahlt. Die Formel zur Berechnung: Für ein 1X2-Markt mit Quoten 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden und 3,60 für Auswärtssieg ergibt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60) = 1 ÷ (0,4762 + 0,2941 + 0,2778) = 1 ÷ 1,0481 = 0,9542, also 95,4 Prozent. Die Marge des Buchmachers ist 100 Prozent − 95,4 Prozent = 4,6 Prozent. Das ist der Anteil, den der Anbieter von jedem auf diesen Markt gesetzten Euro im Durchschnitt einbehält. Bei einer Quote von 2,10, die 47,6 Prozent faire Wahrscheinlichkeit impliziert, liegt der Marktdurchschnitt bei 45,4 Prozent, der Buchmacher behält 4,6 Prozent als Marge. Das ist ein gesundes Niveau für einen 1X2-Markt; Live-Märkte und Spezialwetten arbeiten mit höheren Margen.
Die EM als Turnier: Verlauf und Formate
Die Fußball-Europameisterschaft wird seit 1960 ausgetragen, alle vier Jahre, und ist nach der Weltmeisterschaft das wichtigste Fußballturnier für Nationalmannschaften. Rekordsieger ist Spanien mit vier Titeln; Deutschland gewann das Turnier 1972, 1980 und 1996. Rekordtorschütze des Turniers ist Cristiano Ronaldo mit 14 Toren. Seit 2016 spielen 24 Mannschaften um den Titel, von 1996 bis 2012 waren es 16. Die erste Europameisterschaft 1960 wurde in Frankreich mit vier Mannschaften ausgetragen; das Turnier hat sich in sechs Jahrzehnten zu einem sechswöchigen Spektakel mit 51 Spielen entwickelt.
Die EM 2024 fand vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 in Deutschland statt, mit 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen. Insgesamt 51 Spiele wurden ausgetragen, die Gesamtzuschauerzahl betrug 2.681.288. Im Finale am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion besiegte Spanien England mit 2:1 und gewann seinen vierten EM-Titel. Die deutsche Mannschaft schied im Viertelfinale gegen Spanien aus, die Schweiz erreichte zum ersten Mal seit 1954 wieder ein EM-Viertelfinale.
Die EM 2028 wird in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen, mit Eröffnungsspiel am 9. Juni 2028 in Cardiff und Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. Das Format bleibt 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen, gefolgt von einer K.-o.-Phase mit Achtelfinale (24. bis 27. Juni), Viertelfinale (30. Juni und 1. Juli), Halbfinale (4. und 5. Juli) und Finale. Ein Spiel um Platz 3 findet nicht statt, wie schon bei den vorherigen Endrunden. Die Qualifikation wird in zwölf Gruppen mit vier oder fünf Teams gespielt; die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt, die Auslosung der Qualifikationsgruppen ist am 6. Dezember 2026 in Belfast.
Die Spielorte der EM 2028 verteilen sich auf mehrere britische und irische Stadien. Cardiff, London, Manchester, Liverpool, Glasgow, Edinburgh und Dublin werden als Austragungsorte erwartet, die genaue Zuordnung der Spielorte zu den Gruppenspielen, K.-o.-Spielen und dem Halbfinale steht zum Stand dieser Seite noch aus. Wer auf Spielort-spezifische Märkte wetten will, sollte die Bestätigung der UEFA abwarten.
Die Architektur des Turniers bestimmt den Wettkalender. Vor dem Turnier dominieren Sieger- und Torschützenquoten, Outright-Märkte auf den Gruppensieger und Qualifikationswetten auf die Mannschaften, die sich über die Gruppenphase qualifizieren. Während der Gruppenphase stehen die einzelnen Gruppenspiele im Mittelpunkt, mit 1X2, Über-Unter, Handicap und Torschützen. In der K.-o.-Phase verschiebt sich das Volumen auf Einzelwetten und Kurz-Kombis auf das jeweilige Spiel. Wer die Qualifikationsspiele ab dem Sommer 2026 mitverfolgt, baut sich einen Wissensvorsprung auf, der sich in der Einschätzung der Kader-Form bis zum Anpfiff im Juni 2028 auszahlt.
Die besten EM Wettanbieter im Vergleich
Die folgende Übersicht listet zehn Wettanbieter, die zum Stand vom 2. Oktober 2026 auf der Whitelist der GGL mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Sortiert sind sie nach der Reihenfolge, in der die GGL die jeweilige Erlaubnis erstmals erteilt hat; die Sortierung ist keine Wertung. Die Spalte zur Sportwetten-Erlaubnis nennt das Datum der ersten Erteilung, danach gegebenenfalls das Datum der Folgeerlaubnis.
| Wettanbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| bet365 | Hillside (Europe) ENC, Ta’Xbiex, Malta | erste Erlaubnis |
| bwin | bwin (Deutschland) Limited, Gzira, Malta | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) |
| AdmiralBet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024) |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) |
| bpremium | Ladbrokes (Deutschland) Limited, Gzira, Malta | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) |
| bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022) |
| ODDSET | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| MERKUR BETS | Merkur Bets Malta Limited, St. Julian’s, Malta | 06.11.2023 |
| VBet | SCGO Limited, St. Julian’s, Malta | 05.12.2023 |
Diese Tabelle ist eine Momentaufnahme der Whitelist zum 2. Oktober 2026. Sie enthält nur die Wettanbieter, die eine deutsche Erlaubnis besitzen, und sie enthält nur die Sportwetten-Erlaubnis, nicht die Casino-, Poker- oder Slots-Erlaubnis, die einige dieser Inhaber ebenfalls halten. Die Inhaber mit Sitz in Malta, in St. Julian’s oder in Gzira nutzen den EU-Pass für ihre Firmenstruktur, die Erlaubnis selbst ist die deutsche Erlaubnis der GGL, kein maltesischer Vertragsbringer. Die Whitelist führt keine Endtermine, sie zeigt nur das Datum der Erteilung und das Datum etwaiger Folgeerlaubnisse.
Betway
Betway ist seit März 2021 auf der deutschen Whitelist und hat im Dezember 2022 eine Folgeerlaubnis erhalten. Die App ist im Apple App Store und im Google Play Store gelistet und trägt die Bezeichnung Betway Sports Live Sportwetten. Der Cash Out erscheint als grünes Symbol unter „Meine Wetten“ und kann den gesamten Wettbetrag oder einen Teil davon auszahlen. Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Fußballspielen zu einer Wette, was die Standard-Kombiwette um eine konfigurierbare Variante erweitert. Betway ist vor allem für Spielende interessant, die eine breite Auswahl an europäischen Fußballmärkten erwarten und Cash Out als Standard-Funktion nutzen wollen.
Für ein Turnier wie die EM ist die App-Qualität unter Last entscheidend, und die Konfigurator-Funktion ist ein klarer Vorteil gegenüber Anbietern, die nur klassische Kombiwetten anbieten. Wer ein Konto eröffnet, sollte das 1.000 €-Monatslimit im Auge behalten und die SCHUFA-Verifizierung möglichst vor dem ersten großen Turnierspiel abschließen, weil der 72-Stunden-Schonfrist-Modus bei großen Events schnell an seine Grenzen stößt.
bwin
bwin ist einer der ältesten Namen im europäischen Sportwetten-Markt und auf der deutschen Whitelist seit Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis im Dezember 2022. Die bwin (Deutschland) Limited hat ihren Sitz in Gzira, Malta. Das Wettprogramm deckt Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey und eine Reihe weiterer Sportarten ab, dazu Live-Wetten auf die üblichen Hauptmärkte. Die Marke bringt einen Wiedererkennungswert mit, der vor allem für Gelegenheits-Wettende wichtig ist, die einen vertrauten Anbieter suchen, ohne sich durch die Bonusbedingungen von drei Mitbewerbern zu arbeiten.
Im EM-Kontext ist bwin vor allem wegen seiner Markttiefe interessant. Outright-Märkte auf den Sieger, Torschützenkönig, Gruppensieger und Qualifikationswege sind in der Regel früh verfügbar, und die Quotenbewegung während des Turniers ist bei einem so liquiden Anbieter oft etwas langsamer als bei kleineren Buchmachern, was Arbitrage-Möglichkeiten eröffnen kann. Die Sportwettensteuer wird nach den AGB des Anbieters behandelt; bwin gehört zu den Anbietern, die einen Teil der Steuer übernehmen oder in den Quoten verrechnen.
AdmiralBet
AdmiralBet gehört zur österreichischen Novomatic-Gruppe und ist seit Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis im Juli 2024 auf der Whitelist. Die Greentube Betting Malta Limited ist als Betreiberin eingetragen. Die Marke kombiniert Sportwetten mit dem stationären Spielhallengeschäft der Novomatic in Deutschland, was sich in einer Reihe von Vertriebskanälen und einem hybriden Angebot aus Online- und Offline-Wetten niederschlägt. Für Online-Wettende ist AdmiralBet vor allem wegen seines Quotenniveaus auf österreichische und deutsche Ligen interessant, weniger wegen spektakulärer Sonderaktionen.
Im EM-Kontext bietet AdmiralBet das Standardprogramm, also 1X2, Über-Unter, Handicap und Torschützen, dazu Live-Wetten auf das Endergebnis und das nächste Tor. Wer auf untere Ligen oder Amateurfußball setzen will, wird bei AdmiralBet nicht fündig, denn die deutsche Regulierung schließt Fußball unterhalb der 3. Liga weitgehend aus. Für Wetten auf die deutsche Mannschaft, auf die österreichische Mannschaft oder auf die üblichen europäischen Top-Ligen ist AdmiralBet eine solide Adresse.
Sportingbet
Sportingbet führt eine Sportwetten-Erlaubnis seit Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis im Dezember 2022. Die Sportingbet (Deutschland) Limited ist die Inhaberin. Das Sportwettenangebot umfasst Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker, dazu einen Konfigurator+ und Live-Wetten. Die Marke gehört zu den Entain-Konzerngesellschaften und teilt sich Teile der Plattform mit bwin, was sich in einer vergleichbaren Bedienung und einem ähnlichen Quotenniveau niederschlägt.
Für die EM bedeutet das: Eine breite Auswahl an Outright-Märkten, ein normaler Funktionsumfang bei Live-Wetten und ein Standard-Cash-Out. Wer zwischen Sportingbet und bwin wählt, entscheidet meist nach aktueller Bonusaktion oder nach Präferenz für eine der beiden Marken, weil die technische Plattform und das Wettangebot eng verwandt sind.
bpremium
bpremium ist der deutsche Auftritt der Ladbrokes-Gruppe, lizenziert seit Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom Dezember 2022. Die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Gzira, Malta, ist als Betreiberin eingetragen. Die Marke gehört zu Entain und nutzt ebenfalls die Bwin-Plattform, was die technische Grundlage für App und Desktop bildet. Das Sportwettenangebot ist auf Mainstream-Märkte fokussiert: Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey und Pferderennen, dazu die üblichen Sonderwetten.
Für die EM ist bpremium vor allem als Alternative innerhalb des Entain-Portfolios interessant. Wer bereits ein Konto bei bwin oder Sportingbet hat, kann bpremium parallel nutzen, weil das 1.000 €-Monatslimit anbieterübergreifend gilt, aber ein neues Konto bei einem zweiten Anbieter desselben Konzerns eröffnet keine zusätzlichen Wettressourcen. Für Spielende, die zwischen den Marken wechseln wollen, ist das ein Argument, für Spielende, die ein neues Konto mit zusätzlichem Budget eröffnen wollen, ist es ein Argument gegen die parallele Nutzung.
NEO.bet
NEO.bet hält eine Sportwetten-Erlaubnis seit Oktober 2020, ergänzt durch eine Folgeerlaubnis im Dezember 2022. Die Greenvest Betting Limited ist die Inhaberin. Der Anbieter tritt als deutscher Sportwettenanbieter auf, mit Fokus auf Fußball, deutsche Ligen und europäische Top-Ligen. NEO.bet gehört zu den kleineren Anbietern auf der Whitelist und setzt auf ein schlankes Wettprogramm statt auf Masse. Die Marge ist im Schnitt wettbewerbsfähig, der Funktionsumfang ist schmaler als bei bwin oder Betway.
Für die EM 2028 ist NEO.bet für Spielende interessant, die ein deutsches Konto mit klarer Benutzeroberfläche und ohne den Überbau großer internationaler Plattformen suchen. Die Outright-Märkte sind verfügbar, aber weniger breit als bei den großen Anbietern. Wer auf Spezialmärkte wie Torschützenkönig-Wetten auf Außenseiter setzen will, findet sie eher bei bwin oder Betway.
bet-at-home
bet-at-home ist seit November 2020 lizenziert, mit einer Folgeerlaubnis im Dezember 2022. Die Bet-at-home.com Internet Limited ist die Inhaberin. Der Anbieter ist seit Jahrzehnten im deutschsprachigen Markt aktiv und hat seine Ursprünge in Österreich. Das Wettprogramm deckt die üblichen Sportarten ab, mit Schwerpunkt auf Fußball und Tennis. Die Marke hat in den letzten Jahren an Sichtbarkeit im deutschen Markt verloren, bleibt aber über die Whitelist erreichbar.
Für die EM ist bet-at-home vor allem für Bestandskunden interessant, die ihre Konten behalten haben, und für Spielende, die einen Anbieter mit einer schlanken Plattform und ohne üppiges Bonusprogramm suchen. Die Quoten liegen im Mittelfeld, die Live-Wetten sind funktional, Cash Out ist verfügbar.
ODDSET
ODDSET ist die Sportwetten-Marke der staatlichen Lotteriegesellschaften, lizenziert seit November 2020, mit einer Folgeerlaubnis im Dezember 2022. Die ODDSET Sportwetten GmbH hat die Erlaubnis vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022 erhalten. ODDSET ist sowohl online als auch stationär in den Annahmestellen der Lotteriegesellschaften verfügbar, was die Marke für Spielende interessant macht, die ihre Wetten am Kiosk abgeben wollen.
Im EM-Kontext bietet ODDSET das Standardprogramm, aber mit der Besonderheit, dass die Auszahlung über die Lotto-Annahmestelle erfolgen kann. Die Quoten liegen im Schnitt unter denen der Online-only-Anbieter, was sich mit der stationären Vertriebsstruktur erklärt. Für Spielende, die auf Online-Sportwetten Wert legen, ist ODDSET eine solide Adresse, aber nicht die erste Wahl, wenn das Quotenniveau im Vordergrund steht.
MERKUR BETS
MERKUR BETS gehört zur Gauselmann-Gruppe und ist seit November 2023 auf der Whitelist. Die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, ist die Inhaberin. Die Marke nutzt die stationäre Spielhallen-Infrastruktur der Gauselmann-Gruppe und ist in den MERKUR-Spielhallen mit Wettterminals vertreten. Online ist das Angebot funktional, mit Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey als Schwerpunkt, dazu die üblichen Sonderwetten.
Für die EM ist MERKUR BETS für Spielende interessant, die einen Anbieter mit stationärer Präsenz suchen und das MERKUR-Spielhallen-Ökosystem bereits nutzen. Die Quoten liegen im wettbewerbsfähigen Bereich, der Funktionsumfang ist Standard. Die Tatsache, dass die Erlaubnis erst 2023 erteilt wurde, bedeutet, dass die Marke weniger etabliert ist als die älteren Whitelist-Inhaber, was sich in einer kleineren Kundenbasis und einer schmaleren Outright-Marktabdeckung während der ersten EM-Zyklen niederschlagen kann.
VBet
VBet ist seit Dezember 2023 auf der Whitelist. Die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion in St. Julian’s, Malta, ist die Inhaberin. Die Marke gehört zur internationalen VBet-Gruppe, die in mehreren osteuropäischen Märkten aktiv ist. In Deutschland ist VBet einer der neueren Einträge auf der Whitelist. Das Wettprogramm deckt Fußball, Tennis, Basketball und Eishockey ab, mit Schwerpunkt auf europäischen Fußballligen.
Für die EM ist VBet für Spielende interessant, die einen Anbieter mit osteuropäischem Hintergrund suchen, etwa für Wetten auf ukrainische oder georgische Mannschaften, oder für Spielende, die nach einer Alternative zu den etablierten Marken suchen. Die Outright-Märkte sind verfügbar, aber möglicherweise weniger breit als bei bwin oder Betway. Cash Out und Live-Wetten sind Teil des Standardangebots.
bet365
bet365 ist auf der Whitelist der GGL mit der Hillside (Europe) ENC als Betreiberin eingetragen, mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Marke ist eine der bekanntesten im internationalen Sportwetten-Markt und seit Jahrzehnten in Deutschland aktiv, zunächst über die maltesische Lizenz und seit der GGL-Erlaubnis über die deutsche Domain. Die App, der Live-Wetten-Bereich und die Quotenbewegungen von bet365 gelten in der Branche als Referenz.
Für die EM ist bet365 vor allem wegen seiner Quotenbewegungen und seiner In-Play-Märkte interessant. Die Outright-Märkte auf den Sieger, Torschützenkönig, Gruppensieger und Qualifikationswege sind breit, die Live-Wetten während des Spiels decken das gesamte erlaubte Spektrum nach § 21 Abs. 4 GlüStV ab. Das Standard-Cash-Out ist verfügbar, der Konfigurator und die Livestreams für ausgewählte Events sind Teil des Angebots.
Überblick: Wettanbieter, Turnier und Rechtsrahmen
Die Auswahl eines Wettanbieters für die EM ist eine Entscheidung in drei Schritten. Erstens die Whitelist: Nur wer dort mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt wird, darf in Deutschland legal Sportwetten anbieten. Wer auf einer nicht gelisteten Seite wettet, hat keinen Zugriff auf OASIS, keine Einbindung in die LUGAS-Limitdatei und keinen deutschen Ansprechpartner im Streitfall. Zweitens das Wettprogramm: Welche Outright-Märkte bietet der Anbieter auf den Sieger, Torschützenkönig und Gruppensieger, und wie tief sind die Live-Wetten während des Spiels? Drittens die Quoten und Bonusbedingungen: Welche Marge nimmt der Anbieter auf den Hauptmärkten, und was kostet der Willkommensbonus oder die Gratiswette an Umsatz, Mindestquote und Frist?
Die Marge des Anbieters auf einem 1X2-Markt liegt bei den großen Anbietern zwischen vier und sechs Prozent, bei Spezialmärkten und Live-Wetten höher. Eine Spanne zwischen 1,90 und 1,95 für ein 50-50-Spiel ist normal, alles darüber ist Quotenschwund für den Spielenden. Wer die Marge einzelner Anbieter vergleichen will, sollte die Quoten auf das gleiche Spiel zu einem festen Zeitpunkt notieren und die Auszahlungsquote berechnen.
Das Turnier selbst bietet zwei Anknüpfungspunkte für Wetten: Die Qualifikationsspiele ab dem Sommer 2026, in denen die 24 Teilnehmer der EM 2028 ermittelt werden, und das Turnier selbst vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 in Großbritannien und Irland. Wer auf die Qualifikation setzt, sollte beachten, dass zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten sich direkt qualifizieren, was den Weg über die Play-offs weniger attraktiv macht. Wer auf das Turnier setzt, sollte das Format mit 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen berücksichtigen: Auch der dritte Platz einer Gruppe kann noch das Achtelfinale erreichen, die Quote auf den Gruppensieg ist daher kürzer als bei früheren EM-Formaten.
Die deutsche Regulierung ist der Rahmen, in dem sich alles abspielt. Das 1.000 €-Monatslimit gilt anbieterübergreifend, OASIS-Sperren sind verbindlich, Live-Wetten sind auf das Endergebnis und das nächste Tor begrenzt. Wer diese Regeln versteht, kann die Werbung der Anbieter besser einordnen und vermeidet die typischen Fehler: Eine Wette bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis, eine Wette ohne Beachtung des Monatslimits, eine Wette auf einen Markt, den die deutsche Regulierung gar nicht erlaubt.
Häufige Fragen zur EM und zu Wettanbietern in Deutschland
Welche Wettanbieter dürfen Wetten auf die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland legal anbieten?
Nur Anbieter, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert und ist die einzige verbindliche Quelle. Im Stand vom 2. Oktober 2026 enthält die Whitelist 27 Veranstalter mit einer Sportwetten-Erlaubnis, darunter die auf dieser Seite genannten Anbieter. Eine maltesische, curaçaoische oder Anjouan-Lizenz ersetzt die deutsche Erlaubnis nicht.
Wie lässt sich auf der GGL-Whitelist prüfen, ob ein Wettanbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt?
Die Whitelist ist auf der Webseite der GGL unter glücksspiel-behoerde.de als PDF und als Suchfunktion verfügbar. Die Suche nach dem Anbieternamen oder der Domain zeigt, ob der Anbieter eine Erlaubnis hat, für welche Domäne sie gilt und seit wann. Eine .de-Domain allein beweist keine Erlaubnis; nur der Eintrag in der Whitelist tut das.
Findet 2026 eine Fußball-Europameisterschaft statt, und wann sind die letzte und die nächste Endrunde?
2026 findet keine EM statt. Die letzte Endrunde war die EURO 2024 in Deutschland vom 14. Juni bis 14. Juli 2024 mit 24 Mannschaften, Spanien besiegte England im Finale 2:1. Die nächste Endrunde ist die EURO 2028 in England, Schottland, Wales und Irland vom 9. Juni bis 9. Juli 2028. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen ist am 6. Dezember 2026 in Belfast.
Wie hoch ist das monatliche Einzahlungslimit bei lizenzierten Anbietern, und gilt es für alle Anbieter gemeinsam?
Das Standardlimit ist 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter hinweg, bei denen der Spielende ein Konto führt. Die technische Grundlage ist die LUGAS-Limitdatei. Eine Erhöhung auf bis zu 10.000 € ist nur gegen Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit möglich; für bis zu einem Prozent der aktiven Spielenden kann ein Anbieter das Limit auf bis zu 30.000 € anheben. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Turnierwette aus Einsatz und Quote, und wie wirkt die Sportwettensteuer?
Die Auszahlung im Gewinnfall ist Einsatz × Quote, der Nettogewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ und entspricht rund 5,03 Prozent des gezahlten Betrags. Die Steuer wird vom Veranstalter abgeführt; ob und wie sie an den Spielenden weitergegeben wird, regelt jeder Anbieter in seinen AGB. Die Steuer fällt auch bei unlizenzierten Anbietern an, ist also kein Lizenznachweis.
Warum kann keine Quote den Turniersieger sicher vorhersagen, und was sagt sie über die Chancen aus?
Eine Wettquote ist die Einschätzung des Buchmachers über die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses, plus einer Marge. Aus der Quote 5,00 folgt rechnerisch eine faire Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent; was der Buchmacher tatsächlich annimmt, liegt wegen der Marge darunter, etwa bei 16 bis 18 Prozent. Eine Quote von 5,00 heißt also, dass das Ereignis nach Einschätzung des Marktes in etwa einem von fünf Fällen eintritt, nicht dass es sicher eintritt. Quoten sind keine Vorhersagen, sie sind Wahrscheinlichkeitsschätzungen mit eingebauter Marge.
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